Short Stories: I Love To Blog & Bloggen ist Arbeit

Das Foto habe ich gestern bei einem kleinen Spaziergang gemacht. Ist er nicht niedlich?

Über Anne aka neontrauma stieß ich auf die Aktion Short Stories von Jolijou. Anne hat diese Aktion mit der des Blogger Forums kombiniert, denn dort geht es diesmal um das Thema „Bloggen ist Arbeit„. Auch Christiane hat dazu etwas geschrieben.
Bei der Aktion Short Stories geht es diesen Monat um das Thema „I Love To Blog“ und passt somit richtig gut zu der Aussage „Bloggen ist Arbeit“. Ich möchte euch hier erzählen, wie ich das sehe und warum ich es liebe, zu bloggen.

Früher

Als ich vor grauer Urzeit anfing zu Bloggen, existierten die meisten der heutigen großen Blogs noch gar nicht, denn es war ca. 2004, als ich myblog.de entdeckte. Damals war ich fast 20 Jahre alt, ich holte gerade meine Fachoberschulreife nach und mir ging es psychisch noch lange nicht so gut, wie heute. Das Internet war für mich eine Art Zufluchtsort. Hier tobte ich mich aus, chattete, schrieb in meinen Blog, kotze mich aus und fühlte mich wohl.
Die Jahre vergingen und ich hatte immer noch Spaß am Bloggen. Jedoch erkannte ich irgendwann, dass es nicht so gut ist, gewisse Dinge zu schreiben. Also spezialisierte ich mich auf das, was sonst gerade angesagt war im Internet: Ich bot gepixelte Sachen an (als Smilies etc) und schrieb Tutorials für GIMP. Ich bloggte passwortgeschützt und später änderte ich dann mein ganzes Konzept. WordPress, Bücherblog, ihr kennt das.

Und heute?

Nun bin ich, wo ich jetzt bin: Ich bin ein alter Hase im Bloggerbusiness, habe meine Stammleserschaft und das Schreiben macht mir wahnsinnig viel Spaß. Ich liebe es zu recherchieren, zu schreiben, Fotos zu machen, ich verschlinge Bücher. Mit manchen Artikeln verdiene ich Geld – ja! Und wisst ihr, dass ich es sogar gerne tue? Geld für etwas zu bekommen, was einem Spaß macht – warum nicht? Solange es sich im Rahmen hält und die Persönlichkeit des Blogs nicht darunter leidet, ist das absolut in Ordnung.

Persönlichkeit ist ein wichtiges Stichwort. Manche Blogs verlieren ihre Persönlichkeit durch Werbung, perfekt in Szene gesetzte Fotos und so weiter. Das möchte ich nicht. So, wie ich hier schreibe, rede ich auch1. Ich bin so, wie ich mich hier präsentiere. Für Fotos mache ich nicht erst alles ordentlich und inszeniere etwas. Ich brauche keinen tollen Untergrund. Das, was vorhanden ist, wird genutzt: zum Beispiel der Laminatfußboden oder die schwarze Schreibtischunterlage.

Wer Spaß daran hat, für Fotos erst alles zu dekorieren oder auf eine Wiese zu gehen, kann das auch machen. Mir persönlich ist das alles viel zu aufwendig. Ich bin nämlich etwas faul und zudem hätte ich viel zu viel Angst vor den Blicken der Menschen um mich herum, nur, weil ich mit sämtlichen Sachen im Wald/auf der Wiese, mitten auf der Straße hantiere oder gar selber vor der Kamera posiere.

Aber warum liebe ich das Bloggen?

Ganz einfach: weil ich damit Dinge verbinden kann, die ich mag und gerne machen. Nämlich das Lesen, Schreiben und Fotografieren. Rückmeldungen zu erhalten, ist das Schönste, was einem Blogger passieren kann. Auch Kritik2 kann toll sein, weil sie mich weiter bringt.
Bloggen ist für mich Austausch, interessante und nette Menschen kennenlernen und Spaß!

Kann man Bloggen als Arbeit bezeichnen? Ist das Backen für eine Hobbybäckerin „Arbeit“? Arbeit klingt nach etwas, was man machen muss. Müssen wir bloggen? Müssen wir all diese „Arbeit“ in den Blog stecken? Müssen wir für Fotos alles zurecht machen? Nein! Bloggen sollte Spaß machen und nichts Gezwungenes sein.

Im Folgenden habe ich noch ein paar Stichpunkte aufgeführt, die beschreiben, wie ich ans Bloggen ran gehe, wie ich „arbeite“ und auch, wie so ein Tag in meinem „Blogger-Alltag“ aussieht.

Meine Blogger-Fakten

  • seit etwa 2004 – länger als die meisten großen Blogs also
  • Bloggen ist ein Hobby, würde es aber auch sehr gerne mit einem Beruf kombinieren
  • ich setze mich nicht unter Druck, gehe entspannt ran
  • schreiben macht Spaß
  • früher private Inhalte
  • heute Bücher, Alltag
  • hier bin ich, wie ich bin; ich verstelle mich nicht
  • Ideen kommen mir überall und werden dann entweder im Kalender, Notizbuch oder iPhone notiert – oft auch ganze Texte

Mein Blogger-Tag in Anlehnung an Anne

  • Haus verlassen und zum Bus gehen
  • lesend und/oder Musik hörend im Bus sitzen oder mit Bekannten quatschen
  • in der Schule sitzen, 6 Stunden oder 8
  • Mittagessen, Hausaufgaben, lernen, lesen, surfen, bloggen/schreiben, Musik hören, Foren lesen, RSS Feeds, Menschen treffen, fernsehen
  • schlafen

Jetzt kümmer ich mich mal um die Schule, denn für die vorläufige Kurswahl muss am Mittwoch der Zettel abgegeben werden. Meine LK werden auf jeden Fall Deutsch und Englisch. Außerdem wähle ich Literatur 2, also Kreatives Schreiben. Darauf freue ich mich schon seit dem ersten Semester. 😉 Welche Grundkurse ich außerdem wähle, weiß ich noch nicht genau, aber vermutlich unter anderem Informatik.
Für den Abend habe ich mir vorgenommen, meine Rezensionen fertig zu schreiben. Die wird es allerdings nicht hier geben, sondern im Magazin der Literatur Community. Für den Blog schreibe ich die Rezensionen dann um.
Morgen habe ich frei und somit viel Zeit, um Philo zu lernen3.

Habt einen schönen restlichen Montag und denkt dran:

[Tweet „Bloggen soll Spaß machen und niemand soll dazu gezwungen werden. Geht gelassen an die Sache ran!“]

  1. Okay, schlimmer, fragt mal meinen Freund. Oft purzeln die Worte nur so aus meinem Kopf, obwohl ich noch beim vorherigen Satz bin – zumindest gedanklich.
  2. konstruktive natürlich
  3. Das Fach wähle ich nicht!

3 Kommentare

  1. Hihi, ich glaube, ich kenne deinen Blog fast von Anfang an. 😉

    Ich finde es toll, wie entspannt du das Bloggen siehst – ich glaube, da sollte ich elende Perfektionistin mir mal ein Scheibchen abschneiden. 😉

    AntwortenAntworten
  2. ja, das kann sein! Ich kenne dich und deine verschiedenen Blogs ja auch schon eine gefühlte Ewigkeit. 🙂

    Ich bin halt generell eigentlich eher der entspannte Typ. Es sei denn, es geht um Klausuren/Prüfungen. Da mache ich mich gerne mal verrückt und bin weniger entspannt. Aber was solche Sachen wie meine Hobbys angeht, sehe ich das alles recht locker.

    AntwortenAntworten
  3. Arbeit ist etwas was man tun muss
    Die Phrase find ich gut. Ja, so seh ich das auch. 🙂

    AntwortenAntworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.