Ich lese gerade: Bridie und Finn

Vor ein paar Wochen habe ich das Buch bei Amazon entdeckt und mir bestellt. Bridie und Finn: Die Geschichte einer Freundschaft spielt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in den USA. Finn, eigentlich Timothy Finnegan, geht in die vierte Klasse, als die neue Mitschülerin Bridget Mary O’Connor, genannt Bridie, in seine Klasse kommt. Bridie nimmt kein Blatt vor dem Mund, sagt, was sie denkt und hängt vom ersten Tag an wie eine Klette an Finn. Diesem gefällt das gar nicht. Schließlich zieht Bridie mit ihrem Vater in Finns Straße, der Livery Street. Darüber freut er sich gar nicht, doch irgendwann merkt er, dass Bridie doch ganz in Ordnung ist. Bridie und ihr Vater gehören von nun an zur Familie.
Zusammen erleben sie Höhen und Tiefen. Der Krieg verändert vieles, auch in der Livery Street. Dann sind da noch die Alkoholprobleme von Laurie, Bridies Vater und die Erkrankung von Finns Mutter Mae.

Über den Autor Harry Cauley habe ich bis jetzt wenig herausgefunden. So wüßte ich gerne, ob und inwieweit das Buch autobiographisch ist.
Bridie kommt mir etwas unrealistisch vor. Als sie ihre neue Klasse betritt, sagt sie: „Nonnen hasse ich noch mehr als die Japse.“ Dazu muss man wissen, dass sie nun in einer katholischen Schule, die von Nonnen geführt wird, ist und der Angriff auf die Pearl Harbor etwa einen Monat zurückliegt. Kurz darauf sagt sie: „Wir könnten diese alte Nonne abmurksen (…)“. Das sagt sie, während die Schwester, mit der sie Unterricht haben, gerade ein Nickerchen hält.
Trotzdem: ein schönes Buch über Freundschaft, Familie und Krieg. Cauleys Schreibstil ist nicht hoch und man kann gut schmökern.
Momentan bin ich etwa bei der Hälfte des Buches.

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