Vom Traum, ein Buch zu schreiben

Es gab mal eine Zeit, da habe ich ganz viel geschrieben. Geschichten. Seitenweise. Blöckeweise. Alles von Hand. Auch am Computer habe ich oft viele Word-Seiten mit Text gefüllt. Das meiste war langweilig. ZU viele Dialoge, keine Handlung. Ganz früher, als ich gerade schreiben konnte, bestanden meine Geschichten nur aus ein paar Sätzen bis wenige Seiten. Sinn ergaben die ersten schonmal gar nicht. Zudem strotzten sie vor Fehlern. Mein Bruder spielte dann Lehrer und korrigierte sie, gab mir Noten.
Lange habe ich nichts mehr geschrieben. Zwar schreibe ich immer noch sehr gerne von Hand, besitze gerne schöne Notizhefte und Kalender. In meiner Handtasche sind mehrere Kugelschreiber versteckt. Doch an eine Geschichte habe ich mich nicht mehr gewagt.
Warum eigentlich nicht? Zum Einen fehlten mir die Ideen, zum Anderen die Motivation. Trotzdem schwirrt mir schon seit längerer Zeit eine Idee durch den Kopf. Inspiriert durch meinen Arbeitsplatz. Heute Vormittag habe ich mich dann rangesetzt und eines meiner drei EXERCISE a von paperscreen (vorgestellt hier) aufgeschlagen und mit ersten Ideen gefüllt. Erst habe ich mir eine kleine MindMap erstellt und eine Personenübersicht begonnen. Ein paar Sätze habe ich ebenfalls schon getippt.
Schreiben fällt mir leichter als sprechen. Ich will damit nicht sagen, dass ich eine großartige Schriftstellerin bin oder werde. Es ist aber so, dass ich mich beim Reden verhaspel, über meine eigenen Worte stolpere und mitten im Satz versuche, einen neuen zu formen oder einfach den Faden verliere. Mündlich ausdrücken ist nicht mein Ding. Beim Schreiben kann man immer den Satz neu beginnen, verändern, ohne, dass es jemand merkt. Man gerät nicht ins Stottern, kann in Ruhe nachdenken.
Als Kind wollte ich Autorin werden. Zum Vorbild nahm ich mir die Sattelclub-Reihe (der Link führt zu den ersten beiden Teilen. Damals sahen die Bücher so aus. Anscheinend sind sie auch verfilmt worden, denn bei Amazon gibt es sie als DVD zu kaufen. Ausgestrahlt wurde die Serie im KIKA). Ich war damals selber erst 12 oder 13 Jahre alt. Später gab es dann noch eine Reihe, in der die drei Mädchen älter sind (16/17). Mittlerweile habe ich fast keines der Bücher mehr – und ich hatte viele! Damals haben die so um die 12 DM gekostet. Gekauft habe ich sie immer in der örtlichen Buchhandlung. Solche Bücher wollte ich auch schreiben!
Aber keine Sorge! Das, woran ich im Moment „arbeite“ hat nichts mit Pferden zu tun. 😉 Was auch gut ist, denn ich durfte als Kind nie reiten lernen und habe auch keine Ahnung von diesen Tieren. Nein, meine Sattelclub-Phase ist schon lange vorbei.

Aber jetzt werde ich erstmal etwas lesen. Mit Addition bin ich bald durch. Dazu wird es auch eine Rezension geben.
Gute Nacht!

7 Kommentare

  1. Du kannst dir deinen Traum ja privat erfüllen. Es muss ja nicht immer ein Buch sein, welches von Millionen von Menschen gelesen wird. Es reicht ja auch ein Buch, welches du an deine Freunde verschenken kannst.

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  2. Und mit Books on Demand kannst es auch drucken 🙂

    Und: Sattleclub hab ich auch gelesen 😀

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  3. @Sven: Das kann man ja eh machen, bevor man es überhaupt als Buch rausbringt. Aber so ein echtes Buch… mit meinem Namen drauf, das wäre schon was.

    @Chrissy: stimmt, aber das ist auch recht teuer, meine ich.
    yeah, Sattelclub!!! <3<3<3<3<3 :D

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  4. Träume zu haben ist doch was schönes, es zu schaffen dass sie Realität werden, das ist doch noch schöner…
    Warum sollte es nicht klappen – und selbst wenn es halt, wie Sven und Chrissy anmerkten, nur eine Kleinstauflage für Freunde und Bekannte wird.

    Einer meiner Träume wird auch immer mehr zur Realität – und grad bei dem hätte ich es am wenigsten geglaubt 😉

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  5. @Chrissy: Verwandte und Freunde wissen es sicher sowieso besser zu schätzen…

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  6. Ich weiß genau was du meinst, wenn du sagst:

    Es ist aber so, dass ich mich beim Reden verhaspel, über meine eigenen Worte stolpere und mitten im Satz versuche, einen neuen zu formen oder einfach den Faden verliere. Mündlich ausdrücken ist nicht mein Ding. Beim Schreiben kann man immer den Satz neu beginnen, verändern, ohne, dass es jemand merkt. Man gerät nicht ins Stottern, kann in Ruhe nachdenken.

    Genauso gehts mir auch! Manchmal will ich was sagen, aber merke schon beim Formen des Satzes, das es wohl eh nichts wird und halte dann die Klappe …

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