Thursday-Special: Das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg #14

Unter dem Namen Thursday-Special berichte ich wöchentlich über meinen Weg zum Abitur.

Noch eine Woche bis zum Semesterende und zur Zeugnisvergabe. Großes Thema heute: Wie werden die drei Klassen zusammen gewürfelt? Wer ist mit wem in einer Klasse? Mit wem wollen wir nicht in einer Klasse sein? Der Grund dafür ist, dass einige sitzenbleiben bzw. aufhören und deswegen die Klassen kleiner werden. Gleichzeitig kommen aber von oben, also aus dem jetzt noch zweiten Semester, welche runter zu uns. Wegen Lehrermangel werden aber aus drei Klassen zwei gemacht. Heute hieß es dann von einigen Studierenden1, dass nach dem Losverfahren die Studierenden verteilt werden. Das bedeutet, dass wir uns unter Umständen an eine neue Klasse und auch andere Lehrer gewöhnen müssen. Einerseits ist das schade, denn wir haben uns jetzt so gut eingelebt in unserer Klassengemeinschaft. Aber andererseits beginnt ab dem dritten Semester eh die Kursphase. Ob wir uns jetzt ein Semester vorher schon dran gewöhnen oder nicht – am Ende sind wir eh nicht mehr alle zusammen.

Wie die Klassen schließlich aufgeteilt werden, erfahren wir am Dienstag.

Die Zeugnisnoten stehen seit heute fest und ich muss sagen: Wow, besser als gedacht! Es freut mich, dass ich so gute Noten bekomme – auch in den Fächern, die bisher eher meine Schwächsten waren. Zum Teil muss ich mündlich etwas mehr tun und bei anderen Fächern hoffe ich außerdem, meine Note halten zu können. Gerade im sprachlichen Bereich wäre es schade, wenn meine Noten absacken würden. Meine Deutschnote weiß ich leider noch nicht, hoffe aber auf eine gute Note. Ich ärgere mich immer noch über die erste Klausur. Montag bekommen wir die zweite wieder. Ich habe ja kein gutes Gefühl und gerade bei Deutsch ärgere ich mich über eine 3, weil ich es eigentlich besser kann. Das haben meine Leistungen in den vorherigen Schulen eindeutig bewiesen.

Dienstag fuhren wir übrigens mit der ganzen Stufe nach Bonn. Zunächst führte der Lehrer uns etwas durch die Stadt und erklärte wichtige Merkmale. Die Führung war für mich recht uninteressant, da ich ja nun seit 2005 regelmäßig und mehrmals im Jahr nach Bonn fahre. Sogar die Mensa2, in der wir waren, kannte ich schon. Das Essen war… naja, wie in einer Mensa eben.
Anschließend ging es dann zum Haus der Geschichte. Im vergangenen Jahr war ich mit meinen Eltern und meinem Bruder da, allerdings nur im Römer-Keller. Wir schauten uns am Dienstag jedoch eine andere Dauerausstellung an. Unser Thema in Geschichte ist Deutschland nach 1945 und dazu gibt es im Haus der Geschichte eine große Ausstellung.

Wir wurden in Gruppen durch die Ausstellung geführt. Unser Guide hat den Rundgang sehr interessant und lebendig gestaltet, sodass die 90 Minuten wie im Flug vergingen. Andere sahen das zwar anders, aber gut.

Der Tag war lang und so war ich abends richtig kaputt. Doch ich mag Bonn und der Tag hat sich gelohnt. Leider konnte ich meinen Bruder nicht treffen, da er keine Zeit hatte. Das war jetzt das erste Mal, dass ich in Bonn war, ohne ihn gesehen zu haben.

Immerhin habe ich auf dem Rückweg in Köln aber meinen Freund getroffen, der Feierabend hatte und nun ebenfalls mit dem Zug nach Hause fuhr.

So ein Tag mit der ganzen Stufe ist ganz lustig und man lernt auch noch die anderen kennen, die man bisher nur in der Schule mal gesehen hat. Mit meiner Klasse habe ich wirklich Glück, wie ich dabei feststellen musste. 😉

 

  1. wir werden nicht Schüler genannt, sondern Studierende. Klingt ja auch schöner. 😉
  2. Nassestraße

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