Rezension: Poppy Shakespeare

Diesmal stammt die Rezension von Linda. Das Buch, welches sie rezensiert hat, habe ich auch, aber noch nicht gelesen. Aber schon nachdem ich es gekauft habe, hat mich eine Bloggerin darauf aufmerksam gemacht, dass das Buch nicht so toll ist…

Poppy Shakespeare ist ganz normal. Zumindest war sie das bis zu jenem Tag, als sie sich auf eine neue Stelle bewarb. Beim Vorstellungsgespräch eröffnet man ihr, dass sie an einer schweren Persönlichkeitsstörung leide; das hätte der Eignungstest ergeben. Und schon fährt der Krankenwagen vor, der Poppy in die Psychiatrie bringt.

Das Cover ist ansprechend gemacht mit dem Pillenfläschen und den Pillen drauf. Und auch der Titel „Poppy Shakespeare“ scheint vielversprechend zu sein. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von N, langjährige Patientin in der Psychiatrie. N hat eine leicht vulgäre Aussprache und einen langweiligen Erzählstil. Durch die kurzen Kapitel (manchmal nur eine Seite lang) wird der Lesefluss massiv gestört. Auch die komischen Namen (MittleklasseMichael, KantinenCarol, ZweiterStockPaolo) stören mich nach gewisser Zeit massiv. Der Anfang ist verworren, die Gedanken von N sind für mich recht schwer nachzuvollziehen. Poppy taucht anfangs gar nicht auf. Der Klappentext täuschte mich über die Tatsache hinweg, dass Poppy nicht selbst erzählt, bzw. dass die Geschichte nicht mit dem Einstellungsgespräch beginnt. Die angegebenen Rezensionen versprechen: „…lässt einen laut auflachen…“; „…geistreich, wild und lustig…“; „…Kult-Potential…“ Ich habe bisher nichts davon entdeckt. Allan gelingt es nicht, N realistisch zu erscheinen lassen. Ich will nicht wissen, wie das mit den anderen Protagonisten ist.

Vorneweg: Mich hat das Cover, der Text und der Klappentext blind gemacht. Und ich habe das Buch NICHT ausgelesen (bis Seite 26). Aber der Anfang hat mich erschüttert. Ich selbst habe bereits mehrere Psychiatrien gesehen, von innen und somit auch die Bewohner und die Versorgung (rein beruflich), aber dieses Bild, dass Allan auf den ersten Seiten schon hinklatscht, ist absolut nicht zu vergleichen. Ich weiß nicht, wie die Situation in England ist, aber das Bild ist doch total verfälscht. Vielleicht wollte Allan eine ironische Geschichte erschaffen. Vielleicht auch nicht. Vielleicht wollte sie gerade solchen Leuten wie mir dieses Werk unter die Nase reiben und mich auf irgendwas stoßen. Nun, dass einzigste worauf ich komme, ist: Clare Allan kann gar nicht schreiben. Sie hat absolut den falschen Beruf ausgewählt.

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