Stadtspaziergang

Ich spaziere durch die Stadt. Es ist Montagmittag, ich habe frei und keine Eile. Hier und da schaue ich in die Schaufenster, stöbere in der Mayerschen und bei Esprit. Ich beobachte die Menschen um mich herum, denke mir hin und wieder, „hm, schönes Outfit. Ich würde sowas auch gerne tragen.“ Bei Starbucks hole ich mir einen Café Latte zum Mitnehmen. Es ist relativ voll, die meisten Tische sind belegt. Die zum Teil jungen Menschen sitzen oft zu zweit an ihren Tischen, vor sich große Tassen und Becher mit Heiß- und Kaltgetränken. Obwohl sie alle in Gruppen da sind, schaut jeder für sich auf sein Smartphone. Draußen beobachte ich Ähnliches. Jugendliche schlendern über den Markt oder sitzen hier und da auf den Bänken oder am Brunnen. Der Kopf ist nach unten geneigt, der Blick auf den Minicomputer in ihren Händen gerichtet.

Als wären sie in ihrer eigenen Welt und doch nicht allein. Jeder ist mit sich selbst und dem Spiel auf dem Handy beschäftigt. Unterhaltungen? Fehlanzeige.

Mein eigenes Smartphone steckt in meiner Handtasche. Nur selten hole ich es heraus. Diesmal mache ich keine Fotos. Ich spaziere mit meinem Kaffee in der Hand weiter, genieße die Sonne und meine Ruhe.

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