„Wie lange noch“ – Gastrezension

Hi, ich darf mich kurz vorstellen: Mein Name ist Christiane und ich stelle euch hier heute ein Buch vor. Diese und weitere Rezensionen findet ihr übrigens auch auf meinen eigenen kleinen Blog, der unter sponsili.de zu finden ist. 

„Wie lange noch“, ist ein Jugendroman von Rainer Schmidt. Es erschien 2008 im Kiepenhauer und Witsch Verlag. Das Buch ist broschiert und umfasst 352 Seiten. Erhältlich ist es im Buchhandel oder über Amazon zu bestellen für knappe 10 Euro.

In diesen Roman geht es um Felix: Felix wird 18, es ist Sommer, die letzten Sommerferien vor dem Abi, bis die knallharte, schonungslose Welt auf einen zu kommt. Er und seine Freunde hängen gemeinsam ab, trinken, kiffen und haben natürlich auch Mädchen im Kopf. Felix selbst seines Zeichens hoffnungslos verliebt immer noch in seine Ex, hofft inständig darauf, dass sie zu ihn zurück kommt. Aber Nadja, seine Ex, hat eben jenes nicht im Kopf. Aber für den Jungspund Felix gibt es auch ein zwei Aufeinanderprallungen mit dem weiblichen Geschlecht. Aber wäre das nur seine einzige Sorge – immerhin ist das Pflaster in der Stadt in der er wohnt gefährlich. Könnte doch an jeder Ecke einer von der Schlägertruppe auf ihn warten und ihn den Kiefer brechen.

Rainer Schmidt versucht in seinen Erstlingswerk die Jugendkultur darzustellen, was sie wohl in den sechs Wochen Sommerferien, alleine zuhause, in einer gefährlichen Stadt, überleben. Dabei schafft er es in nur wenigen Textpassagen einigermaßen es zu treffen.

Wie lange noch? Diese Frage stellte ich mir auch das ganze Buch über.
Es war nicht die Frage danach, wann dieses Buch die Wende macht, sondern eher, wann dieses Buch endlich zu Ende ist. Hatte es sich doch so gut angehört, die Kunderezessionen waren gut, das kleine Video, wo jemand aus ihm vorlas, klang lustig. Aber jedoch wurde ich von diesen Buch enttäuscht. Es ist ziemlich überspitzt und surreal geschrieben – wo man sich fragt: In welcher Stadt geht es bitte schön so sehr mit der Jugendgewalt ab?
Das Buch kommt nur auf seine Seitenanzahl, weil der Autor Situationen ausschreibt als gäbe es keinen Morgen danach. Es geht nur um einen Sommer. Um die Sommerferien, die so absurd beschrieben werden, dass man seine eigenen Sommerferien nicht damit zubringen sollte, dieses Buch zu lesen.

Oftmals musste ich stellen zwei-, dreimal lesen um letztendlich den Satz in meinen Kopf so sortiert zu haben, dass es für mich nicht nur die zusammenhangslose Aneinanderreihung komischer Wörter war, sondern auch einen Sinn ergab. Auf Grund des Satzbaues ist dieses Buch nicht nur inhaltlich schwer zu verstehen, sondern auch sprachlich und von daher auch nicht als „mal eben schnell im Freibad zu verschlingen“ geeignet.

Vielleicht vermag es auch dadran liegen, dass ich eher von Krimis und Thrillern begeistert bin, wo es Spannung und Action gibt, als einen Roman zu lesen, der sich lediglich um sozusagen langweilige 6 Wochen Nichtstun dreht.

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