Leseratten und Stereotypen: was ist dran?

Wer gerne liest, trägt eine Brille, hat keine anderen Hobbies und trinkt zum Lesen Tee? Bei Cait habe ich einen Artikel zum Thema Leseratten und Stereotypen entdeckt und ihre Vorurteile ins Deutsche übersetzt.

Leseratten tragen eine Brille

Bei mir trifft das auf jeden Fall zu. Allerdings hat das nichts damit zu tun, dass ich gerne lese. Mein Vater trägt auch eine Brille und er ist keine Leseratte.

Ich brauche/trage auch erst seit 2007 eine Brille.

Beim Lesen trinken sie Tee

Nein. Ich trinke beim Lesen nämlich meistens nichts. Wenn ich doch was trinke, ist es meistens Wasser, weil es schneller „gemacht“ ist. Das heißt natürlich nicht, dass ich nie Tee trinke. Mir ist die Zubereitung meistens aber zu aufwändig und wenn ich beschließe zu lesen, dann ist das spontan und ich nehm mir schnell ein Glas Wasser.

Leseratten denken über das, was sie lesen nach und werden dadurch sehr schlau

Bei dem Kram, den ich lese? Nope. Ich lese nicht, um darüber nachzudenken. Ich lese, um unterhalten zu werden. Und ob mich Romance und ChickLit schlau macht? Eher nicht. Es erweitert höchstens meinen Englisch-Wortschatz.

Leseratten horten Bücher

Das stimmt allerdings. Ich kann nichts dafür! Die sehen nun mal schön aus und erzeugen Gemütlichkeit.

Leseratten haben neben dem Lesen keine weiteren Hobbies

Ich bin zwar niemand mit tausend anderen Hobbies, aber neben dem Lesen gibt es noch andere Dinge, die ich gerne tue. Zum Beispiel fotografieren oder spazieren. Okay. Das klingt sehr einsam. Aber ich treffe mich auch gerne mal mit Freunden – ehrlich!

Leseratten wollen selber Autoren werden

Ja! Das wollte ich schon als Kind. Bisher hat es mit meiner Karriere noch nicht geklappt.

Leseratten ziehen gedruckte Bücher den elektronischen vor

Jein. Ich mag beides. Ist das auch ok? Beim Kindle finde ich das Licht praktisch und muss nicht im Wohnzimmer das “große“ Licht anmachen. Auch Regen und Wind hält es aus.

Alle Leseratten sind introvertiert

Ich würde mich nicht als introvertiert bezeichnen, aber auch nicht als extrovertiert. Irgendwas dazwischen passt schon eher. Manchmal bin ich schüchtern, wenn ich neue Leute kennenlerne. Aber ich kann auch anders sein. Es kommt immer auf das Gegenüber an.

Leseratten gehen total gerne in Buchhandlungen

Ja, schon. Die Luft dort ist meist besser als in Modegeschäften.

Sie denken, das Buch ist besser als der Film

Nein. Ich schaue aber auch wenige Buchverfilmungen. Herr der Ringe und den Hobbit habe ich gesehen, ein oder zwei Filme von Harry Potter – und sonst? Da müsste ich echt nachdenken. Aber ich würde jetzt nicht pauschal sagen, dass das Buch immer besser ist als der Film. Herr der Ringe war schon ziemlich gut!

Wie ist das bei euch? Findet ihr euch in den Vorurteilen wieder oder eher nicht?

7 Kommentare

  1. Hallo Verena,
    tja, auf mich treffen tatsächlich mehr Dinge zu als mir lieb ist 😀
    Ich glaube aber, dass vieles davon auch völlig normal ist. Nur Autorin möchte ich nicht werden, ich lese lieber Geschichten von anderen, für mich selbst reicht bloggen.

    Übrigens glaube ich trotzdem, dass man bei ChickLit und Romance etwas lernt – weniger über den Inhalt als über den Prozess des Lesens. Ich habe mal einen Artikel gelesen, in dem etwa stand, dass Leser*innen ein besseres Kurz- und Langzeitgedächtnis entwickeln, außerdem wird natürlich das Sprachgefühl trainiert (bei dir ja sogar im Englischen, hochachtung :)) Ich glaube also, dass Lesen so oder so klüger macht, dafür muss es nicht unbedingt ein Sachbuch sein 😉
    Vielen Dank für die Übersetzung 😀 War sehr amüsant zu lesen.
    Viele Grüße
    Jennifer

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  2. Haha, ja, tatsächlich treffen auch auf mich viele Punkte zu – Brille, Buchläden, Bücher horten, drüber nachdenken, richtige Bücher statt elektronischen wählen, introvertiert sein und den Film schlechter finden!

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  3. Einiges trifft zu, einiges nicht.
    Die Brille ist bei mir auch vererbt und hat nichts mitm Lesen zu tun. Und du hast recht: Buchläden riechen einfach besser. Autorin wollte und will ich aber nicht werden.
    Und das ich Bücher horte, das würde ich so nicht sagen. Ich sammel einen Schatz an 😉

    LG Lexa

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  4. Kurz gefasst: Ja, Ja, müssen andere beurteilen, Ja, Nein, Ja, Nein, Nein, Ja, Ja 🙂 Ich hoffe ich habe nix ausgelassen!
    Viele Grüße, Izabella

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  5. Pingback: Linkliebe № 14 | LexasLeben

  6. Also auf mich trifft nur sehr weniges zu. Ich gestehe mich schuldig, dass ich Bücher horte, was an meinem extrem großen SuB deutlich wird. Dazu denke ich bei manchen Büchern natürlich etwas länger über die Inhalt nach, bei anderen nicht. Kommt halt auf das Buch an. Aber das lesen bildet ist ja hingegen schon wissenschaftlich belegt, somit dürfte die Aussage allgemein stimmen. Ebooks mag ich auch überhaupt nicht, lediglich für die Uni, ab und an Trinke ich auch Tee beim Lesen und ja, ich gehe verdammt gerne in die Buchhandlung.

    Jedoch bin ich nicht unbedingt introvertiert. Die meisten würden mich als extrovertiert beschreiben, weil ich viel Rede, gerne neue Menschen kennelerne und in Gesellschaft bin. Ich sehe mich eher als Mix aus beiden, da ich ab und an auch meine Ruhe brauche und allein sein will.

    Eine Brille trage ich ebenfalls nicht, dazu gehe ich auch nie pauschal davon aus das ein Buch besser als der Film ist. Ich gehe immer ganz offen an Filme heran und ziehe dann mein Fazit. Manche Filme sind schlechter als das Buch, das stimmt, aber andere sind gleichwertig oder sogar besser, weil sie unnötige Abschnitte des Buches gestrichen haben und dadurch spannender sind. Ist ne individuelle Sache, aber am Ende finde ich die Filme meistens eine schöne Ergänzung zu einer Buchreihe. Autor wollte ich nicht unbedingt werden, eher Journalistin, aber das geht ja auch in die Richtung.

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