Rezension: Return to Castle Bay (Phillipa Ashley)

Endlich noch mal eine Rezension auf Deutsch! Aber, kleine Anmerkung: das Buch ist auf Englisch. Ihr wisst ja von meinem Faible für englischsprachige Bücher. Wenn sie auch noch drüben in UK spielen – um so besser! Komischerweise häufen sich die Romane, die in Cornwall spielen. Dass ich noch nicht die Rosamunde-Pilcher-Bücher meiner Mutter stibizt habe, grenzt an ein Wunder. Vermutlich habe ich das noch nicht getan, weil sie auf Deutsch sind.

Vorstellen möchte ich euch heute „Return to Castle Bay*“ von Phillipa Ashley. Alle Infos zum Buch findet ihr am Ende des Artikels.

Return to Castle Bay – Adel, Cornwall und Liebe

Warum Phillipa Ashleys Roman „Return to Castle Bay“ heißt, weiß ich nicht. Denn das Schloss heißt ja nicht Bay. Es gibt aber noch einen weiteren Titel, nämlich „Miranda’s Mount“ – weil es der „St Merryn’s Mount“ ist, auf dem die Protagonistin, Miranda, lebt und arbeitet. Aber „Return to Castle Bay“ klingt im Gegensatz dazu viel besser. Und warum „Return“? Weil der Sohn und Erbe des Schlosses sich nach langer Abwesenheit wieder mal blicken lässt. Ihr ahnt, wie es enden wird, oder?

Das Schloss steht auf einer kleinen Insel kurz vor der Küste Cornwalls und ist ein richtiger Touristenmagnet. Miranda ist dort die Managerin und ist unter anderem verantwortlich für das alljährlich stattfindende Festival, bei dem Spenden für verschiedene Organisationen aus der Region gesammelt werden. Die Insel und das Schloss sind ihre Heimat. Sie hat hier etwas gefunden, was ihr Halt gibt. Ihr könnt euch denken, dass sie eine nicht ganz so schöne Vergangenheit hat. Ohne eine solche Hintergrundgeschichte wären diese Art von Büchern doch langweilig, oder?

Mit der Rückkehr von Jago St Marryn, dem Erben des Schlosses, muss Miranda um ihre Existenz und ihr Zuhause fürchten. Denn der sehr gut aussehende Jago hat Pläne für St Merryn’s Mount. Das Dumme ist: Miranda verliebt sich in ihn, will es aber sich selber nicht eingestehen. Schließlich ist Jago jemand, dem die Frauen nur so zu Füßen liegen. Außerdem bleibt er sicher nicht für immer hier auf dieser Insel.

St Merryn’s Mount ist klein und so laufen sich Miranda und Jago oft über den Weg. Hinzukommt, dass er nun ihr Chef ist und sie als Managerin vieles mit ihm besprechen muss. Eine Beziehung oder eine Affäre zum Chef wäre undenkbar! Doch zwischen den beiden entwickelt sich doch so etwas wie Freundschaft und trotz Jagos Trauer um eine sehr nahestehende Person, spürt er, dass er langsam aber sicher Gefühle für seine Angestellte entwickelt. Trotz seiner Pläne für die Insel gibt Miranda nicht auf und ackert härter denn je.

Es klingt klischeehaft und typisch für diese romantischen Frauenromane. Aber trotzdem mag ich solche Bücher. Auch „Return to Castle Bay“ gehört zu den Romanen, in denen ich mich richtig wohl gefühlt habe. Als wäre ich ein Teil des Geschehens und gehörte zur Insel und den Bewohnern dazu. Nicht zuletzt hat auch die Kulisse dazu beigetragen. Ich war noch nie in Cornwall. Das einzige Fleckchen England, was ich bisher gesehen habe, ist London und ein wenig Landschaft zwischen dem Eurotunnel und der Hauptstadt. Und aus dem Zugfenster gab es nicht viel zu sehen, außer einer Autobahn, Wiesen und Wälder und schließlich der riesigen Stadt. Kein Küstenstreifen, keine malerischen Dörfer.

Ich bin niemand, der sich für Adel interessiert und habe auch ehrlich gesagt wenig Ahnung davon – sowohl vom deutschen Adel als auch vom britischen. Aber der Adel spielt auch weniger eine Rolle hier, denn für Jago scheint sein Titel auch nicht wichtig zu sein. Die Tatsache, dass er aber einen Titel hat, macht das ganze etwas „Romantischer“, will ich fast sagen.

Um es jetzt mal kurz zu fassen: ich fand das Buch richtig toll! Durch solche Romane bekomme ich ja schon ein wenig Fernweh, muss ich gestehen. Obwohl ich eher sehr heimatverbunden bin und früher auch immer Heimweh bekommen habe. Außerdem schreckt mich ein wenig die Tatsache davon ab, dass Cornwall wahrscheinlich eher mit dem Flugzeug besser oder viel mehr schneller zu erreichen ist, als mit dem Zug – und ich fliege ja nicht besonders gerne und bin sehr dankbar dafür, dass es den Eurostar gibt und wir in der glücklichen Lage sind, nicht allzu weit weg von Brüssel zu wohnen.

Also, wer ein Buch zum Abschalten sucht, liegt mit „Return to Castle Bay“ genau richtig!

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