Ich lese gerade: Die Schwester der Königin

Mal wieder ein historischer Roman. Also, worum geht’s? Um die vierzehnjährige Mary Boleyn, die die Geliebte (Mätresse) des Königs Henry VIII wird. Sie ist verheiratet und in den König verliebt. Die Ehe wird aber quasi auf Eis gelegt, damit sie der „Spielball in den Machtplänen ihrer Familie“ wird. Bisher war sie eine der Hofdamen, die liebe kleine Hofdame der Königin. Dass diese nicht mehr sehr nett zu Mary ist, ist klar. Aber der König braucht einen Erben und den konnte die Königin ihm bisher nicht schenken.

So wird Mary also von ihrer Familie dazu gedrängt, die Geliebte des Königs zu werden. Als ich das gelesen habe, habe ich überlegt, wie seltsam das alles klingt. Der Onkel fragte die Mutter, ob sie, Mary, fruchtbar ist. Ihre ältere Schwester Anne, die viel veliebter ist als die ein Jahr jüngere Mary, gibt Mary Anweisungen, wie sie sich dem König gegenüber zu verhalten hat. So schlägt die ältere selber Kapital.

Stellt euch vor, eure Familie würde euch dazu drängen, die Geliebte eines einflussreichen Menschen zu werden. Im Mittelalter war das vielleicht „normal“, heute denkt man aber sicher anders darüber.

Ich wüßte nur mal gerne, warum das Buch „Die Schwester der Königin“ heißt. Bestimmt wird Anne, Marys Schwester, Königin und Mary steht immer im Schatten ihrer beliebten Schwester. So könnte ich mir das vorstellen. Denn im Klappentext heißt es:

Und weder Korruption noch Ehebruch oder Mord können den Aufstieg der neuen Favoritin, ihrer Schwester Anne, aufhalten.

Was lest ihr daraus?
Irgendwann schickt der König nach Mary. Anne und George, ihr älterer Bruder, sind in heller Aufregung – besonders Anne. Mary soll sie waschen. Auf Seite 84 sagt Anne:

„Sie sollte sich besser noch waschen,“ beschloss Anne plötzlich. „Zumindest unter den Armen und am Fötzchen.“

Und jetzt bin ich gespannt, ob Leute über das Wort Fötzchen auf meinen Blog finden (ich will doch auch endlich mal lustige Suchbegriffe haben… oder so).

2 Kommentare

  1. Fötzchen 😀 Das nenn ich mal äh… süß! Aber gründlich waschen is ja auch wichtig. Früher wie Heute. Also Rena, schön unter den Armen und am Fötzchen das waschen nicht vergessen!

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  2. @ Bjo: Ich geb dir gleich Fötzchen.. du.. du.. HÖDCHEN! 😀 Jaja.. die Hygiene früher… ich war letztens in Brühl im Schloss bei ner Führung. Da wurd erklärt, was die Frauen gegen Läuse in den Haaren gemacht haben (die trugen übrigens meterhohe Perücken): Porzellankugel mit Löchern, in der Kugel ein in tierblutgetränktes Tuch und Honig. das wurd in die Haare gestopft und in der Kugel sammelten sich dann die Läuse. 😀
    Ich wasch mich ja schon… 😛 Aber du wäschst dich hoffentlich auch?!

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