meine Kriterien für ein gutes Buch

Dass ich am liebsten typische Frauenromane mit Liebesgedöns lese, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Schaut man sich die Übersicht der Rezensionen an, wird schnell klar, auf welche Bücher ich stehe. Als Kind/Jugendliche habe ich total gerne Pferdebücher gelesen. Wahrscheinlich, weil ich selber nicht reiten durfte. Jahrelang habe ich außerdem regelmäßig die „Wendy“ gekauft. In diese Welt konnte ich mich verlieren. Und das ist wichtig für jede Art von Buch – abgesehen vielleicht von Sachbüchern. Die liest man schließlich selten zur Entspannung, sondern um etwas Neues zu lernen oder sich in ein bestimmtes Thema einzulesen.

Zwischendurch darf es auch mal ein anderes Genre sein. Ihr wisst sicher, dass ich die PC Peter Grant-Reihe von Ben Aaronovitch. Ebenfalls eine interessante Reihe, obwohl ich bisher leider nur das erste Buch gelesen habe, sind die Thursday Next-Bücher, geschrieben von Jasper Fforde.

Trotzdem kehre ich immer wieder zu einem Genre zurück.

Etwas Romantik, eine schöne Kulisse in Form von einer schönen englischen Gegend, Charaktere mit einer Hintergrundgeschichte – und schon bin ich mitten drin im Buch. Doch das reicht noch lange nicht aus, denn schließlich soll die Geschichte auch gut geschrieben sein. Erklären kann ich es jedoch nicht, was das genau für mich bedeutet. Es ist einfach ein Gefühl. Es muss „Klick“ machen. Das tut es bei den meisten Büchern, die ich kaufe oder auch als Rezensionsexemplare erhalte. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. So dachte ich zum Beispiel, „Escape to the Cotswolds“ klänge nach einem schönen Roman. Cover und Beschreibung sprachen mich an und so drückte ich bei NetGalley den Request-Button. Wie ihr aber anhand meiner Rezension sehen könnt, bin ich da auf eine falsche Fährte gelockt worden. Bisher habe ich nur zwei (kurze) Rezensionen dazu auf Goodreads gefunden. Da das Buch erst am 21. Juni erscheint, können die anderen das auch nur als Rezensionsexemplar erhalten haben. Sie scheinen das Buch genossen zu haben und loben es quasi. Viele Rezensenten wollen sicher kein schlechtes Feedback an den Verlag zurückgeben, aber was nützt es, ein Buch mit 5 Sternen zu bewerten, wenn man es eigentlich nicht mochte? Deshalb bin ich ehrlich in meinen Rezensionen. Vielleicht sieht es für den einen oder anderen komisch aus, wenn ich die meisten Bücher so gut bewerte. Tatsächlich hatte ich bisher aber wirklich Glück mit den Büchern, die ich „einfach so“ bekommen habe. Aber ich bewerte auch solche Bücher, die ich gekauft habe, mit 5 Sternen, sofern mir das Lesen Spaß gemacht hat.

meine Kriterien für ein gutes Buch

 

  • Bildhaftigkeit. Ich muss mich also gut in das Buch und Geschehen hineinversetzen können. Aber das ist sicher bei jedem so, oder?
  • Charaktere. Im Falle vom oben genannten Buch, „Escape to the Cotswolds“, kamen mir die handelnden Charaktere flach vor. Ihre Unterhaltungen waren langweilig und so nichtssagend. Ich bin mir im Klaren, dass die meisten Bücher, die ich gerne lese, nicht aus tiefgründigen Konversationen bestehen, aber ein wenig Tiefe haben sie schon. Irgendwie.
  • Entspannungsfaktor. Ich lese, um mich zu entspannen, um abzutauchen. Kann ich das, ist das Buch gut. So einfach ist das.
  • Bonuspunkte: der Roman spielt in England oder Schottland bzw. der Autor schreibt in britischem Englisch. Ich bevorzuge nun mal Britisch.
Was macht für euch ein gutes Buch aus?

3 Kommentare

  1. Ich habe erst im Krankenhaus zur Geburt meines Sohnes (vor vier Jahren) Dan Brown für mich entdeckt. Faszinierend ist einfach, wie sein Lieblings-Held Robert Langdon von einer tollen Stadt in die nächste gejagt wird. Dabei sind die Orte und Fakten so wahnsinnig gut recherchiert! Man könnte Rom wahrscheinlich anhand seines Illuminati (Angels and Demons) ablaufen, genau, wie es doch für London die verschiedenen Autoren-Walks gibt!
    So etwas liebe ich!
    Viele Grüße, Izabella

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  2. Liebe Verena! Oh Gott, habe ich mir gerade gedacht … ich lese seit einiger Zeit nur noch Fachbücher über meine Arbeit – und überhaupt keine Romane oder Krimis mehr … 🙄 Einerseits ein gutes Zeichen, finde ich, weil mich meine Arbeit wirklich interessiert … 😀💫 und anderseits auch schade 😔, weil ich früher viele andere Bücher gelesen habe. Ich mochte immer die Bücher, die mich „reinziehen“, mit denen ich eine Zeit lang innerlich mitlebe und bei denen ich traurig bin, wenn sie zu Ende sind – wie z.B. „Das Geisterhaus“ oder „Die Buddenbrooks“ … Fesselnde Krimis habe ich auch immer gerne gelesen … Wenn ich so überlege, dann sollte ich wohl mal wieder nach einem fesselnden Nicht-Fachbuch Ausschau halten … 🤗 LG Gaby

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  3. Ein gutes Buch muss mich einfach einsaugen… 1, 2 Seiten und ich darf gar nicht mehr merken, an welcher Bahnstation ich gerade bin oder wie viel Zeit vergeht, dann ist es richtig! Der letzte Anfang der mich richtig gut gefesselt hat war „Der Marsianer“ 😉

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