Veränderungen in der Blogosphäre

Veränderungen gehören nicht nur zum Leben dazu. Auch im Internet spürt man sie. Besonders in der Blogosphäre. Kürzlich erst schrieb Konna darüber, dass Bloggen langweilig geworden wäre. Liest man sich mehrere Blogs durch, merkt man, dass im Prinzip überall das gleiche steht: monatliche/wöchentliche Instagram-Fotos, Shopping-Ausbeute, aktuelles Outfit, Rezepte, DIY (Sorry, gibt’s ja auch bei mir) etc. Ich möchte an dieser Stelle auch Jennys Tweet zitieren.

Gibt es auch noch Ex-Private-Blogs, die keine Rezepte posten? Nehme gerne Linktipps an. Danke.

Es stimmt. Irgendwie postet nun fast jeder Blogger, der früher von seinem Leben erzählt hat, Rezepte oder eben anderes (siehe oben). Kaum ein Blog ist mehr individuell. Auch meiner nicht.
Private Dinge aber interessieren doch keinen. Von der Arbeit zu schreiben, ist auch nicht unbedingt von Vorteil. Modebloggerinnen haben da ein viel aufregenderes Leben als wir Normalos.
Was kann man tun, damit sich die Blogs wieder voneinander unterscheiden? Einfach den Blog aufgeben ist ja auch keine Lösung.

4 Kommentare

  1. Diese ganzen Mode-, Rezept- und DIY-Blogs haben ihre Berechtigung. Aber sie sollten von Anfang an monothematisch ausgerichtet sein. Ansonsten frustriert es den Leser nur, wenn ein ursprünglich wilder Mix auf einmal zum Einheitsbrei wird.

    Ich denke, ein Blog sollte immer auch zentraler Anlaufpunkt für Alltägliches sein. Meinen habe ich so umgebaut, dass alle Inhalte, die ich „mal eben“ auf Facebook oder Twitter poste nun dort landen. Gemischt wird das ganze mit Themen die mich grade beschäftigen, technischen Erklärungen oder einfach etwas, das mich aufregt. Letztlich irgendwas in Richtung „Katalysator des Alltags“.

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  2. Ich finde es sehr schade, dass kaum noch Anspruch auf Qualität gelegt wird. Sehr viele Blogs posten nur noch random irgendwelche Fotos – die zwar ganz nett sind, aber nicht mehr. Da blutet mir immer ein wenig das Herz.

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  3. Die Blogosphäre ist durch Twitter und Facebook so was von verkommen, verstrahlt und degeneriert, dass mir die Worte fehlen. Statt dass man Twitter und FB als nices Neben-Medien sieht und das eigene Blog als Hauptmedium, um vernünftig geschriebenen Inhalt zu präsentieren, nein! Hier ein beliebiges Instagram, alles mit der Handycam, mal schnell einen sinnfreien Tweet in die Welt gejagt…kein Wunder, dass niemand mehr Bock auf Blogs hat. Die meisten überfluten heutzutage nur noch die Welt mit Kleinkram und kupfern ab, wenn sie denn mal einen Blogartikel schreiben. Und die Konsumenten? Die lesen doch gar nicht mehr, die haben schon einen Krampf im Daumen vom Durchzappen und Weiterscrollen. Und warum? Weil alles beliebiger, langweiliger Scheiß ist, den man schon 100mal woanders gelesen hat und der noch nie interessant war.

    DIY, Outfit und TechNews – prima kopierbar, ganz im Still von Twitter. Mit irgendeinem lizenzfreien Bild illustriert, zack!, schon ist der maschinell-belanglose, hirnlose Blogpost fertig. Ich habe Bloggen immer als kreatives Medium verstanden, aber wenn ich mir anschaue, wie ehemals kreative Menschen, die immer etwas zu sagen hatten, plötzlich zu Blöd-Twitterern mutieren, dann frage ich mich, wer denen das Hirn zershreddert hat.

    In meinem Blog habe ich immer versucht, eine interessante Mischung aus persönlichen Dingen, Tipps, Videos und anderen Themen, von denen ich meinte, dass sie vielleicht für Andere lesenswert sein könnten, zu präsentieren. Wenn’s geht, auch mit echtem Mehrwert, z.B. Reisetipps, die in keinem Marco-Polo-Reiseführer stehen oder Tipps, wo man sich sonst stundenlang alles zusammengooglen muss. Und wenn schon Mainstream und Top-Themen, dann irgendwie vernünftig aufbereitet. Alles so, damit der Leser denkt: „Klasse, wieder was dazugelernt! Die Tipps konnte ich gebrauchen.“ Scheint aber leider so, dass diese Art der Content-Erzeugung ausstirbt. Scheiß-neue Copy-and-Paste-Welt mit austauschbarem Müll, den jede andere News-Seite schon Stunden vorher berichtet hat. Einfach mal nebenbei in’s Smartphone getippt und dann wieder schnell vergessen. Früher nannte man sowas „Grundrauschen“. Was es auch ist.

    Aber hey, ich mache trotzdem weiter. Weil ich einfach Bock drauf habe 🙂

    @Rena: warum fügst Du Dich in Dein vermeintliches Schicksal? Warum denkst Du, dass Du Dich unweigerlich dem Trend beugen musst, den Du in diesem Artikel anprangerst?

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  4. Finde es auch etwas schwierig… einerseits würde ich gerne mehr privates posten, andererseits will ich auch mein Privatleben nicht im Internet breittreten 😉 Ist irgendwie so ein Zwiespalt. Aber ja, 90% der Blogs sind inzwischen immer dasselbe. Meistens sind es aber die Fashionblogs, die besonders erfolgreich sind. Kenne zumindest keinen „privaten“ Blog der annährend so viele Leser wie ein bekannter Fashionblog hat. Schon irgendwie schade…

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