Kreatives Schreiben: Writing Prompts

Das Schreibfieber hat mich wieder gepackt. Es wurde aber auch Zeit! Auf der Suche nach Inspirationen stieß ich bei Pinterest auf die Daily Writing Prompts von Sarah Selecky, einer kanadischen Autorin, die kreatives Schreiben unterrichtet. Diese kleinen Prompts, also Stichworte, gefielen mir direkt und so pickte ich mir eins aus und begann zu schreiben.

Write a scene about what she found in that notebook on the seat next to her.

Stille machte sich in dem fast leeren Zugabteil breit. Nur das gleichmäßige Rauschen des Hochgeschwindigkeitszuges war zu hören, während draußen die graue Winterlandschaft vorbeizog. Langsam wurde es dunkel. Regen klatschte gegen die Scheiben.
Sie lehnte den Kopf gegen die Kopfstütze und drehte ihn so, dass sie hinaus blicken und das schräg weg fließende Wasser beobachten konnte. Sie wurde schläfrig.

Als sie wieder aufwachte, war es dunkel draußen. Das Abteil hatte sich etwas gefüllt und hier und da waren gedämpfte Gespräche zu hören. Der Sitz neben ihr war frei. Vorhin hatte dort ein älterer Herr gesessen. Nun lag dort, auf dem Sitz, ein altes Notizbuch mit einem Ledereinband. Es war dick und sah sehr mitgenommen aus. Sie sah sich im. Von dem Herrn war keine Spur zu sehen. Möglicherweise war er ausgestiegen und hatte das Notizbuch vergessen.
Sie nahm das Buch und schlug es auf, in der Hoffnung, Hinweise auf den Besitzer zu finden. Ein hastig geschriebener Zettel fiel heraus:
12. Dez. 13, 20 Uhr, Elisabeth Schneider, Frankfurt/Main
Das sah nach einem Treffpunkt aus. Sie überlegte kurz. Heute war der 12. Dezember. Doch von Frankfurt war der Zug noch eine halbe Stunde entfernt. Wo war der Besitzer des Buches? War er nur mal eben aufgestanden, um auf die Toilette zu gehen oder im Bord-Restaurant etwas zu essen?

Wie gefällt euch meine Umsetzung? Habt ihr auch schon mal solche kleinen Schreibübungen gemacht?

4 Kommentare

  1. Hm… fuer meinen Geschmack ist es zu simpel, sprachlich ausbaufaehig. Bin zugegebenermaßen kein Profi, aber mir fehlt einfach irgendwie das „Innenleben“…

    So kleine Schreibuebungen mache ich nicht, frueher vielleicht, mit „Wortgeneratoren“, die 3-4 Woerter ausspucken, zu denen man was schreiben kann – ich wage mich dieses Jahr aber wieder an den Nanowrimo (National Novel Writing Month), 50.000 Woerter in 30 Tagen. Ich werde gnadenlos scheitern…

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  2. Danke für das Feedback. 🙂

    An diesem Nanowrimo hab ich mich nie versucht, weil mir 50.000 Wörter in 30 Tagen sooo viel vorkommt. Wie soll man das denn schaffen?

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  3. @Verena: Ich glaube, man nennt es Durchhaltevermoegen oder Ehrgeiz 😉 … ich habe es in den 2 Versuchen, die ich bisher hatte, nie geschafft.

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