Sketchnotes für Schule & Uni

So sieht es aus, wenn ich mit meinem Grafiktablett male. 😉

Was sind Sketchnotes?

Am besten erklärt Mike Rohde das in seinem Buch „The Sketchnote Handbook„. Sowohl als eBook, auf Deutsch oder Video ist das Handbuch erhältlich. Auch interessant ist bestimmt das „Workbook„. Auf meiner Wunschliste steht es auf jeden Fall schon!

Zudem findet ihr auf Pinterest eine Menge an Inspirationen.

Meine ersten Versuche

Eine Zeichenkünstlerin bin ich nun wirklich nicht, aber Sketchnotes sollen aber zum Glück keine Kunstwerke sein. Viel mehr geht es darum, sich Dinge zu veranschaulichen und sie sich besser zu merken. Also perfekt für die Schule (oder Uni)!

Trotzdem versuche ich, mir Mühe zu geben und die kleinen Zeichnungen so perfekt wie möglich zu machen. Das gelingt aber nicht und ist daher etwas frustrierend für mich. Dabei sind das in Mike Rohdes Buch so einfach aus!

Material

Ich kenne mich ja: Da entdecke ich etwas, was ich ganz toll finde und unbedingt machen muss und halte doch nicht durch. So sehe ich es auch beim Sketchnoting kommen. Daher kaufe ich mir erst gar nicht irgendwelche tollen Stifte und teuren Notizbücher, sondern nehme das, was ich noch habe: die berühmten Fineliner (wenn sie nicht gerade leer sind oder auslaufen) oder Buntstifte und Bleistifte. Papier vom Collegeblock oder eines meiner diversen noch leeren Notizbücher sollten reichen und schon kann’s los gehen.

Mein Problem: Was hat der Lehrer noch mal gesagt?

Das kennt ihr bestimmt: Ihr wollt etwas mitschreiben, doch plötzlich wisst ihr nicht mehr, was ihr schreiben wolltet. So geht es mir sehr oft. Deshalb mache ich mir ungerne beim Zuhören Notizen. Manchmal kommt man da aber nicht bei rum und gerade für „später“ in der Uni ist es sinnvoll, immer fleißig mitzuschreiben (hab ich mir sagen lassen).

Daher muss ich jetzt lernen, gut zuzuhören und gleichzeitig das Gehörte zu notieren. Schreiben ist eh etwas, was ich sehr gerne mache. Wenn ich lerne, schreibe ich alles am liebsten mehrfach auf. Egal ob Vokabeln oder Definitionen. Dabei sind Sketchnotes sicher auch eine gute Hilfe.

Praxistest: Eignen sich Sketchnotes für die Schule?

Aufgrund des oben angesprochenen „Problems“ bin ich noch zwiegespalten: Sketchnotes sind eigentlich wirklich perfekt für die Schule oder Uni, da man schließlich nicht nur ruhig auf dem Stuhl sitzen muss , sondern das, was der Lehrer sagt, irgendwie aufnehmen muss. Schnell wird man müde und unkonzentriert. Die Gedanken schweifen ab… Ihr kennt das ja!

Etwas vor sich hin malen steigert die Konzentration wieder und das Gehörte so zu verinnerlichen ist eine gute Lernmethode.

Mein Fazit also

Zuhören, das Gehörte verarbeiten und aufschreiben, vielleicht mit Bildchen versehen, die das Ganze noch verdeutlichen: Besser kann man nicht lernen. Für mich sind Sketchnotes eine wunderbare Möglichkeit, konzentriert zu bleiben. Ich werde es weiter versuchen. So habe ich zum Beispiel vor, meine Mappe für Literatur (sie wird benotet und soll ordentlich sein, am besten gedruckt) statt auszudrucken, einfach per Hand zu „zeichnen“ – Mindmaps, Notizen, meine Gedichte und Texte… All das möchte ich gerne mittels Sketchnotes visualisieren und so ein paar gute Punkte sammeln. Außerdem sticht das bestimmt hervor.

 

4 Kommentare

  1. Ich glaub echt, dass es nicht einfach ist während eines Vortrags Sketchnotes zu benutzen. Du überlegst wie du es grafisch umsetzt, schreibst (bzw. malst) und musst gleichzeitig weiter zuhören.
    Wenn du zuhause selber was erarbeitest , dann ist sicher bedeutend einfacher.

    Was die teure Ausstattung angeht, so vermute ich mal, dass die einfache für dich auch voll ausreichend und auch zweckmäßiger ist. Immerhin verwendest du es ja auch dann für mehrere Fächer und da machen Ringbucheinlagen sicherlich mehr Sinn als wie Bücher. Von den Stiften wollen wir da mal ganz absehen – Fineliner sollten sicher erstmal reichen…

    Für Vorträge solltest du dann später zumindest auf unliniertes Papier umschwenken

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  2. Hi Verena,

    ich benutze auch nur die billigen Notizbücher und Papier – sonst finde ich das teure Zeug nämlich viel zu schade und man verschenkt viel Spielraum und Experimentierfreude.
    Noch ein ungefragter Tipp: Perfekt muss es gar nicht sein! Viel wichtiger ist erst einmal, Informationen zu transportieren, um das (Leser) – Verständnis zu erleichtern.

    Freue mich auf mehr Sketchnotes von Dir (bleib dran!! :-)),
    Ines

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  3. Hu… Mindmaps, ok, bin ich ein großer Fan von und am liebsten on paper und nicht am Rechner und ausdrucken. Erst mit Pfeilen und Kommentaren werden die Zusammenhänge richtig klar, also DAS leuchtet mir ein. Aber Maaaaaalen? 😀 Da bin ich ja gleich mal so unkreativ, dass ich gar nicht wüsste wie ich was visualisieren soll. Neben nen Krieg in Geschichte eine große „BOOOM“-Wolke malen, ok, das krieg ich hin, aber bei abstrakteren Themen stünde ich auch verlorenem Posten. Aber wenn du Zeit und Lust hast, würde mich in ein paar Wochen ein weiterer Eintrag hierzu interessieren 🙂

    Und was die Note für’s Heft angeht: da wird du mit einem Sketchbook definitiv punkten, denn das hat sonst ja wirklich keiner. Dennoch finde ich es absurd, dass Heftführung in der Oberstufe bewertet wird?! o_O Hallo? Ich glaube damit war bei uns in Klasse 8 Schluss.

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  4. @Stadtelch: Ich würde das, zumindest in der Schule, sowieso nur auf dem Collegeblock machen, damit ich nicht für jedes Fach ein eigenes Buch mitnehmen muss. Blöcke habe ich eh immer dabei.

    @Ines: Ich weiß, dass Sketchnotes keine Kunstwerke werden sollen, aber trotzdem versuche ich immer, alles perfekt zu machen. 😀 Aber ich habe festgestellt, dass es mir schwer fällt, zuzuhören und zu zeichnen. Da habe ich Konzentrationsschwierigkeiten. Da muss ich wohl noch was üben.

    @Alice: Na, diese Boom-Wolke wäre doch schon mal was. 😀 Ich werde mal schauen, was ich bis zum Ferienanfang produziert kriege (bisher also fast nix ;)) und zeige das dann hier. 🙂

    Wir müssen auch nur in Literatur unsere Mappe abgeben. Dann kann die Lehrerin sich unsere Texte in Ruhe durchlesen – als Klausurersatz. Wir sind ja auch keine „normale“ Oberstufe, sondern eben Erwachsene. Merkt man aber fast nichts von. 😀 Manchmal denk ich, ich wäre im Kindergarten.

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