Mini-Rezensionen: Romane spielend in Schottland, Irland & Cornwall

Als ich die Überschrift getippt habe, haderte ich kurz mit mir. In meinem Kopf formte sich der Satz „books set in…“ und klang so viel schöner. Aber auf Deutsch? Je mehr ich mich mit der englischen Sprache befasse (in meinem Fall: zusätzlich zu den vielen englischen Büchern und Serien höre ich mittlerweile Podcasts), desto merkwürdiger klingen die gleichen Sätze auf Deutsch in meinen Ohren. Allerdings möchte ich weiterhin in meiner Muttersprache schreiben und dazu gehören auch deutsche Artikelüberschriften. Denn wenn mich eins stört auf Blogs, dann dieser Mischmasch aus Deutsch und Englisch. Mir ist klar, dass Blog auch Englisch ist, aber wie sagt man dazu denn auf Deutsch? Internettagebuch? Da steckt ja wieder ein englisches Wort drin.

Hach. Aber kommen wir mal zum eigentlichen Thema: Rezensionen! Kleine Warnung direkt am Anfang: es handelt sich um (englischsprachige) Liebes-/“Frauen“romane.

Großbritannien

Tall, Dark and Kilted – Lizzie Lamb ★★★☆☆

Nachdem ich „Girl in the Castle“ gelesen habe, dachte ich mir, dass ich sicher nichts falsch mache, ein weiteres Buch der Autorin zu lesen. Doch ich wurde leider enttäuscht. Denn während „Girl in the Castle“ durch die historischen Aspekte des Schlosses und die Hauptfigur, eine Historikerin, interessant war und ich beim Lesen in die Geschichte eintauchen konnte, empfand ich die Personen in „Tall, Dark and Kilted“ eher langweilig. Vor allem Isla fand ich sehr anstrengend und ihr Verhalten sehr kindisch. Cat kam sympathischer rüber. Auch Fliss war nicht unsympathisch, aber es fehlte einfach etwas.

Der Beginn war so komplett anders, als ich es erwartet hätte – eine Party in einem schicken Viertel in London, Drogen und einer Verhaftung. Es zog sich lange, bis Fliss endlich nach Schottland geflogen ist, wo sie Islas und Cats Mutter, die Witwe eines Schlossbesitzers, bei der Eröffnung eines Schönheitssalons helfen soll. Dort trifft sie auf den Halbbruder der beiden eben genannten jungen Frauen (Mädchen, denn Cat ist erst 17) – und ihr könnt es ahnen: zwischen Fliss und Ruairi (was ist das für ein Name? Wie spricht man den aus?) bahnt sich was an.

Insgesamt war es nett zu lesen, mehr aber auch nicht.

Klappentext auf amazon*:

Fliss Bagshawe longs for a passport out of Pimlico where she works as a holistic therapist. After attending a party in Notting Hill she loses her job and with it her dream of becoming her own boss. When she’s offered the chance to take over a failing therapy centre, she grabs it with both hands. But there’s a catch – the centre lies five hundred miles away – in Wester Ross, Scotland.

Fliss’s romantic view of the highlands populated by hunky Men in Kilts is shattered when she has an upclose and very personal encounter with the Laird of Kinloch Mara, Ruairi Urquhart. He’s determined to pull the plug on the business, bring his eccentric family to heel and eject undesirables from his estate – starting with Fliss. Faced with the dole queue once more, Fliss resolves to make sexy, infuriating Ruairi revise his unflattering opinion of her, turn the therapy centre around and sort out the dysfunctional Urquharts.

Will Fliss tame the Monarch of the Glen and find the happiness she deserves?

The Island Legacy – Ruth Saberton ★★★★☆

Romane, die in Cornwall spielen, lese ich sehr gerne, obwohl ich noch nie in dem Teil Großbritanniens war. Ich sollte allerdings wirklich mal dorthin reisen. Dieses Buch führt uns auf ein heruntergefallenes Schloss, in dem neben der Nichte des letzten Besitzers lebt und ein kleines Café betreibt. Nach dem Tod des Onkels, den sie bis zuletzt gepflegt hat, erbt eine ihr und ihrem Bruder (sehr unsympathischer Typ!) unbekannte Cousine das Schloss. Ness‘ Vater war einer der drei Brüder, die auf dem Schloss aufgewachsen sind. Doch nach einem tragischen Unglück brach der Kontakt zwischen den dreien ab. Ness‘ Vater nahm seine kleine Tochter mit nach Amerika, wo sie bis zu ihrer unerwarteten Erbschaft gelebt hat. Nun kehrt sie zu ihren Wurzeln zurück und will das Geheimnis lüften, was die drei Brüder und das Schloss umgibt.

Auf der Insel, auf der das Schloss steht, leben noch andere. Es ist wie eine kleine Gemeinschaft, die sich um das Schloss gebildet hat. Freunde, die einander helfen und alles tun, um das Schloss vor dem reichen Max Reynard zu retten. Dazu kommt noch der geldgierige Jamie, der nicht glauben kann, das sein Onkel das Schloss nicht ihm vermacht hat und Ness, die natürlich versucht, Max‘ Charme zu widerstehen.

Der Fokus liegt, anders als der Klappentext es vermuten lässt, nicht nur auf Ness, sondern auf weiteren Personen, die auf der Insel leben bzw. mit dem Schloss verbunden sind. So lernen wir also nicht nur Ness kennen, sondern auch Max und seine Geschichte, einen seiner Mitarbeiter sowie Ness‘ Cousine, die auch schließlich die Liebe findet.

Zunächst fand ich es etwas komisch, dass es nicht nur eine Hauptperson gibt, doch das machte es auch interessant und es ist mal was anderes.

Klappentext auf amazon*:

The only daughter of a troubled artist father, Ness Penwellyn always struggled to feel settled and now her life has taken an unexpected turn; she is the heir to the ancestral family home in England. With excitement Ness exchanges her American life for her inheritance, a mysterious castle set on a Cornish island, and swaps solitude for newly discovered relatives – some more pleased to learn of her existence than others.

Inheriting vast debts alongside the castle, it isn’t long before Ness encounters property developer, Max Reynard. Wealthy and wickedly handsome, Max is accustomed to getting his own way and Ness is unimpressed. His assumption she’ll sell to him only makes her more determined to find the strength to go it alone – even as bitter cousins plot and circumstances start to spiral out of control.

Before long Ness and Max are locked in a battle of wills as the castle’s past and present collide in the fight to preserve its future. Independent and determined, Ness must decide who she can trust with both the island legacy and her heart…

THE ISLAND LEGACY is captivating blend of romance, mystery and courage played out against the breath taking beauty of Cornwall’s dramatic coastline.

Irland

Catch Me A Catch – Sally Clemens ★★★★☆

Ganz zufällig bin ich auf diesen Roman gestoßen. Ein Matchmaking Festival in einem irischen Ort, ein Amerikaner, der von New York nach Irland gesegelt ist und in dem kleinen Dorf Durna strandet. Tatsächlich gibt es wirklich ein solches Festival in Irland – nämlich in Lisdoonvarna. Der Ort liegt nicht ganz so nah am Meer, wie der fiktive Ort Durna aus dem Buch, aber das spielt auch keine Rolle. Dass es überhaupt ein Matchmaking Festival gibt, ist schon kurios genug!

Das Setting ist also perfekt für einen kleinen Liebesroman. „Catch Me A Catch“ liest sich sehr angenehm und schnell habe ich mich in das kleine irische Örtchen hineinversetzt. Auch wenn mir das alles mit Jack und Annie zu schnell ging, gefiel mir die Geschichte ihrer Begegnung und Entwicklung der Beziehung.

Gerne würde ich dem Buch 5 Sterne geben, aber das Ende kam leider viel zu plötzlich. Ich hätte es nicht an dieser Stelle beendet, sondern noch ein bißchen mehr erzählt, wie ihre Zukunft denn nun aussieht.

Klappentext auf amazon*:

She had the perfect life – and all she wanted was to escape it. Artisan chocolatier and reluctant matchmaker Annie Devine wants to survive the annual Durna Matchmaking Festival without messing up. She’s useless at relationships, and the whole village know it. They’ve known ever since the day she was left at the altar in her wedding dress. When Jack Miller, charismatic head of Miller Advertising is forced to make an emergency stop on his transatlantic crossing, she mistakes him for a love-lorn bachelor, and sparks fly. Jack’s in Ireland to discover his roots, while Annie’s desperate to escape hers. Annie longs to win the coveted Chocolate Oscar competition, and claim the ultimate prize, her own shop in Dublin. But with the deadline for Jack’s return to New York looming, is she making the right choice?

Wer lieber auf Deutsch liest: Zu den drei Büchern habe ich keine deutsche Übersetzung gefunden. 

 

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