Und, was willst du studieren?

Noch etwa ein Jahr bis es losgeht mit den Abiprüfungen. Das bedeutet ein Jahr Zeit, um zu überlegen, was ich studieren soll. Natürlich mache ich mir schon jetzt Gedanken darüber. Schließlich möchte ich nicht da stehen und irgendwas studieren, was mir nicht liegt oder was nicht zu mir passt. Immerhin bin ich schon 30, wenn ich das Abitur mache.

Wahl des Studienortes

Es liegt auf der Hand, dass ich in Aachen bleiben möchte. Somit habe ich das Glück, an der RWTH studieren zu können. Doch leider gibt es dort nicht mehr viele Studiengänge, die für mich in Frage kämen.

Die RWTH ist nunmal, so steht es ja auch schon im Namen, eine technische Hochschule. Auch gibt es einige Lehramtsstudiengänge. All das ist aber leider nichts für mich.

Ich möchte allerdings nicht in eine andere Stadt ziehen. Mit dem Zug könnte ich zwar immer zum Beispiel nach Köln pendeln, aber ich sehe ja bei Sascha, der dort arbeitet, wie stressig das immer ist. Ebenso ist Düsseldorf noch gut zu erreichen, aber da ist dann wieder das Pendlerproblem. Von Bonn möchte ich erst gar nicht anfangen.

Maastricht in den Niederlanden hat auch eine Universität. Allerdings ist das Studium dort sehr teuer und es gibt kein Ticket dorthin.

Gut, dass es in Aachen nicht nur die RWTH gibt. Neben der Katholischen Hochschule (KatHO) gibt es ja noch die Fachhochschule. Übrigens scheidet die KatHO von vorneherein schon für mich aus, da die Hochschule nur Studiengänge im Sozialwesen anbietet.

Was will ich eigentlich?

Als Kind wollte ich Moderatorin werden. Geschrieben habe ich immer schon gerne. Ich hatte zudem Spaß daran, Sendungen wie Löwenzahn oder Mittendrin nachzuspielen. Auch stellte ich es mir toll vor, bei einer Zeitung zu arbeiten.

Im späteren Verlauf habe ich aber darüber nachgedacht und festgestellt, dass ich keine Moderatorin werden will. Ich verhaspel mich ja so schon beim Sprechen! Nein, für den Beruf bin ich viel zu unsicher.

In den letzten Jahren habe ich gemerkt, wie sehr mir die Arbeit mit dem Blog Spaß macht und dass Social Media was ganz Tolles ist. Daraus möchte ich gerne mehr machen und daher ist eigentlich CMD der Studiengang für mich.

Ich möchte vor allem einen Beruf haben, der mir Spaß macht und bei dem ich etwas mache, was ich auch gerne tue. So sehr ich auch manchmal meiner Ausbildung als PKA nachtrauere, so weiß ich aber auch, dass ich in diesem Beruf nicht glücklich geworden wäre. PKA war nie mein Traumberuf. Bevor ich mich beworben habe, kannte ich ihn gar nicht.

Wahl des Studiengangs

Zur besseren Übersicht habe ich eine Tabelle mit den Studiengängen an der RWTH sowie FH erstellt, die zur Auswahl stehen.

Ein Problem sehe ich bei dem Studiengang, den, ich wahrscheinlich wählen werde. Denn der NC bei Communication and Multimediadesign (CMD) ist, in meinen Augen, ziemlich hoch. Allerdings kann es ja nächstes Jahr wieder anders aussehen. Ansich ist ein Abischnitt von 1,8 bestimmt leicht machbar, aber ich mache mir da keine allzu großen Hoffnungen, denn Mathe wird mir auch jetzt meinen Durchschnitt versemmeln. Ein Wartesemster will ich ungerne einlegen, denn ich werde ja nicht jünger. Außerdem macht mir die Eignungsprüfung Sorgen. Vielleicht gehe ich zum Tag der offenen Tür Ende des Monats und informier mich da mal. Was mich besonders interessiert ist auch, wie das mit dem Bafög läuft.

Die beiden anderen Studiengänge sind an der RWTH und hier sehe ich Vorteile in den NC. Was mich aber stört, könnt ihr der Tabelle entnehmen.

Der NC in den Klammern steht für den nach einer Wartezeit. Wenn ich das alles richtig verstanden habe. Wieso gibt es den NC eigentlich? Ich mein, der sagt doch nichts über die Fähigkeiten der Person aus.

Und nun?

Wie gesagt: ich habe ja noch ein Jahr Zeit, um mich zu entscheiden. Aber trotzdem möchte ich früh genug wissen, was ich studieren möchte und was möglich ist. Deshalb muss ich mich auch vorher über einige Dinge informieren. Zum Beispiel, ob ich noch Bafög bekomme, wenn ich direkt im Anschluss an die Schule studiere und vor allem, ob sich das dann auch noch nach dem Einkommen der Eltern richtet.

Auch ist wichtig, wie meine Chancen nach dem Studium sind, einen Job zu bekommen.

Wer ‚ganz normal‘ sein Abi macht, muss sich auch Gedanken darüber machen, welches Fach er studieren möchte, in welche Richtung er gehen möchte. Schwieriger wird es dann allerdings, wenn man auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur macht und dann auch noch fast 30 ist. Natürlich ist jeder, der so den Abschluss macht, älter als die meisten Studierenden, aber ich denke, in meinem Alter werden manche doch sicher eher skeptisch. Von wegen Familiengründung und so.

Mir ist in erster Linie wichtig, meinen Traum vom Abitur endlich zu verwirklichen und danach das zu studieren, was mir Spaß macht, um schließlich einen guten Job zu haben, der zu mir passt.

Der Weg dahin ist nicht einfach und besonders Mathe wird mir noch einige Steine in den Weg legen. Aber ich möchte es schaffen – nein, ich werde es schaffen! Solange nur Mathe das Problem bleibt, ist das alles okay.

 

22 Kommentare

  1. Ach, krass, ich wusste gar nicht, das in Literatur- und Sprachwissenschaften so viel American Studies drin ist. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Studiengang ja auch recht neu – als ich im Sommesemester 2013 an der RWTH anfing, waren Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft und Sprach- und Kommunikationswissenschaft ja zwei einzelne Studiengänge (die man zwar zusammen studieren konnte, aber nicht musste …) – in keinem von beiden wurde ich mit Englisch konfrontiert. Bedeutet das, Anglistik ist (nach Romanistik) nun auch weggefallen?

    Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Erfolg und Inspiration bei deiner Studienwahl. Ich hab das damals etwas weniger durchdacht gemacht. Für mich stand schon immer fest, dass ich Germanistik studiere – über ein Nebenfach habe ich mir nie Gedanken gemacht. Als es dann an die Bewerbungen ging, habe ich mich einfach für alles beworben, was meine Interessen entsprach, ohne mich vorher darüber zu informieren: Soziologie, Politikwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften.

    Liebe Grüße
    Dominique

    AntwortenAntworten
  2. Zu studieren, was einen interessiert ist extrem wichtig. Sonst hält man das nicht durch. Aber trotzdem hätte ich ein Auge darauf, was du danach mit dem Studienabschluss einen ordentlichen Job bekommst. Nicht dass du dann Taxifahrer mit Masterabschluss bist.

    Diese Mediendesignstudiengänge sind extrem beliebt. Deshalb ist der NC auch so hoch und genauso straff sind die Eignungstests. Wenn du dich auf sowas bewirbst, dann auf jeden Fall noch zusätzlich in einen zweiten Studiengang anmelden. So hab ich das damals gemacht und das war auch echt nötig. Die lassen einen da echt über die Klinge hüpfen. Fotodesign in München hatte vor 10 Jahren über 400 Bewerber bei 30 Studienplätze.

    Liebe Grüße und viel Erfolg
    Tobi

    AntwortenAntworten
  3. Ohja, ein schwieriges und wichtiges Thema. CMD hört sich wirklich toll an, und wie du selbst schon gesagt hast: Das mit dem NC kann ja nächstes Jahr auch wieder ander sein. Bewerben solltest du dich auf jeden Fall. Ich hoffe jedenfalls, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst und letzten Endes glücklich mit dem Studium wirst.
    Du hast natürlich den Vorteil, dass du schon genauer weißt, was du studieren möchtest und in welche berufliche Richtung du möchtest, das wissen die jungen Abiturienten meistens noch nicht. (Ok, die „Fehlentscheidung“ hast du ja auch schon hinter dir, aber ich sag mir immer: Zu wissen, was man nicht will ist auch viel wert)

    Darf ich fragen warum ein Umzug zB nach Köln nicht in frage kommt, wenn dein Freund auch dort arbeitet?

    AntwortenAntworten
  4. Ich glaube, du hast, weil du Abi auf dem zweiten Bildungsweg gemacht hast, gar kein Anrecht mehr auf Bafög. Da ich es aber nicht zu 100% weiß, frag am Besten vor Ort an deiner Wunschuni, da gibt es bestimmt eine Behörde, die du anrufen und löchern kannst :).
    Wobei das mit dem Bafög sowieso nicht so rosig ist, wie man oft glaubt:
    – du musst hunderte von Zetteln hinschicken
    – sie reagieren sehr langsam, weil sie gerade bei großen Unis Tausende von Anträgen bearbeiten müssen
    – du musst, auch wenn du bafögberechtigt bist, auf jeden Fall für die ersten paar Monate genug Ersparnisse haben, denn selbst bei rechtzeitiger Antragstellung braucht das Amt eine Weile und du musst dann von irgendwas leben – allerdings erhälst du im Falle einer Bewilligung eine Nachzahlung
    – wenn du nicht genau nach Studienverlaufsplan studierst und alle Prüfungen beim ersten Versuch bestehst, verlierst du nach dem vierten Semester dein Anrecht auf Bafög auf jeden Fall und stehst im schlimmsten Fall ganz ohne Einkommen da

    Ich selbst wusste eigentlich schon Jahre vor dem Abi, was ich werden/studieren will. Nur mit den genauen Lehramtsfächern war ich mir nicht ganz sicher und habe dann auch anfangs die falsche Kombo gemacht.
    Aber jetzt ist alles in Ordnung 🙂

    Viel Erfolg!

    AntwortenAntworten
  5. Hey Verena,
    interessante und wichtige Gedanken, über die du da bloggst. So wie es klingt, wäre CMD dein eigentlicher Wunsch. Hab keine Angst vor der Eignungsprüfung – sieh es als etwas Positives. Die wird ja auch gemacht, dass du nicht nachher das Falsche studierst, das dir gar nicht entspricht. Wenn dir das Feld also liegt und dich wirklich interessiert, werden die Entscheidenden das sehen und anerkennen. CMD klingt jedenfalls nach etwas, mit dem man nachher auch Jobchancen hat. Informiere und bewirb dich doch einfach mal, und halte dir noch einen Plan B und C offen, dann geht es auch gleich entspannter.
    Zu Literatur- und Sprachwissenschaften möchte ich dir sagen: Ich habe so ein Studium (Hauptfach Anglistik) hinter mir und es ist schlicht und ergreifend so, dass du in diesem Bereich mit dem Bachelor allein nicht fertig bist. Nicht umsonst heißt es so vage „Medien- und Kulturbetriebe“ in der Jobchancenbeschreibung. Du MUSST dich bei so einem Studium nebenbei mit Praktika qualifizieren und spezialisieren, sonst hast du keine Chance. Der Abschluss in so einem Fach an sich ist auf dem Arbeitsmarkt leider recht wenig wert – die Alternative ist, an der Hochschule zu bleiben und in Richtung Forschung zu gehen, was ich jetzt aber nicht wollte. Bei mir ging es noch, da ich im Nebenfach Medienwissenschaften hatte, aber auch ich bin jetzt nach dem Bachelor erst einmal: Praktikantin. Und das wäre nach dem Master in eben so einem Fach nicht wirklich besser, denn du erwirbst im Studium eher allgemeine Fähigkeiten als nützliche Fachkompetenzen, die dich für einen vollwertigen Beruf qualifizieren. Ich will mich nicht beschweren, da ich jetzt wohl trotzdem den Einstieg in meine absolute Traumbranche geschafft habe, aber man steigt dann eben nicht auf Ingenieursniveau ein, sondern erst einmal ganz unten – damit kann man leben, aber es hat seinen Preis: noch mehr Zeit und noch mehr Geld. Die Überlegung würde ich an deiner Stelle sehr gründlich durchgehen, vor allem weil du ja auch schon wegen deines Alters nachdenkst. Falls du dich mal genauer austauschen willst über die Studieninhalte, die Jobchancen, oder was ich nebenbei gemacht habe und jetzt mache (oder sonst Fragen hast), schreib mich jederzeit gerne auf FB an, ich will das jetzt nicht öffentlich noch breiter treten oder dich ungefragt volllabern.
    LIebe Grüße!

    AntwortenAntworten
  6. Hallo Verena,

    das ist eine schwierige Entscheidung, was man studiert. Und manchmal kommt der richtige Studiengang auch erst, wenn man schon ein anderes Fach angefangen hat zu studieren. Bei mir war es so, ich habe BWL studiert und schon ziemlich schnell festgestellt, dass ich es hasse. Habe dann hin und her überlegt, was liegt mir wirklich und habe dann Englisch studiert, was genau das richtige für mich war.

    Ich sehe es auch so, je mehr du mit dem Herzen dabei bist desto eher schaffst du auch ein Studium. Darum kann ich nur den Tipp geben, gehe deinen Neigungen nach, lass nicht nur den Kopf entscheiden.

    Viel Glück.

    Liebe Grüße, Bee

    AntwortenAntworten
  7. Hallo Verena,

    als ehemaliger C-MD-ler hier ein paar Punkte:

    * Wenn ich die Unterlagen von der FH-Website richtig interpretiere, solltest du dir keine allzu großen Sorgen über den NC machen. Zwar ist der aktuelle NC bei 1.8, allerdings steht auf der Website auch der Hinweis, dass die aktuellen Zahlen aufgrund eines Doppeljahrgangs nicht wirklich vergleichbar sind. Im Jahr vorher lag der NC bei 2.7. Aber natürlich solltest du – wie bereits von Tobi erwähnt – dich nicht nur bei einem Studiengang bewerben.
    * Nicht jeder Studienplatz wird nach dem NC vergeben. Neben Wartesemestern zählen da auch die „Bewerbungsunterlagen“ und der Eignungstest. Ich meine, dass es da sogar eine grobe Verteilung gibt, wie viele Plätze nach welchem Maßstab vergeben werden. Laut der Tabelle müssten 2013/14 alle mit 2,7 Notendurchschnitt und alle mit 3,2 + 2 Wartesemestern aufgenommen worden sein. Die Darstellung ist aber auch ziemlich verwirrend und ich bin mir nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe… (Quelle: http://www.fh-aachen.de/hochschule/studierendensekretariat/numerus-clausus/)
    * Mal als Referenzwert aus meiner Studienzeit: Bei uns lag das Altersspektrum zum Studienbeginn zwischen 17 und 27 Jahren. Klar ist das eine große Differenz, aber letztendlich haben sich in den Projekten meistens die richtigen Gruppen gefunden, um die Aufgabe zu lösen, unabhängig vom Alter. Und wenn nicht, hat man trotzdem was dabei gelernt.
    * Die Jobchancen nach C-MD würde ich persönlich eher positiv bewerten. Allerdings ist es aus meiner Sicht wichtig, irgendwann im Laufe der 6 Semester sein persönliches Fachgebiet zu suchen und sich dort reinzuknien. Alles in allem bekommst du durch das Studium einen guten Gesamtüberblick über den ganzen Komplex Medien, aber für die Tiefe bist du häufig selbst verantwortlich.

    Ich habe zwar während des Studiums viel gejammert, aber zum einen hat sich seitdem viel verändert und zum anderen hat es mir rückblickend mehr gebracht, als ich während dem Studium erwartet hätte. Insbesondere die Projektphasen zahlen sich später in der Arbeitswelt aus, also lohnt es sich, dort Energie reinzustecken. In den Projekten kann es sich auch lohnen, mal eine neue Aufgabe auszuprobieren, dadurch lernt man häufig am meisten.

    Wenn du nach dem Tag der offenen Tür noch Fragen hast, kannst du dich gerne bei mir melden. Allerdings hat sich wie bereits erwähnt seit meinem Abschluss 2012 einiges geändert (z. B. die Verbindung mit Maastricht), also kann ich keine Garantie auf Richtigkeit geben. 😉

    Viele Grüße
    Simon

    AntwortenAntworten
  8. Spannend, von deinen Plänen zu lesen. Auf jeden Fall gut, dass du dir jetzt schon Gedanken machst. Beim Bewerben ist es wichtig, nicht nur Plan B sondern auch C zu haben. Mindestens 😉
    CMD hört sich auf jeden Fall interessant an. Geh auf jeden Fall zum Tag der offenen Tür hin und lass dich beraten und dir erklären, was sie genau in der Bewerbung und Eignungsprüfung sehen wollen. Ist an wichtigsten bei kreativen Studiengängen, hab ich mir sagen lassen.
    Ein NC hat aber nichts mit der Schwierigkeit des Studiengangs zu tun. An meiner alten Uni waren Chemie und Physik beide NC-frei, und das sind beides alles andere als einfache Fächer 😉 der NC ist eher ein Wert, der sagt wie beliebt der Studiengang ist. Je weniger Plätze und je mehr Bewerber und je besser die sind, desto höher der NC. Sprich, wenn sich auf 50 Plätze 300 Leute bewerben und von den haben 50 ne 1,0 im Abi, hast du einen 1,0 NC. Und wenn sich 300 Leute bewerben und von den haben nur 10 ne 1,0 und die anderen ne 3,0 dann hast du nen 3,0 NC. Wenn sich mehr Leute bewerben, ist es einfach wahrscheinlicher, dass mehr gute darunter sind. Und wieso es den gibt? Naja, es ist das einfachste. Eignungstests für alle zu machen ist a) sehr aufwendig und b) auch nicht soooo objektiv. Man kann sehr aufgeregt sein, einen schlechten Tag haben… Gut finde ich, wenn manche Fächer im Abi stärker gewichtet werden, als andere, eben die, die für das Studium wichtig sind.
    Technik Kommunikation hört sich auch gut an, aber wenn du schon mit Abimathe Probleme hast, würde ich es mir überlegen, ob ich es technisches studieren würde. Mathe in der Uni ist ein ganz anderes Level, als in der Schule. Nicht, dass es nicht machbar wäre, aber definitiv kompliziert.
    Wegen Bafög musst du mal gucken. Aber da so schlimm ist das mit dem Bafög nicht. Die Anträge sind nicht sehr kompliziert, die Leute nett und länger als 1,5 Monate musste ich nie warten. Man kann den Antrag einfach etwas früher einreichen 😉 und dass du bis zum 4. Semester ALLE Klausuren bestanden haben musst, das stimmt so nicht, das geht meistens nach CPs und das sind meistens auch weniger, als du rein rechnerisch haben müsstest. Du musst schon die meisten Prüfungen bestehen, aber alle nun auch nicht.
    Wenn du Fragen zum Studieren oder so hast, frag ruhig, oder man geht mal Kaffee trinken oder so 😉

    AntwortenAntworten
  9. Hallo Verena,

    als kleiner Tipp, weil das hier noch nicht genannt wurde: Schau auch mal in die aktuellen und älteren Vorlesungsverzeichnisse der Studiengänge, sofern du sie online findest.

    Welche Inhalte in Literatur angeboten werden, hängen zum Beispiel recht stark von den Professoren und ihren Spezialisierungen ab. An der Uni Leipzig hatte bzw. habe ich mit Französisch zum Beispiel das große Glück, dass ich viel zu postkolonialer und außereuropäischer Literatur machen kann, was mich echt interessiert. Aber es gibt eben auch Romanistikprofessoren, die auf die Literatur der französischen Realisten spezialisiert sind, was so überhaupt nicht mein Fall wäre.
    Aus den Modulbeschreibungen in der Studienordnung geht diese inhaltliche Komponente allerdings überhaupt nicht hervor, da heißt es allgemein „Räume und Akteure frankophoner Literatur“ oder so ähnlich.

    Mein Tipp wäre also, so viel wie möglich an konkreten Informationen und nicht nur zum generellen Ablauf des Studiums zu erhalten.

    AntwortenAntworten
  10. Es ist wirklich bewundernswert wie früh du dich darum kümmerst. Wenn ich zurückblicke hab ich mal wieder alles auf die letzte Minute gemacht :/

    Die Studiengänge klingen alle super interessant. Ich persönlich studiere ja in Düsseldorf etwa das Equivalent zu dem Literaturwissenschaft Studiengang in Aachen – nur das bei uns Literaturwissenschaft Teil der Germanistik ist. Ist NC frei, und man bekommt einen Überblick über alle Bereiche der Sprache – und kann noch ein interessantes Nebenfach wählen. Vielleicht wäre das interessant für dich? Wohl bemerkt, ich find den Weg von Aachen bis Düsseldorf heftig zum pendeln.

    Literaturwissenschaft kann auch viel viel mehr als nur was mit Medien, Journalismus und Verlag. Das sind meiner Erfahrung nach (und was ich durch Berichte von Freunden mitbekommen habe) Bereiche die weder am Aussterben sind, kaum Zukunft haben oder bei denen es unglaublich schwer ist mit so einem breitgefächerten Studiengang wie Lit-Wi reinzukommen :/

    Das war glaube ich gerade kein wirklich mutmachender Kommentar, aber dafür hoffentlich voller nützlicher Infos.

    Liebe Grüße.

    AntwortenAntworten
  11. @Evanesca Feuerblut: Doch, wenn man vom zweiten Bildungsweg „kommt“, hat man Anrecht auf Bafög. Da hab ich mich zumindest schon mal grob informiert.

    Wie nervig das mit dem Bafög ist, weiß ich ja. Bekomme momentan elternunabhängiges Schüler-Bafög (sonst hätte ich ja gar kein Geld, weil ich nebenbei auch nicht arbeite). Bei uns ist es so, dass das Bafög gestrichen oder gekürzt wird, wenn man nicht regelmäßig zur Schule geht. Zumindest ist so die Regel. Wie das in der Wirklichkeit aussieht, weiß ich nicht, weil ich nie „blau mache“.

    Was ich mich nur frage ist, ob ich dann mit 30 fürs Studium elternabhängiges bekomme. Auch, wenn die Eltern nur bis zu einem bestimmten Alter ihre Kinder finanziell unterstützen müssen, gilt das hier nicht für das elternabhängige Bafög und Studium, wenn man älter ist. Aber das Bafög soll ab 2016 neu geregelt werden. Komplizierte Sache.

    AntwortenAntworten
  12. @Dominique: So wie ich das verstanden habe, muss man nicht English Studies dazu nehmen. Man kann stattdessen auch Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft nehmen. Aber ich fänd English Studies ganz interessant, weil ich Englisch sehr mag. Französisch gibts auch, dafür muss man aber Lateinkenntnisse haben?! Ich hatte nie Latein, daher fällt das weg. Spanisch wird auch angeboten, aber die Sprache habe ich nie gelernt.

    Mich würde es ehrlich gesagt nicht wundern, wenn noch mehr an der RWTH wegfiele. Dadurch wird die aber für mich immer unattraktiver. Mein Bruder hat früher (vor 10 Jahren) u.a. Geschichte hier angefangen zu studieren. Ich glaub, das geht jetzt wenn nur noch auf Lehramt.
    Aber wie ich letztens gehört habe, würde der Uni-Status entfallen, wenn die RWTH die Geisteswissenschaft abschaffen würde (wenn ich das so richtig verstanden habe). Und Aachen will doch nicht auf so etwas verzichten. 😉

    AntwortenAntworten
  13. @Tobi: Taxifahrer ist wirklich nicht das, was ich werden will. 😉 Wie auch, wenn ich so ungern Auto fahre. 😉 Aber ich glaub mein Bruder hatte mal von einem Taxifahrer erzählt, der Geschichte studiert hat. Naja, bevor man nachher gar nichts macht… Aber schade um das Studium ist es auf jeden Fall! Schließlich gibt man ja auch Geld dafür aus.

    Diese Designstudiengänge sind wirklich sehr beliebt. Ich kenne mindestens 3, die hier in Aachen Kommunikationsdesign studieren bzw. studiert haben. Der Studiengang ist sicher interessant, aber was mich davon abhält ist die Tatsache, dass man eine Mappe mit seinen Arbeiten abgeben muss. Das heißt, Fotos, Zeichnungen etc. kommen da rein. Die würden mich direkt aussieben. 😉
    Ich habe mich früher mal um eine Ausbildungsstelle als Fotografin beworben. Aber da sind die Chancen ja auch sehr schlecht. Gut, dass ich diese Ausbildung dann doch nicht bekommen habe.

    Mir ist auf jeden Fall wichtig, dass ich nach dem Studium auch die Chance auf einen ordentlichen Job habe.

    Mein Plan A ist, mich für CMD zu bewerben und gleichzeitig an der RWTH für Literatur- und Sprachwissenschaften als Plan B.

    AntwortenAntworten
  14. @Frau Margarete: Auch, wenn meine Ausbildung oder viel mehr der Beruf, eine Fehlentscheidung war, so bin ich doch froh, es gemacht zu haben. Denn bei mir in der Schule sind doch einige, die keine abgeschlossene Ausbildung haben. Das finde ich schade, denn die haben dann nichts, worauf sie zur Not zurückgreifen können.
    Wenn man auf dem normalen Weg das Abi macht, hat man den Vorteil, dass man noch nicht zu alt ist, um nach zwei Jahren was Neues zu studieren oder eine Ausbildung anzufangen. Ich mache mir schon etwas Sorgen, dass mein Alter ein Problem für meinen späteren Arbeitgeber sein könnte.

    AntwortenAntworten
  15. @Frau Margarete: Achso und wegen der Frage mit dem Umzug nach Köln: Mein Freund hat hier ein Haus und das zu verkaufen/zu vermieten wäre sehr schwierig. Zumal wir beide Köln nicht sehr mögen und uns nicht vorstellen könnten, dort zu wohnen. Auch sollen die Wohnungspreise dort viel höher sein, als in Aachen.

    AntwortenAntworten
  16. @Bee: An BWL habe ich während der Ausbildung auch mal gedacht. 😉 Aber die Idee habe ich schnell wieder verworfen. Das war nämlich in der Ausbildung mein „schlechtestes“ Fach. Jetzt habe ich VWL und obwohl ich die Klausur gut geschrieben habe, mag ich das Fach nicht sonderlich. Deshalb habe ich es schriftlich abgewählt. 😀

    AntwortenAntworten
  17. Café Noir

    Aber ich glaub mein Bruder hatte mal von einem Taxifahrer erzählt, der Geschichte studiert hat. Naja, bevor man nachher gar nichts macht…

    Ganz genau, bevor man gar nichts macht ist das definitiv besser. Manchmal studiert man auch und stellt später fest, dass eigentlich etwas anderes viel mehr Spaß macht, weil man die Strukturen erst später nach dem Studium richtig kennenlernt und feststellt, dass einem die gehörig gegen den Strich gehen. Oder man bekommt einfach nicht den Traumjob, der Arbeitsmarkt lässt eben auch nicht immer alle Wünsche zu. Und dann kostet es durchaus Mut seinen geplanten Weg zu verlassen und etwas anderes neues zu wagen.

    Ich mag diese Endgültigkeit nicht, klar, sollte man schon wissen, wofür man das Studium später nutzen will, aber letztendlich bedeutet das nicht, dass man dann auch tatsächlich da landet, wo man ursprünglich hinwill.

    Meine Präferenzen haben sich während des Studiums mehrfach gewandelt. Ursprünglich wollte ich Astronom werden. Dann waren die Astronomievorlesungen aber so langweilig und mir hat theroretische Physik viel mehr Spaß gemacht, da deutete sich schon eine Umentscheidung an. Leider hatte ich in der Schule nie gelernt zu programmieren, daher fiel theroetische Physik dann leider weg, es wäre viel zu viel nachzuholen gewesen und eine wirkliche Affinität zum Programmieren hatte und hab ich nie gehabt, macht mir keinen Spaß. Und dann fiel mir das Buch „Was ist Leben“ von Erwin Schrödinger (Begründer der Quantenmechanik) in die Hände und seine physikalische Herangehensweise an biologische Themen gefiel mir so gut, dass ich meine Diplomarbeit über ein biophysikalisches Thema geschrieben habe und mir richtig Spaß gemacht hat. Den Weg bin ich dann auch weitergegangen und habe ein Promotionsstelle mit einem medizinischen Thema begonnen und stehe jetzt auch kurz vor dem Abschluss. Allerdings habe ich in den vier Jahren Promotion die Schattenseiten des modernen Wissenschaftsbetrieb (zumindest in den Naturwissenschaften) kennengelernt, da geht es eben sehr stark um Drittmitteleinwerbungen, Publikationen und damit verbunden Impact Faktoren (das sind so ne Art intellektuelle Schwanzvergleiche). Stellen werden bevorzugt an Wissenschaftler mit einer langen Publikationsliste mit hohen Impact Faktoren vergeben. Nur um viele Publikationen zu schreiben muss man eben auch Abstriche machen, Quantität geht auf Kosten der Qualität. Der Nobelpreisträger von letztem Jahr mit dem Higgs-Teilchen sagt selber, dass er heute diese Entdeckung vermutlich nicht mehr gemacht hätte, weil eben viel mehr Wert drauf gelegt wird in kurzer Zeit viele anwendbare Ergebnisse zu erzielen und die so wichtige Grundlagenforschung wird eben immer weniger finanziert.
    Mein Chef hat eigentlich nur noch damit zu tun Kooperationen anzuzetteln und Anträge für Gelder zu schreiben, Publikationen zu schreiben, um weitere Gelder zu rechtfertigen und so weiter. Nun ja, das ist eben nicht das, was ich mir mal vorgestellt habe. Und so werde ich meinen Weg nach der Promotion auch nochmal ändern.

    Um die Kenraussage nochmal kurz zusammenzufassen: Es gibt Menschen, die planen ihr Leben von klein auf bis ins letzte Detail, da halte ich nicht besonders viel von, denn es kommen immer wieder unvorhersehbare Ereignisse und ich finde es wichtiger, dass man dann auch in der Lage ist seine Strategie zu ändern.

    Bei dir mache ich mir da wenig Sorgen, du hast mit Ende zwanzig den Mut aufgebracht dein Leben nochmal umzustrukturieren, Daumen hoch!!! Klar, mach dir Gedanken, informiere dich gründlich, das halte ich genauso wie alle anderen hier für sehr wichtig, aber stell dich auch darauf ein, dass es im Laufe des Studiums und insbesondere danach evt. anders kommen kann als geplant, und das merkst du eben meist erst später. Aber das ist dann eben so und zu spät ist es meiner Meinung nach nie!

    Jedenfalls finde ich es toll, was du vor hast und ich wünsche dir alles Gute dabei!

    Und ich will jetzt mit knapp 31 Jahren noch Klavier lernen 🙂

    AntwortenAntworten
  18. Mein Freund ist jetzt… äh… 27 und fängt jetzt im April sein Studium an 😀
    Eine meiner liebsten Kommilitonen hat mit… lass mich mal lügen… ich glaube 34.. ja mit 34 damals vor 4 Jahren ihr Studium angefangen, d.h. als sie fertig war, letzten Sommer, war sie 37. Jetzt ist sie im Master und wenn sie da raus geht, ist sie 39 😉
    Meiner Erfahrung nach, aber das bezieht sich auf die RUB und TU/FH Dortmund, sind die NC eher nebensächlich, wenn es eine Eignungsprüfung gibt.

    AntwortenAntworten
  19. Hey Verena 🙂

    ich studiere CMD und bin dieses Jahr endlich rein gekommen (davor das Jahr bin ich durch den Eignungstest gefallen der extra schwer war wegen des doppelten Abijahrgangs).
    Ich bin sehr froh das ich mich entschieden habe nochmals zu wechseln (habe als Alternative Informatik gemacht und Mathe liegt mir nichts so…) und dieses Jahr gabs keine Eignungsprüfung mehr.
    CMD ist ein toller Studiengang, aber auch einer der sehr viel von einem fordert jedes Fach will gleich viel Ausmerksamkeit… Und im 2.Semester waren das bei mir insgesamt sieben. Aber es macht auch sehr viel Spaß! Wir haben dutzende praktische Projekte und von der eigenen Mappe bis hin zu Webseiten, Interview und ein kleiner Filmdreh ist alles drin was man mit Medien so machen kann!
    Würde mich freuen von dir zu hören ob du angenommen wurdest! 🙂 Und mit dem.NC würd ich mir keine Sorgen machen, der lag so hoch weil viele das Letztes Jahr mit nem Designstudiengang verwechselt haben (Richtung Kommunimationsdesign) mittlerweile sind wir von der Größe her schon deutlich geschrumpft ;). Die Dozenten sind auf jeden Fall alle sehr nett und zuvorkommend und man kann sie eigentlich immer ansprechen wenn etwas ist, CMD ist der „Familienstudiengang“ weil jeder der Professoren dich mit Namen kennt.

    Viel Glück!
    Liebe Grüße,
    Sabrina

    AntwortenAntworten
  20. @Sabrina: Ui, cool! Ich war Ende Januar beim Tag der Offenen Tür und da hab ich dann erst mal erfahren, dass der Studiengang umbenannt wurde und man jetzt auch Informatik mit drin hat. Mein Freund hat an der TH Informatik studiert, der könnte mir dann zumindest helfen.
    Dass viele den Studiengang mit Kommunikationsdesign verwechseln, glaub ich! Bei der Infoveranstaltung saßen einige, die ich eher da zugeordnet hätte. Ich glaube, einige waren auch etwas überrascht von der Neuerung.
    Da ich nichts (nur) mit Design machen will, weil ich dafür kein Talent habe, sondern in Richtung Redaktion/Journalismus gehen möchte, ist der Studiengang sicher eher für mich. Ich habe ja noch etwas Zeit. Werde mich aber trotzdem auch an der RWTH bewerben, weil ich auf alle Fälle zum Wintersemster 2016 einen Studienplatz haben muss, damit ich mein Bafög weiter bekomme. Das ist wohl eine Regelung, wenn man vom zweiten Bildungsweg kommt. Informatik werde ich allerdings nicht nehmen. 😉 Wegen Mathe.
    Ich hatte etwas bedenken wegen meines Alters, aber die Frau am Infostand meinte, das sei kein Problem, da wären viele älter. Und dass es eher familiär zugeht, finde ich schön. Ich kann mir nicht vorstellen, mit hunderten von Studierenden in einem Saal zu hocken.

    AntwortenAntworten
  21. @Verena:
    Würde Informatik auch nur Leuten empfehlen die sehr interessiert an Ingeneurskram sind ansonsten ist das sehr hart. 🙂
    Und es gibt viele die schon etwas älter sind 😉 bei uns ist die Älteste dieses Jahr 31 Jahre alt geworden. Und ich finde man merkt das kaum, klar die Leute die gerade vom Abi kommen sind schon anders drauf aber der Großteil ist nicht gerade vom Abi direkt bei Cmd gelandet.

    Drück dir die Daumen das du nen Studienplatz bekommst!

    AntwortenAntworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.