#verenastudiert: Der Vorkurs Informatik

Statt Vorkurs Informatik, müsste er eigentlich Vorkurs Programmierung heißen, denn Informatik ist schließlich mehr, als nur Programmierung. Trotzdem ging es in dem Kurs nur um das Programmieren. Nämlich in Java.

Kleiner Programmier-Exkurs mit Verena

Vor 10 Jahren habe ich mal eine schulische Ausbildung zur IT-Assistentin begonnen. Da hatten wir, neben Datenbanken, Rechner- und Systemtechnik und E-Technik, auch Programmieren. Angefangen haben wir mit C, im zweiten Jahr kam C++ dazu und im dritten folgte Java. Ich habe es allerdings nicht bis zum dritten Jahr geschafft. 😉

In irgendeinem Fach haben wir auch Assembler gelernt, aber die Sprache fand ich richtig schwer – nicht, dass mit C/C++ leichter gefallen wäre, nur mal so am Rande.

PHP habe ich auch mal probiert, aber schnell wieder aufgegeben. Durch Sascha, der PHP nicht mag, kam ich auf Ruby on Rails. 2012 war ich bei einem Workshop in Köln, habe mich aber danach gar nicht mehr weiter damit befasst. Dabei hatte ich in diesem Jahr sogar eine geniale Idee für eine Webapplication! Sascha hat mir vor zwei Jahren auch mal einen Gutschein für Codeschool geschenkt. Ähem!

Ihr merkt: Programmieren und ich, wir haben eine On-/Off-Beziehung. Aber zum Glück geht es in meinem Nebenfach (Informatik) nicht nur um Programmieren.

Was ich im Vorkurs gelernt habe

Wie schon erwähnt, haben wir in dieser Woche Java gelernt, zumindest die Grundlagen. Ich kann jetzt etwas ausgeben, eingeben und Variablen zuweisen. Es wurden uns Schleifen beigebracht, Arrays und so weiter. Eben nur die Grundlagen, damit wir die schon mal gesehen haben, wenn wir im Studium mit Java beginnen, denn wir werden Vorlesungen darüber haben. Die trägt den schönen Namen „Programmierung für alle (Java)“ und richtet sich nicht nur an diejenigen, die Technik-Kommunikation studieren und als zweites Fach Informatik gewählt haben, sondern auch an Physiker, Biologen sowie Literatur- und Sprachwissenschaftler.

Doch auch die Grundlagen sollte man verstehen. Daher war die Entscheidung, den Vorkurs zu besuchen, auf jeden Fall richtig. Außerdem habe ich so andere Erstis kennengelernt und konnte schon mal Uni-Luft schnuppern.

Doch während andere gestern bereits ihre Version von „Game of Life“ programmieren konnten und heute einen „Obstacle Run“, war ich langsamer. Ich brauche mehr Zeit, um alles zu erfassen und in Code umzusetzen. Mit Hilfe von den Tutoren oder auch von Sascha klappte das auch ganz gut. Ich hoffe, dass ich bald auch ohne Hilfe die Aufgaben bearbeiten kann.

Meine Sorgen

Ich erinnere mich noch gut an meine schulische Ausbildung, von der ich oben sprach. Während ich nun im Vorkurs saß, den Vorlesungen lauschte und im Tutorium versuchte, die Aufgaben zu machen, fühlte ich mich in die Vergangenheit zurückversetzt. Zunächst war ich motiviert, doch je komplexer die Aufgaben wurden, desto weiter entfernte sich die anfängliche Motivation von mir. Auch meine Konzentration ließ nach und ich ertappte mich dabei, wie ich immer wieder Facebook aufrief oder auf Twitter Tweets laß. So ähnlich lief das auch damals vor 10 Jahren ab. Nur, dass es damals nicht Facebook und Twitter waren, die mich ablenkten, sondern studivz und ICQ. Ich fühlte mich wieder Anfang 20. Dabei will ich das gar nicht mehr sein. Ich will etwas erreichen. Ich will das jetzt können. Ich will beim Programmieren mitkommen und mich nicht ablenken lassen. Im Gegensatz zu damals habe ich mit Sascha nun jemanden an meiner Seite, der mir auch wirklich helfen kann, der mir schon mal geholfen hat – nämlich bei Mathe.

Ich will nicht nach zwei Semester resigniert aufgeben (müssen). Jetzt habe ich es schon so weit geschafft – es wäre doch gelacht, wenn ich wegen Java scheitern würde. Vor 10 Jahren bin ich an dem Kram gescheitert. Das war die Vergangenheits-Verena und die darf nicht wieder zum Vorschein kommen.

Fazit

Alles in allem war der Vorkurs sehr hilfreich für mich und hat mir gezeigt, wo ich Probleme habe und woran ich arbeiten muss. Ich werde euch berichten, wie gut ich im Studium mit Java klarkomme

3 Kommentare

  1. Café Noir

    Außerdem habe ich so andere Erstis kennengelernt

    🙂 Siehste… 🙂

    Zunächst war ich motiviert, doch je komplexer die Aufgaben wurden, desto weiter entfernte sich die anfängliche Motivation von mir.

    Da erinnere ich mich an einen meiner Dozenten, der meinte irgendwann mal zu mir: Sie müssen einfach Spaß an der Sache haben, versuchen Sie Spaß daran zu haben; erst dachte ich „du mich auch…“, aber er hatte recht, manchmal muss man sich zwingen an einer Sache (wieder) Spaß zu finden und je mehr ich mir einredete „doch, das macht mir Spaß…“ desto besser klappte es wieder; klingt seltsam, ich weiß… braucht auch eine gehörige Portion Selbstdisziplin… womit wir auch hierbei wären:

    Auch meine Konzentration ließ nach und ich ertappte mich dabei, wie ich immer wieder Facebook aufrief oder auf Twitter Tweets laß.

    Lass den Unsinn doch einfach mal! An komplexe Aufgaben wirst du dich gewöhnen müssen, die Uni ist keine Schule mehr und die Dozenten erklären dir nicht alles, bis du es verstanden hast, ganz im Gegenteil: es interessiert quasi keine Sau, ob du da durch kommst oder nicht… außer dir selbst; UND DU WILLST ES SCHAFFEN, DU WILLST ES!!! Facebook und Twitter sind deine Erzfeinde, die das mit allen Mitteln verhindern wollen 😉 Also fang an zu kämpfen, werd eine richtige Kampfsau… 😉
    …ääh ja, ich sollte mit anderen Dingen weitermachen 😀

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  2. @Café Noir: ich versuche das noch mit dem Spaß. Ich wollte diese Woche sogar etwas Java machen, aber irgendwie… müde und so.
    Aber i eigentlich ist das doch ganz cool, denn wenn ich was programmiert habe, was am Ende sogar funktioniert, freue ich mich. Das ist aber leider selten der Fall, weil ich die meiste Zeit darüber brüte, wie ich anfangen soll.

    @Fabian: Danke! 😊 Schön von dir zu hören bzw. lesen. Ich hoffe, dir geht es gut und du hast viele tolle Bilder im Gepäck! 😊 Grüße in die weite Welt. 😉

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