Aus dem Literaturkurs: Fremdheit & Schreiben zu Bildern

Gerade erstelle ich die Mappe für den Literaturkurs (Abgabe nach den Ferien) und da fiel mir ein, dass ich euch noch ein paar Texte zeigen könnte.

Der erste entstand aus einer Hausaufgabe heraus. Wir sollten einen Text (freie Form) zum Thema Fremdheit schreiben.

 

Ganz unvermittelt und ohne Vorwarnung ist sie da: Die Angst. Woran ich sie erkenne? An dem Gefühl, was sie mir gibt. Herzrasen, Schwindel, der Drang, fliehen zu müssen.

Hektisch schaue ich mich um. Wie gelähmt bleibe ich stehen. Keinen Schritt weiter kann ich gehen. Plötzlich stülpt sich eine Glasglocke über mich. Meine Umwelt nehme ich durch das Glas wahr. So, als wäre ich ein Außenstehender.

Panik ergreift mich. Ich kehre um und renne in die Richtung, aus der ich gekommen bin. Mein Atem normalisiert sich wieder. Die Glasglocke ist verschwunden.

Der nächste Text ist eine Schreibübung vom Tag der offenen Tür. Die Lehrerin zeigte uns über den Beamer Bilder, zu denen wir was schreiben konnten. Ich wählte das Bild einer langen Straße.

Wie lange bin ich schon auf dieser Straße unterwegs, auf der Suche nach dem Ende? Das Ziel scheint noch so fern, so unerreichbar zu sein. Völlig aufgetrocknet und hungrig stolpere ich. Ich bin erschöpft. Die Sonne ist so heiß. Sie verbrennt meine Haut. Die Bäume spenden Schatten, bringen aber kaum Abkühlung.

Ich lehne mich an einen Baumstamm. Nur mal einen Moment ausruhen. Die Augen schließen und vom Ziel träumen.

Ich sehe es vor mir. Es ist zum Greifen nahe. Doch ich fasse ins Leere.

Ich erwache. Die Sonne ist gewandert und schieb sich hinter eine Wolke. Es wird kühler. Zeit, weiter zu gehen. Es liegt noch ein langer Weg vor mir.

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