Mein NaNoWriMo – Im März bin ich fertig

 

Image courtesy of National Novel Writing Month

Als Kind füllte ich seitenweise Collegeblöcke mit Geschichten. Die Worte flossen nur so aus meinem Füller heraus. Ich schrieb und schrieb. Dabei spielte es keine Rolle, ob das jemand liest oder nicht. Es war mir egal, ob die Geschichten gut waren oder nicht. Denn von einem Bestseller waren sie weit entfernt.

Dann schrieb ich jahrelang fast gar nicht mehr. Obwohl ich immer wieder anfangen wollte und Ideen hatte. Mir fehlte ein Ansporn.

Der NaNoWriMo als Ansporn?

Einen Ansporn sollte mir schon vergangenen November der NaNoWriMo geben. Gegen Ende des Winters begann ich, regelmäßig zu den Schreibtreffen zu gehen, die übrigens durch den NaNo entstanden sind.
Nun versuche ich wieder mein Glück. Während ich letztes Jahr schnell scheiterte und nicht mehr weitermachte, sollte das dieses Jahr anders sein. Immerhin habe ich mir im Sommer extra Scrivener zugelegt!

Auf Twitter verfolge ich das Geschehen und sehe, wie eifrig viele sind. Nach nur zwei Tagen wird die 25.000er Marke geknackt. Ich habe erst 1.014 Wörter zu Papier gebracht bzw. in Scrivener getippt. So wird das nix mit dem Bestseller!

Statt am NaNoWriMo teilzunehmen, könnte ich auch ‚einfach so‘ schreiben. Dann fehlt mir aber der Druck. Durch den NaNo habe ich ein Ziel vor Augen und kann am Ende, sollte ich die vorgegebene Anzahl an Wörtern schaffen, auch etwas gewinnen.

Im Gegensatz zu anderen, fehlt mir aber die Zeit zum Schreiben. Nach 6 oder 8 Stunden Schule muss ich Hausaufgaben machen und so verschiebe ich den NaNo auf den Abend. Zwischendurch schreibe ich dann noch Blogartikel oder lasse mich anderweitig ablenken. Ich komme also nur langsam weiter.

Meine Vorgehensweise

Ursprünglich wollte ich mich richtig gut vorbereiten. So mit Charaktere richtig toll ausarbeiten, plotten und so weiter. Das Gute ist, dass ich die Geschichte, die ich gerade schreibe, schon begonnen habe. Da mir der Anfang aber nicht gefiel, habe ich am 1. November von Neuem begonnen. Die Charaktere und den Plot hatte ich somit schon.

Leider gibt es (noch) keine Scrivener-App, weshalb ich auf dem iMac bzw. MacBook tippe. Macht aber nix. Denn das iPad friert beim Schreiben gerne mal ein (trotz Update und Neustarts und so). Auf beiden Geräten ist Scrivener installiert und über Dropbox synchronisiere ich quasi. Das ist einfacher als über Simplenote.

Dann sind da ja noch die Schreibtreffen. Entstanden sind sie ja aus dem letzten NaNo und die Gruppe hat sich danach weiter getroffen. So sind fast schon Freundschaften entstanden. Oft ist es aber so, dass wir quatschen statt zu schreiben, aber die Mädels haben mir schon oft tolle Ideen beschert.

Während Sascha jetzt noch etwas Big Bang Theory schaut und über die Witze lacht, haue ich noch ein paar Wörter in die Tasten. Morgen schleppe ich dann das MacBook zum Treffen (hätte ich mir damals statt des iMac ein MacBook gekauft) und feile weiter an meinem Bestseller-Roman.

Wie weit seid ihr denn und wie kommt ihr voran? Habt ihr Tipps für mich?

4 Kommentare

  1. Stellst halt Qualität vor Quantität – find es ist trotzdem beachtlich. Also ich könnte das nicht. Mir würde da nichts einfallen. Vielleicht ist das auch ein Grund warum es von mir keinen Blog mehr gibt.

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  2. Hybrid Andante

    Stellst halt Qualität vor Quantität

    … und damit verfehlst du die Zielstellung bzw. machst es dir ungleich schwerer… ich habe grad mal reingeschaut:

    Dabei geht es ausdrücklich nicht um die Qualität, sondern nur um die Quantität. [,…] weil es ja gar nicht das Ziel ist etwas “Gutes” zu produzieren

    Du hingegen willst etwas Gutes produzieren, mit toll gezeichneten Charakteren, aber damit setzt du dir selbst die Hürde wesentlich höher, wenn nicht gar zu hoch 😉 Andere haben diesen Anspruch nicht und schreiben vielleicht wirklich nur Müll runter:

    Warum solltest du einen Monat damit zubringen Müll zu fabrizieren? Nun, eigentlich ist die Antwort ganz einfach. Diese Methode ist genau das Richtige für Alle, die es einfach nicht hinbekommen anzufangen.

    Aber sie machen es richtig, zumindest was diese Aufgabe betrifft.

    Du willst einen Tip: Mach dir das Ziel nochmal klar und konzentriere dich darauf dieses zu erfüllen, nicht mehr aber auch nicht weniger. Und so wie du hier jeden Tag Blog-Einträge schreibst, schaffst du das auch! 🙂

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg dabei!

    PS.: Übrigens: Dieser eine Blogeintrag hat bereits 482 Wörter 😉

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  3. Fuer mich ist der Nanowrimo nun schon „fertig“.
    Ich habe mir nur das Ziel eines „microNanowrimo“ gesetzt, d.h. lediglich die 25.000er-Marke war mein Ziel. Aufgehoert habe ich bei 25.097 Woertern, am 12. Tag.

    Ich habe naemlich Qualitaet vor Quantitaet gestellt, weil mir mein aktuelles Projekt zu schade zum Dahinschludern ist … außerdem waren dann die Zweifel an dem Geschriebenen so groß, dass in meinem Kopf eine Umarbeitungsidee kam, die ich nun seit dem 12. Tag umgesetzt habe, um spaeter nicht mehr Arbeit zu haben – aus den Nanowrimo haette mich das in jeden Fall herauskatapultiert – und jetzt stehe ich an der gleichen Stelle wie nach dem Nanowrimo.

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  4. K.Referer: » die Idee finde ich gut. Aber ich sollte mir einen solchen Nano vielleicht auf die Ferienzeit legen, wenn ich nicht zur Schule und lernen muss.

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