Weihnachtsgeschenke: dieses Jahr verschenk ich nur Bücher!

Wie sieht’s mit euren Weihnachtsgeschenken aus? Ich gehöre ja zu den Leuten, die quasi auf die letzte Minute welche kaufen. Generell finde ich es schwer, Geschenke zu finden. Gut, dass ich nur vier Menschen beschenken „muss“: meine Eltern, mein Bruder und mein Freund. Große (im Sinne von teuren) Geschenke verlangen sie zum Glück nicht. Schließlich können sie sich mehr leisten als ich.

Trotzdem überlege ich gut, was ich wem denn nun kaufe. Da Sascha im Oktober erst Geburtstag hatte und von mir ein Nylon-Armband für seine AppleWatch bekommen hat, konnte ich ihm jetzt nicht wieder etwas teures schenken. Wir handhaben es nämlich immer so, weil wir beide so kurz vor Weihnachten Geburtstag haben. Entweder gibt’s zum Geburtstag was Größeres oder zu Weihnachten.

Bücher zu Weihnachten – wer mag welche Bücher?

Dieses Jahr wollte ich nur Bücher verschenken. Aber welche? Mein Vater liest gerne Krimis und historische Romane. Allerdings kommt er nur langsam voran, weshalb ich ihm vor ein paar Jahren ein Hörbuch gekauft habe. Bei meiner Mutter ist es zum Glück leichter, denn sie liest mehr und bevorzugt Familienromane, gerne auch aus der Nachkriegszeit. Also keine Liebesgeschichten. Früher hat sie aber sogar mal Rosamunde Pilcher gelesen und die Filme im Fernsehen geschaut.

Saschas Buchgeschmack beschreibe ich gerne mit den Stichworten „Vampire, Werwölfe, Sex und Blut“. Er liest sehr sehr viel, allerdings in den letzten Jahren nur noch auf seinem Kindle und  vor allem auf Englisch. Früher hat er auch zum Beispiel Dan Simmons gelesen. Außerdem hat er alle Twilight-Romane gelesen und die House of Night-Reihe.

Bei meinem Bruder wird es richtig schwer. Allgemein möchte er keine „Stehrümchen“ geschenkt bekommen – also Deko. Gut, dass er zwei volle Bücherregale hat. Am meisten finden sich in dem Regal Bücher über die Kirche, Geschichte, alte Reclam-Hefte, die er zur Schulzeit lesen musste, Wörterbücher, ein paar wenige Romane, ein Asterix-Comic auf Latein, den er mal vor Jahren von unserem Cousine (glaube ich) zum Geburtstag bekam und einige Kochbücher. Darunter auch ein „Römisches Kochbuch“.

Wer bekommt nun was?

Ich kann euch natürlich hier nicht verraten, welches Buch ich für Sascha gekauft habe. Hier habe ich mich einfach vom Buchhändler beraten lassen. Ich habe ihm erklärt, was mein Freund liest und er hat mir daraufhin sein Lieblingsbuch gezeigt und noch ein weiteres aus einem anderen Regal gezogen. Beide habe ich nun gekauft, wobei ich das letztere vielleicht selber lesen werde.

© Rowohlt

Das Geschenk für meinen Vater stand schon länger fest: auf WDR2 habe ich letztens zufällig eine Buchvorstellung gehört. Inhaltlich klang „The Dry“ von Jane Harper spannend und ich dachte mir, dass es etwas für meinen Vater sein könnte. Als ich am Freitag die Buchhandlung Backhaus betrat, fand ich das Buch auch auf Anhieb.

The Dry
Ein beklemmender Thriller um Heimat, Loyalität und Vergebung.
Die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten lastet wie heißes Blei auf dem ländlichen Städtchen Kiewarra mitten im Nirgendwo. Das Vieh der Farmer stirbt, die Menschen fürchten um ihre Existenz.
Als Luke Hadler, seine Frau und ihr Sohn Billy erschossen aufgefunden werden, glauben alle, dass der Farmer durchgedreht ist und erweiterten Suizid begangen hat. Aber Sergeant Raco hat seine Zweifel.
Aaron Falk kehrt nach zwanzig Jahren zum ersten Mal nach Kiewarra zurück – zur Beerdigung seines Jugendfreundes Luke. Bald brechen alte Wunden wieder auf; das Misstrauen wirft seine langen Schatten auf die Kleinstadt. Und in der Hitze steigt der Druck immer mehr…Quelle: Rowohlt | Leseprobe (PDF)

© Ullstein Buchverlage

Das nächste Buch hatte die Buchhandlung zum Glück ebenfalls vorrätig. „Die Menschheit hat den Verstand verloren“, die Tagebücher von Astrid Lindgren, habe ich mir für meine Mutter ausgesucht.

»Man muss daran verzweifeln, wie wenig die Menschheit in den vergangenen Jahrtausenden gelernt hat.« Astrid Lindgren Astrid Lindgren hat unsere Kindheit geprägt. Mit Pippi Langstrumpf und Wir Kinder aus Bullerbü hat sie unseren Blick auf die Welt verändert. Ihre Geschichten handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Jetzt liegen zum ersten Mal die Tagebücher vor, die sie während des Zweiten Weltkriegs geführt hat. Schon früh ist ihr klar, dass danach nichts mehr so sein wird wie zuvor. Ein faszinierender Einblick in die entscheidenden Jahre der berühmten Schriftstellerin. Quelle: Ullstein Buchverlage

Quelle: mairisch.de

Nun hatte ich also schnell die ersten Geschenke in der Hand. Doch was schenke ich nun meinem Bruder? Ich erinnerte mich an die Graphic Novel, die Janine vorgestellt hat und dachte mir: „Warum nicht?“ Thematisch interessant und eine Graphic Novel ist auf jeden Fall mal etwas Anderes für meinen Bruder.

Deutschland, Ende der 1930er Jahre: Albert ist ein lebensfroher junger Mann, obwohl er früh seine Eltern verlor und sich immer wieder anpassen musste, um ein Zuhause zu finden. Als der Zweite Weltkrieg beginnt, wird Albert eingezogen und kämpft als Soldat in Norwegen und Russland. Er überlebt, wenn auch nur knapp und schwer verwundet. Endlich wieder in die Heimat zurückgekehrt, verstummt Albert allerdings nicht wie so viele andere seiner Generation, sondern wird zum vehementen Kriegsgegner, der immer wieder davon berichtet, was ihm widerfahren ist. Und er wird zum liebenden Familienvater, der in der jungen Bundesrepublik auch viel Wundervolles erlebt.

Der Zeichner Sebastian Jung erzählt die bewegende Geschichte seines Großvaters mit den Mitteln der Graphic Novel: Gestaltet wie ein Notizbuch, wechseln sich Text, Zeichnungen, Originaldokumente und Fotos ab und verbinden auf außergewöhnliche Weise das Gestern mit dem Heute.Quelle: mairisch verlag

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