Rezension: Das Mädchen, das in der Metro las (Christine Féret-Fleury)

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Rezension: Das Mädchen, das in der Metro las (Christine Féret-Fleury)Das Mädchen, das in der Metro las
Übersetzer: Sylvia Spatz
Originaltitel: La fille qui lisait dans le metro
Verlag: Dumont
Erscheinungsdatum: 22.05.2018
ISBN: 978-3-8321-8994-5
Genre: Fiktion
Seiten: 176
Format: Hardcover

Jeden Morgen sitzt Juliette in der Metro auf dem Weg zu ihrer eintönigen Arbeit in einem Maklerbüro und taucht ein in die Welten ihrer Romane. Mal begibt sie sich mit Marcel Proust auf die Suche nach der verlorenen Zeit, mal begleitet sie Hercule Poirot im Orientexpress Richtung Istanbul - manchmal beobachtet sie auch einfach die Menschen um sich herum, die in ihre Lektüre vertieft sind. Es sind die Bücher, die Juliettes Leben Farbe verleihen. Als sie eines Tages beschließt, zwei Stationen früher auszusteigen, begegnet sie dem schrulligen Soliman, der mit seiner Tochter Zaïde inmitten seiner Bücherstapel lebt. Soliman glaubt, dass jedes Buch, wenn es an die richtige Person übermittelt wird, die Macht hat, ein Leben zu verändern. Auserwählte Boten liefern für ihn diese kostbare Fracht aus, an die, die sie nötig haben. Bald wird Juliette zu einer Botin, und zum ersten Mal haben die Bücher einen wirklichen Einfluss, auch auf ihr Schicksal.

Meine Meinung

Beim Lesen fiel mir vor allem ein Wort ein: zeitlos. Mir kam es nicht so vor, als wäre Juliette unbedingt eine moderne junge Frau. Ich konnte sie mir auch in den 50er Jahren vorstellen – oder vor 100 Jahren, der Gebrauch moderner Technik, was zum Glück nicht sehr häufig vorkam, störte schon fast.

Neben der Zeitlosigkeit wirkt der Roman wie ein neben mir plätschernder Bach. Das Geschehen floss an mir vorbei, ganz sanft und leise. Ein weiteres Wort, was den Roman beschreibt, ist Melancholie, die während des Lesens mitschwingt. Die Personen wirkten auf mich traurig, unglücklich mit ihrem Leben, Beruf. Erst die Bücher weisen ihnen eine Richtung.

Mir fällt es schwer, das Buch zu bewerten. Ist es schlecht? Nein. Aber es ist auch nicht richtig, richtig gut. Es ist… einfach schwer zu beschreiben. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Drang, das Buch abbrechen oder ein paar Seiten oder gar ans Ende blättern zu müssen, wie ich ihn oft bei langweiligen Büchern verspüre. Aber es hat mich auch nicht mitgerissen, in seinen Bann gezogen. Ich verzichte bei dieser Rezension einfach auf eine Sterne-Bewertung.

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weitere Rezensionen zu dem Roman:

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1 Kommentare

  1. Klara Holzmann

    Ich fand den Buchtitel eigentlich richtig ansprechend…aber der ist eben kein Garant für ein Meisterwerk…danke vielmals für die Rezension!!

    GlG Klara

    AntwortenAntworten

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