Tagesausflug: Valkenburg aan de Geul

Man muss nicht weit reisen, um eine neue Stadt zu erkunden. Vielmehr reicht es, mal die eigene Umgebung kennenzulernen. Komischerweise sind wir früher nie ins benachbarte Niederlande oder Belgien gefahren. Mittlerweile erkunden meine Eltern und ich ganz gerne vor allem Süd-Limburg, dem Teil der Provinz Limburg (Niederlande), die an Aachen sowie dem Nordkreis grenzt. Landschaftlich hat Süd-Limburg einiges zu bieten, denn hier sind die Niederlande gar nicht so flach, wie man denkt. Im Gegenteil: sanfte Hügel durchziehen die Region. Zwischen den Hügeln entdeckt man oft Schlösser (niederl.: kasteel) mit wunderschönen Gärten. Und auch die Ortschaften, durch die man fährt, wirken ordentlich mit ihren hübsch gestalteten Vorgärten.

Heute nehme ich euch mit nach Valkenburg aan der Geul, ca. 30km von Aachen entfernt.

Hinkommen & Parken

Mit dem Auto von Aachen aus innerhalb von ca. 30 Minuten. Wer mit dem Bus fahren will, nimmt die 350 von Aachen Richtung Maastricht und steigt in Gulpen um. Wegen der wirklich schönen Landschaft lohnt sich aber auch eine Radtour.

Geparkt haben wir am Ortseingang am Geulpark. Dort kann man für 8 Euro den ganzen Tag parken und durch den schönen Park vorbei am Weiher ins Zentrum spazieren. Dort gibt es übrigens auch einen Hundespielplatz!

Ganz in der Nähe des Geulpark ist übrigens auch das Kasteel Schaloen, ein Hotel, das neben Feste feiern auch diverse Kochkurse und andere Aktivitäten anbietet. Dort befindet sich außerdem ein Schlossgarten (niederl.: kasteel tuin). Den haben wir leider nicht besucht.

Weiher im Geulpark

Idylle

Sehenswürdigkeiten

Valkenburg hat eine Burgruine, nämlich die der Valkenburg. Dort befinden sich auch unterirdische Fluchtgänge, die Fluweelengrot. Die Besichtigung kostet 12 Euro und ist somit nicht gerade billig. Stattdessen haben wir uns die Ruine von oben angeschaut. In der Grotte findet in der Weihnachtszeit auch immer ein Markt statt.

Burgruine

Burgruine vom Wilhelminatoren aus gesehen

Vom Wilhelminatoren hat man einen Ausblick über die Grenzen hinaus. Für 2 Euro (Kinder zahlen einen Euro) steigt man die Stufen vom Restaurant aus hinauf und kann die schöne Landschaft von oben sehen. Was fehlt: eine Erklärung, was in den verschiedenen Richtungen liegt.

Blick auf Valkenburg vom Wilhelminatoren

Wer zu faul ist, den Berg zum Turm hinaufzugehen, kann den Sessellift nehmen. Von der anderen Seite führt aber auch eine Straße rauf, denn wer z.B. nicht gut laufen kann, einen Kinderwagen dabei hat oder aus einem anderen Grund nicht den Fußweg oder den Sessellift nehmen kann, sollte auch noch eine Alternative haben. Zusätzlich zum Lift habe ich noch eine andere Möglichkeit gesehen: kleine „Schlitten“, in denen man saß und über eine Bahn nach oben gezogen wurde. Informationen darüber konnte ich aber nicht finden.

Übrigens gibt es dort auch eine Sommerrodelbahn. Da wir aber gut zu Fuß sind und Sessellifte von diversen Urlauben in den Alpen bereits kennen, haben wir uns für den Fußweg entschieden. Außerdem ist ein Sessellift in den Alpen viel spektakulärer.

Übrigens sind wir erst am Eingang des Fußweges vorbei gegangen, da er nicht klar ausgeschildert ist.

geht’s da wirklich lang?

Daher habe ich mal einen Screenshot von der Karte gemacht.

hier geht’s lang zum Wilhelminatoren (klicken zum Vergrößern)

Essen & Trinken

Restaurants und Cafés gibt es en masse. Zu Mittag gab es Italienisch bei Il Forno. Mit Pizza, Pasta und Co macht man auf jeden Fall nichts falsch, oder?
Traditionsgemäß gibt es nachmittags immer Kuchen – egal wo wir sind. Nachdem wir also vom Turm wieder in den Ort zurückgekehrt sind, haben wir noch einen kurzen Abstecher vom Bahnhof gemacht, da das Gebäude ganz schön ist und auch unter Denkmalschutz steht. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen bei Aan de Linde. Zu den Getränken wurde nicht nur ein Keks serviert, sondern auch ein Gläschen mit Wasser, ein Stück Nougat sowie ein Gläschen mit Eierlikör und Sahne. Für Sascha habe ich danach noch in der Bakkerij Geurten, die um die Ecke liegt, einen kleinen Reisfladen und ein Erdbeertörtchen gekauft.

Aufgefallen ist uns, wie sauber die Stadt ist. Wenn man das mal mit Aachen vergleicht, wo gerne schon mal Hundekot liegt oder Müll. Vielleicht sind die Strafen in den Niederlanden zu hoch. Außerdem fand ich es ungewöhnlich, dass in den Parks keine Jugendlichen waren, wie das in Aachen immer der Fall ist. Egal in welchem Park man ist, irgendwo liegen Jugendliche bei schönem Wetter auf den Wiesen. Das mag wohl daran liegen, dass die kleine Stadt nun mal keine Uni hat. Die Studenten und jungen Leute werden eher in Maastricht anzutreffen sein.

Weitere Fotos lade ich demnächst auf den üblichen Seiten hoch.

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