Warum ich kein #blogilates mehr mache

Letztes Jahr habe ich Blogilates entdeckt. Das ist ein Youtube-Channel einer sehr quirligen Amerikanerin, auf dem sie bereits seit Jahren Pilates-Videos hochlädt. Mit bunten Nägeln, passenden Fitness-Outfits und immer top geschminkt macht sie vor der Kamera die gymnastischen Übungen vor. Dabei strahlt sie immer, als sei es das einfachste auf der Welt und kein bisschen anstrengend. Ab und zu gibt sie auch Ernährungstipps, denn die jungen Zuschauerinnen wollen schließlich einen tollen Körper haben. Deshalb ist es eine gesunde Ernährung das A und O. An der Ernährung ist ja auch nichts auszusetzen. Aber das Gesamtpaket ist das, was mich stört.

Einerseits plädiert Cassey Ho dafür, dass man sich akzeptieren soll, dass man nicht jemanden nach seinem Gewicht beurteilen sollte. Sie hat offen von ihrer Essstörung erzählt und erklärt, warum sie nie mehr eine Diät machen wird. Andererseits stellt sie CleanEating-Rezepte vor, gesunde Smoothies, Salate, eiweißreiche Rezepte und so weiter. Und: Ein Selfie von sich selber gefolgt von Vorher-Nachher-Fotos von Teilnehmerinnen ihres neuen Programms. Wenn das Gewicht doch im Grunde egal ist, warum das ganze dann? Bei diesem PIIT28 geht es doch nicht darum, seinen Körper zu formen, Muskeln aufzubauen, sondern auch, oder vor allem, dünner zu werden. Ich spreche nicht von allen, deren Fotos in dem Artikel auftauchen. Die meisten sehen immer noch gesund aus und haben tatsächlich einfach nur den Körper geformt. Eine jedoch sticht besonders hervor und das stört.

Bei Blogilates geht es vor allem, meiner Meinung nach, darum, dass man nur glücklich sein kann, wenn man einen starken, gut geformten Körper hat. Die Videos zu den Übungen sind nicht schlecht und Pilates macht auch Spaß, aber leider nicht (mehr) mit Cassey Ho. Für mich persönlich wird ihre Plattform mehr und mehr zum Treffpunkt für potentielle Magersüchtige, die sich gegenseitig motivieren, noch härter zu arbeiten.

Deshalb habe ich im Januar beschlossen, etwas anderes zu probieren. Nachdem ich ihre Videos bereits letztes Jahr mal geschaut habe, habe ich Mitte Januar mit dem YOGA CAMP von yogawithadriene gemacht. Adriene hat eine ruhige Stimme, wirklich nicht künstlich, quatscht nicht erst über ihr Sportoutfit oder ihre Nägel. Sie fängt sofort an, nach einer kurzen Begrüßung, und wird nicht erschlagen mit einer rosa-silber-plüschig-kitschigen Deko im Hintergrund. Oder schrecklicher Musik. Obwohl ich anfangs dachte, Yoga wäre langweilig, macht es mir seit dem Camp richtig Spaß, es entspannt und tut gut. Aber Yoga ist auch anstrengend. Das hätte ich nie gedacht, weil es doch so viel langsamer ist als Pilates. Nach knapp 45 Minuten Yoga komme ich aber tatsächlich ins Schwitzen – und ich schwitze beim Sport eigentlich kaum. Vielleicht liegt es aber auch an der Fußbodenheizung und dem Teppichboden.

Dennoch: nach einem anstrengenden Tag ist Yoga wirklich eine Wohltat!

Macht ihr Yoga oder Pilates? Zuhause oder im Studio?

9 Kommentare

  1. Leider gar nix. Aber ich würde echt gern mal Yoga machen und ich glaube ich werde mich erst mal hinsetzen und mir die richtige Kleidung nähen (ist günstiger als ein vermögen für XXXL Kleidung auszugeben) und dann mal die Youtube reihe ausprobieren 😀

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  2. Ich mache nach wie vor gerne Pilates mit Cassey. Ich empfinde es nicht so stark als Plattform für Leute, die abnehmen wollen, obwohl diese sich natürlich dort einfinden. Ich habe es geschafft, mir nur das rauszupicken, was mir gut tut. Ganz toll finde ich zum Beispiel vorher-nachher Bilder von Frauen, die vorher schon schlank waren, dann aber Pilates gemacht haben und sich mehr Muskeln holen und dadurch zunehmen. Das zeigt sehr gut, dass das Gewicht auf der Waage nicht so aussagekräftig ist.

    Mein Freund zum Beisiel aber findet Cassey ganz furchtbar, eben weil sie in so einer quietschigen Kitsch-Welt lebt und ich kann gut verstehen, wenn einem das auf den Geist geht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es mir auch irgendwann so gehen wird.

    Das Yogacamp habe ich aber auch schon in meinen Favoriten gespeichert udn habe vor, es demnächst mal anzugehen. Denn manchmal ist mir Casseys Pilates einfach zu anstrengend, da ich noch nicht so weit bin, alle Übungen nachzumachen.

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  3. Cassey Ho ist wirklich ultra nervig, ihr zuzuhören stell ich mir wirklich sehr anstrengend vor

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  4. Café Noir

    Wenn du bald zur Uni gehst, empfehle ich dir unbedingt ein paar der Sportangebote beim Hochschulsport auszuprobieren, da gibt es normalerweise eine ganze Palette an interessanten Angeboten; ist eigentlich für jeden etwas dabei (wobei ich natürlich nicht weiß, wie es in Aachen ist, aber es würde mich stark wundern, wenn nicht).

    Macht ihr Yoga oder Pilates? Zuhause oder im Studio?
    Weder noch 😛 Mache aber Te-Bo und so eine Art Fitness-Bootcamp (klingt schlimmer als es ist, im Grunde ein Zirkeltraining im Freien (also auch bei Regen und Schnee, ok, das klingt schon schlimm ^^), mit den üblichen Verdächtigen: Liegestütze, Klimmzüge, Bauch- und Rückenmuskelübungen etc.), was ich daran so toll finde ist, dass es an der frischen Luft stattfindet und nicht in einer stickigen Halle (machen übrigens mehr Frauen mit als Männer 😀 ).

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  5. @Café Noir: zum Hochschulsport wollte ich sowieso. Das kann man zwar auch als Gast, aber das kostet etwas mehr und die Auswahl ist geringer.

    Fitness-Bootcamp (muhahaha die Apfel-Autokorrektur hat Brotcamp daraus gemacht!!) klingt sehr sehr anstrengend. Vor allem, wenn dann auch noch Regen im Spiel ist. Da wird man ja nass! 😉 Ich hab mal vor 10 Jahren ein halbes Jahr Aikido gemacht, weil mein damaliger Freund in einem Verein war. Aber irgendwie war das nix für mich. Und Tennis hab ich mal versucht. Da war ich aber erst 12 oder so. Ich hasse Bälle.

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  6. @Dany: dieses ganze Getue von ihr… kombiniert mit ihrer Stimme. Ist ja fast so schlimm wie Heidi Klum.

    @Mina: Die Übungen finde ich ja ansich nicht schlecht von ihr. Hab immer mehrere hintereinander gemacht. Und hinterher manchmal dann auch noch Yoga – zur Entspannung quasi. 😃

    @Sayuri: ich wollt schon sagen: du kannst doch nähen! 😊

    @Uschi aus Aachen: können Nachbarn bei dir reinschauen? Bei uns geht ein Weg am Haus entlang und ich mach immer Yoga im Wohnzimmer. Außerdem sieht man das auch von der Haustüre. ich frag mich manchmal, ob die Leute mich für verrückt halten, wenn sie mich da diese komischen Bewegungen machen sehen. 😃 Oder wenn die Mieterin kommt und an unserer Haustüre vorbei muss und ich gerade mit dem Hintern in Richtung Haustüre „gucke“. 😃

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  7. Huhu,

    eine Zeit lang habe ich mal wirklich viel Blogilates gemacht. Und dann mal eine ganze Zeit Yoga. Jetzt mache ich wieder Blogilates, also so mehr oder weniger, ich mache 4 von diesen 30-Tage-Plänen im Moment, daraus soll mal eine Art Morgenroutine werden. Und ansonsten tobe ich mich beim Unisport aus: Ballett und Lacrosse. Und Joggen gehe ich auch noch. Wobei ich Fitnessmäßig irgendwie trotzdem nicht so gut bin…

    Liebe Grüße,
    Lena

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  8. Ich hab auch erst neulich über Yoga nachgedacht, ob ich das nicht auch mal wieder anfangen sollte. ich hab bereits ein jahr Yoga gemacht, aber nach einem Sportunfall ja erstmal alles an Sport aufgegeben… und jetzt such ich sogar ein Yogastudio hier, das mir zusagt.

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