Meine 3 liebsten Cafés in Aachen

Vor langer Zeit habe ich die Rubrik „Mein Aachen“ erstellt, aber dann doch kaum etwas in der Kategorie geschrieben. Dabei ist die Idee doch so gut. Also habe ich mich entschlossen, sie wieder hervorzukramen.

Beginnen möchte ich mit Cafés – und zwar meinen Lieblingscafés. Als Kind gingen wir regelmäßig zu einem, das schon lange nicht mehr existiert. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere ja noch an Reul-Lauffs in der Hartmannstraße? Beim Stichwort „Reul-Lauffs“ fällt mir immer als erstes der Kakao mit Zwieback ein, den ich dort gerne getrunken habe. Dann taucht vor meinem geistigen Auge die Treppe auf, die zu einer Art Empore hinaufführte. Sogar meine Oma kannte das Café. Später zog es uns zu Van den Daele am Büchel, bis der Besitzer wechselte.

In den letzten Jahren hat sich einiges in der Gastronomie geändert. Zuerst tauchten Bubble Tea-Läden wie aus dem Nichts aus. Die wurden schließlich abgelöst durch Frozen Yoghurt, den man mittlerweile an diversen Ecken essen kann. Ich selber habe aber noch nie welchen probiert, wenn man von dem Yogusto-Eis1 vom Café zum Mohren absieht.

Auch Burger- und Delikatessenläden sprießen wie Unkraut in der Stadt und ich weiß nicht, was ich von dem Boom halten soll.

Die besten Drei + ein Extra

Aachener Caféhaus, Krämerstraße 11, 52062 Aachen

Das Café haben wir erst spät entdeckt, dabei gibt es das schon gefühlt ewig. In vielen Cafés bekommt man ja nur kleine Stücke Kuchen, nicht aber im Aachener Caféhaus! Hier sind die Stücke alles andere als klein und auch nicht teuer. Man bekommt hier was fürs Geld. Nämlich richtig leckere Kuchen und Torten, die zwar nicht perfekt aussehen, sondern auch mal gerne zusammenfallen, aber das finde ich absolut nicht schlimm! Dem Geschmack ist das nämlich egal. Käsekuchen, Pflaumenfladen, verschiedene Sahnetorten,… Der Pflaumenfladen kommt übrigens dem meiner Oma sehr nahe. Sie hat, wie es sich für eine Oma gehört, immer viel gebacken und ihr Hefeteig war der Beste. Deswegen war ich sehr überrascht, als ich den Fladen im Café bestellt habe und er mich an meine Oma erinnerte.

Neben Kuchen bietet das Café aber auch Apfelstrudel, Waffeln sowie herzhafte Kleinigkeiten (diese Gemüsequiche zum Beispiel, die richtig richtig gut schmeckt!). Ich bin gerne dort und kann euch einen Besuch nur wärmstens empfehlen!

Café Middelberg, Rethelstraße 6, 52062 Aachen

Betritt man das Café, ist man erst mal umgeben von kleinen Gebäcken wie Kekse und Pralinen zum Mitnehmen und Verschenken und einer großen Kuchentheke. Auch hier sind die Kuchenstücke nicht winzig und auch geschmacklich sehr gut. Für Schleckermäulchen ist vielleicht das Kuchenbuffet jeden Donnerstagnachmittag genau richtig. Für knapp 5 Euro so viel Kuchen und Torten schlemmen, wie man möchte. Hier sind die Stücke aber klein, eben genau richtig zum Probieren und Naschen.
Das Frühstücksbuffet ist übrigens auch nicht außer Acht zu lassen! Zumindest war das vor ein paar Jahren sehr gut. Wie es heute ist, weiß ich gar nicht.

Café zum Mohren, Hof 4, 52062 Aachen

Ich liebe die Lage des Cafés. Der Hof ist einfach ein ganz toller kleiner Platz mit vielen Cafés und Restaurants. Leider sind die Stücke Kuchen im Café zum Mohren klein und dafür auch recht teuer. Darüber wird man aber schnell hinweggetröstet, wenn man den ersten Bissen im Mund hat. Am liebsten mag ich übrigens den Krippekratz. Beliebt sind wohl auch die Eistorten. Und, wie oben schon erwähnt, bestelle ich dort auch gerne den Yogusto-Becher mit frischen Erdbeeren. Das Eis gibt es allerdings nur im Sommer. 😉
Auf insgesamt drei Ebenen findet man nicht immer einen freien Sitzplatz, denn das Café ist immer sehr voll. Zudem solltet ihr nicht unbedingt mit euren Großeltern nach oben gehen, denn die Treppen sind sehr steil und eng. Einen Aufzug gibt es nicht.

Das Extra: Café und Bar Zuhause, Sandkaulstraße 109/111, 52062 Aachen

Dank des Stricktreffens bin ich auf dieses Café gestoßen, denn dort finden die Treffen immer statt. Die Kuchen sind selbstgemacht oder von Lammerskötter und die Getränkekarte2 ist lang und breit gefächert. Außerdem gibt es verschiedene Events.

Die Möbel des Cafés sind bunt zusammen gewürfelt und jede Menge Bücher sorgen für eine echte Wohlfühlatmosphäre.

Alternativen

Und wenn ihr lieber zu Hause Kuchen essen wollt: geht zu Nobis3 und kauft euch einen Reisfladen. Oder Kirschfladen. Oder Pflaumenfladen. Oder Printen! Die solltet ihr sowieso kaufen, wenn ich schon in Aachen seid.

Meine Café-ToDo-Liste

Ganz oft komme ich am Café Kränzchen vorbei, aber ich war noch nie drin. Jedes Mal denke ich mir: „Da musst du unbedingt mal hin!“ Jedes Mal dasselbe. Die haben „High Tea“. Hallo?! Ich als Britannien-Fan muss das doch mal kosten!

Es gibt da auch noch Cafés in Stadtteilen, in denen ich nie bin. Im Frankenberger Viertel gibt es zum Beispiel das Café Hase, dessen Name schon so schön klingt.

Auch in Burtscheid gibt es noch ein paar unentdeckte Cafés. Immerhin war ich mal mit Juli zusammen bei Lammerskötter.

  1. unbedingt probieren – am besten mit frischen Erdbeeren
  2. Tee, Alkoholisches, Nicht-Alkoholisches, Kaffeespezialitäten,…
  3. oder Moss

7 Kommentare

  1. „Leni lieb“ in Burtscheid ist auch absolut zu empfehlen 🙂 Vielleicht ja für unser nächstes Date 😀

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  2. @Juli: Ohja, das Café habe ich ja ganz vergessen! Bin letztens noch da vorbei gegangen, weil ich mal zufällig in Burtscheid war. Kommt ja leider nicht so oft vor.

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  3. Den Krippekratz liebe ich auch, besonders im Winter mit Mandeleis… Das Café zum Mohren ist mein absolutes Lieblings-Café, besonders gern sitze ich draußen und schaue dem Treiben zu.

    Und zum Stricken treffen wir uns auch ab und an im Café M in Burtscheid, dort kann man sehr lecker frühstücken. Komm doch mal vorbei, wenn Du Zeit hast.

    LG
    Rebekka

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  4. @Rebekka: Das Mandeleis hatte ich auch mal dazu. Total lecker! Normalerweise esse ich den Kuchen ohne Eis & Co, aber einmal hatte ich Lust drauf. 😀

    Zum Frühstücksstricken schaff ich’s ja nie, weil ich Schule hab. 😉 Den einzigen Termin in den Sommerferien habe ich verpasst.

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  5. Oh ja, Reisfladen. Das verbinde ich mit Aachen, ich erinnere mich an ein kleines, verwinkeltes Cafe aus meiner Kindheit. Ich glaube es war ein belgisches Cafe, sehr schmale Treppen auf mehreren Etagen, aber trotzdem nicht riesig 🙂
    Reisfladen kennt man hier leider nicht. Sehr schade

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