{Bloggen im April} Frage an dich selbst

Was hättest du an deinem 20. Geburtstag wissen wollen, das du heute weißt?

Diese Frage stellte mir der Tageskalender der Flow am 23. März.

2005 bin ich 20 geworden. In dem Jahr habe ich auf einem Berufskolleg im Bereich Sozial- und Gesundheitswesen meine Fachoberschulreife gemacht. Was ich „später“ werden wollte? Ich hatte noch keinen Plan. Die Zeit ist so schnell vergangen, es war so viel passiert. Da blieb kaum Zeit, sich darum zu kümmern. Fest stand: ich mach erst mal weiter Schule. Denn eine Ausbildungsstelle habe ich damals leider nicht bekommen. Zwar habe ich mich für diverse Stellen beworben, aber ohne Erfolg.

Ich hätte gerne gewusst, dass ich keine Angst haben muss. Dass Panikattacken nichts Schlimmes sind und ich mit ihnen umgehen lerne.

Ich hätte gerne gewusst, dass ich meinen Traum vom Abi erfüllen werde, dass ich studieren werde und dass es überhaupt nicht schlimm ist, einen solch krummen Lebenslauf zu haben. Dass ich eine Ausbildung finde und erfolgreich beende. Auch, wenn ich vorher eine beginne, bei der ich noch in der Probezeit gekündigt werde.

Dass es jemanden gibt, der mich unterstützt, der für mich da ist, der mir hilft und der mich akzeptiert, wie ich bin.

 

4 Kommentare

  1. Hallo Verena,
    gute Frage, wirklich. Ich habe da jetzt eine ganze Zeit drüber nachgedacht. Zuerst wollte ich spontan sagen, dass ich hätte wissen wollen, dass mein Mann sich 2015 in eine andere Frau hinter meinem Rücken verguckt. Dann hätte ich ihn nicht geheiratet, wenn ich das 2005 schon gewusst hätte. Dann aber dachte ich: Wir hatten ja viele schöne Zeiten, die es dann evtl. auch nicht gegeben hätte. Das will ich auch nicht. Also ist es wohl ganz gut, dass ich das nicht gewusst habe.
    Ich glaube, es gibt nichts, was ich damals schon hätte wissen sollen, von dem, was ich heute weiß. Ich denke, dass jede erfahrung, egal ob gut oder schlecht, im Leben einen Sinn hat, weil man im besten Fall an ihr wächst.
    Hab einen schönen Abend
    Yvonne

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  2. Liebe Verena,

    was man mit 20 nicht wissen kann und auch nicht soll, ist das, was das Leben für einen bereit hält. Tausende Überraschungen, immer wieder Umwege, viele neue Menschen auf dem Lebensweg, Höhen und Tiefen. Du hast recht, es wäre schön gewesen, schon mit 20 zu wissen, dass alles nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Vieles haben einem die älteren Mitmenschen schon in der Kindheit vorgebetet, aber da wollte man davon ja gar nichts wissen und seine eigenen Erfahrungen machen. 😉 Was meinst Du wohl, wie es erst ist, wenn du mit 55 zurückblickst…

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  3. Hallo Verena,

    das ist wirklich eine interessante Fragestellung. Ich hätte damals gerne einige Dinge über mich selbst und meine eigene Stärke gewusst, dann wäre mir manches vielleicht einfacher gefallen. Andererseits haben natürlich auch genau diese Erfahrungen dazu beigetragen, wie ich heute bin, so dass es ganz gut ist, wie alles lief.

    Liebe Grüße
    Julia

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  4. Huhu =)

    Ach mein Lebenslauf ist auch total krum. Ich wusste überhaupt nicht was ich will und habe nach dem Abi prompt mal das falsche studiert. Was folgte war ein Studiumsabbruch und eine etwas längere Neuorientierung. Jetzt werde ich dieses Jahr auch 30 und habe erst meinen Bachelor gemacht. Naja…ich denke immer ein hoch auf die sofort wissen was sie wollten, zu denen gehörte ich halt nicht . Pech, aber wirklich schlimm ist das auch nicht…denn ich bin zufrieden mit dem wie es läuft. Es dauert zwar, aber es geht voran und ich habe jetzt wenigstens ein Ziel vor Augen und bin zufrieden mit dem was ich mache.

    Grüße Denise

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