Rezension: Hexendreimaldrei

Nach meinem Aufruf hat Jenny hat mir drei Rezensionen zugeschickt. Die erste könnt ihr nun lesen.

Hexendreimaldrei – Claudia Toman

Ich muss zugeben, dass ich bereits bei der Lesung wusste, dass dieses Buch witzig sein wird. Aber dass es sooo witzig wird, hatte ich nicht erwartet. Claudia Toman schreibt mit so viel Witz und Humor, wie ich es bisher nur selten gelesen habe.
Es geht um Olivia, die endlich ihren Traumprinzen kennenlernt. Alles spricht dafür, dass die beiden füreinander bestimmt sind und auch ihr Märchenprinz lässt keine Zweifel. Bis er sie zu seiner Hochzeit mit der perfekten Kellnerin Jana einlädt. Auf der Hochzeit zieht sich Olivia auf die Toilette zurück. Nichts ahnend macht sie die Begegnung mit einer männlichen (!!!) Fee, die ihr einen Wunsch erfüllt. Kurz darauf findet sie sich in London mit einem Frosch in der Tasche wieder. Hat sie sich noch kurz zuvor gewünscht, ihr Traumprinz würde sich in einen Frosch verwandeln, versucht sie es nun mit der Hilfe von einer Hexenvereinigung, die ihren Sitz im verzauberten London hat, wieder in den Griff zu bekommen. Ihr Märchenprinz, der nun ein Frosch ist, wird von der Hexe Lady Grey unter Verschluss gehalten. Olivia ist völlig verzweifelt und ist ganz kurz davor den Verstand zu verlieren. Doch William Shakespeare, die größte Magierin und eine Katze stehen ihr mit Rat und Tat zur Seite und so versucht sie ihren Frosch zu retten.


Das Buch lässt sich total flüssig lesen. Toman beweist einen hervorragenden Schreibstil mit einer gelungenen Wortwahl und Ausdrucksweise, die immer zu jeder beliebigen Situation passt.
Größtenteils ist das Buch sehr humorvoll und brachte zumindest mich alle paar Seite zum Lachen. Ein richtiges Gute – Laune – Buch. Auch wenn zum Schluss der Humor durch Spannung ersetzt wird.
Mir hat London als Schauplatz unheimlich zugesagt. Ich war letzten Herbst im London und die Bilder der Umgebung bzw. der gesamten Innenstadt waren noch sehr präsent. Dementsprechend hatte ich auch einige Bilder im Kopf. Und dazu muss ich sagen, dass die Autorin London so beschreibt, wie ich es empfunden habe. Also wer London noch nicht gesehen, weiß spätestens nach „Hexendreimaldrei“ wie es ausschaut =)
Meine Lieblingsstellen sind jene mit William Shakespeare. Als die Statue, wie durch Zauberhand, zum Leben erwacht und einen Plausch mit Olivia hält. In diesem Moment einfach überwältigt. Ich denke, Shakespeare hätte sich zu Lebzeiten nicht besser ausdrücken können. Die lebendige Statue wirkte so real und ich denke, wenn ich einmal an ihr vorbeigehen sollte, versuche ich auch mal mit ihm ins Gespräch zu kommen *grins* Also es wirkte in jenen Momenten einfach unheimlich real, so absurd das nun klingt.
Außerdem zeigt Toman einmal mehr, dass Katzen mehr, als nur faul im Bett herum schnurren können. Denn auch hier spielt eine(Jede)Katze (Was dies genau bedeutet klärt sich zum Ende hin auf ^^) eine große Rolle, die Olivia im Hexenhauptquartier zur Seite steht. Hier wird dem Leser klar: Katzen sind ihr eigener Herr. Besser, als in diesem Buch, hätte es nicht dargestellt werden können.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass „Hexendreimaldrei“ zu der leichten Literatur gehört. Ich würde es nicht anspruchslos nennen, aber es ist tatsächlich leichte Kost. Was ja nun wirklich nicht verwerflich ist.
Im Grunde kann man sagen, dass dieses Buch von einer pulsierenden Ader von Humor durchzogen ist. Zum Anfang hin mehr, aber später nicht ganz fort. Das Buch beinhaltet einige zauberhafte Begegnungen und jeder, der anschließend nicht versucht das Hexenhauptquartier zu googlen, hat nicht aufmerksam gelesen…

Sehr empfehlenswert!

1 Kommentare

  1. Eine männliche Fee ist doch nichts außergewöhnliches, jederman kennt doch wohl Dschinnie aus Aladdin! 🙂
    Was die faulen Katzen angeht…die SIND faul! Nur weil sie in Büchern Rollen einnehmen, machen die das im normalen Leben noch lange nicht. Sie sind natürlich ihr eigener Herr, aber das wirkt manchmal so verdammt arrogant! ^^
    Ansonsten hört sich das Buch recht interessant an…aber sorry, nicht für mich. Ich habe sowas eher als Kind gelesen, was auch ein Grund ist, warum ich diesen neuen modernen Fantasykram nicht mag. Ich hab jedoch auch mal ein Buch gelesen das in London spielte, da wurde die Stadt genauso gut beschrieben. Ich war nämlich auch mal da 🙂

    AntwortenAntworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.