Rezension: Addition von Toni Jordan

Die Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe. Der deutsche Titel lautet Tausend kleine Schritte.

Das sagt der Klappentext

Grace Lisa Vandenburg counts. The letters in her name (19). The steps she takes every morning to the local cafe (920). The number of poppy seeds on her orange cake, which dictates the number of bites she’ll take to eat it. Grace counts everything, because that way there are no unpleasant surprises. Seamus Joseph O’Reilly (also a 19) thinks she might be better off without the counting. If she could hold down a job, say. Or open her cupboards without conducting an inventory, or leave her flat without measuring the walls. Grace’s problem is that Seamus doesn’t count. Her other problem is …he does. As Grace struggles to balance a new relationship with old habits, to find a way to change while staying true to herself, she realises that nothing is more chaotic than love.

Rezension
Grace lebt alleine in einer kleinen Wohnung. Alle Dinge, die sie tut, macht sie zur immer gleichen Zeit. Beim Essen zählt sie ihr Kauen. Beim Gehen ihre Schritte. Sie isst den immer gleichen Kuchen in ihrem Stammcafé an ihrem Stammplatz nach einem bestimmten Schema. Sie muss ihn aufteilen in viele kleine Stücke. Ihr Alltag besteht aus dem Zählen. Ihr Leben wird durch diesen Zwang bestimmt. Diese Störung trägt den Namen Arithmomanie. Sie vergöttert Nikola Tesla und hat ein gerahmtes Foto von ihm neben dem Bett stehen, denn auch er war den Zahlen verfallen. Ebenso wie Grace litt auch Tesla wahrscheinlich unter Zwangsstörungen.
Grace stört sich nicht an ihrer Erkrankung. Auch, wenn sie dadurch ihren Job als Lehrerin verloren hat und Therapien und Medikamente versucht hat. Gerät ihre Routine aus den Fugen, wird sie panisch. Sie hat aber nicht das Gefühl, etwas verbessern zu müssen.
Allerdings sieht das jemand anders: ihr neuer Freund Seamus. Er möchte ihr helfen und es scheint, als würde das auch klappen. Nach und nach erfährt er, was in Graces Vergangenheit vorgefallen ist, was der Auslöser für ihre Krankheit sein könnte.

Meine Meinung
Wer jetzt denkt „Nicht schon wieder ein Buch über psychische Krankheiten…“ hat sich aber gewaltig getäuscht. Denn auch diesmal ist das Buch kein klassisches Buch über eine Erkrankung, sondern darüber, dass man auch damit leben kann. Außerdem ist Addition eine Liebesgeschichte, aber auch die ist nicht wie eine typische. Das Ganze ist eine schöne Mischung aus Liebesgeschichte und Geschichte einer Erkrankten. Ich finde das Buch wirklich schön!
Aber ich war zu Beginn etwas irritiert, denn:

For the actual winter months of June, July and August (…)
Seite 13

Hä? Winter im Sommer? Achso, die Autorin ist Australierin und dort spielt die Geschichte auch.
Auch dieses Buch solltet ihr lesen! 🙂

Zitate

Counting became, and remained, my secret.
Seite 5

Most people miss their whole lives, (…). (…), life isn’t when you are standing on top of a mountain looking at the sunset. Life isn’t waiting at the altar or the moment your child is born (…). These are fragments. (…) These are not life. Life is brushing your teeth or making a sandwich or watching the news or waiting for the bus. Or walking. Every day, thousands of tiny events happen and if you’re not watching, if you are not careful, if you don’t capture them and make them count, you could miss it. You could miss your whole life.
Seite 241

weitere Bücher der Autorin:
deutsch
Die schönsten Dinge

englisch
Fall Girl
Nine Days

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