Verena liest die Longlist: Lese-Update & Shortlist #dbp19

Eigentlich müsste die Challenge jetzt „Verena liest die Shortlist“ heißen, denn heute wurde ebendiese bekannt gegeben. Unter anderem hat es „Das flüssige Land*“ geschafft, in die engere Auswahl zu kommen.

Aber mal von vorne: Als die Longlist erschienen ist, kam mir die Idee, drei Bücher davon zu lesen. Denn schließlich habe ich mir dieses Jahr vorgenommen, meinen Lesehorizont zu erweitern. Statt immer nur Romance und ChickLit, wollte ich auch mal was ganz anderes lesen. Der Deutsche Buchpreis eignet sich also perfekt für mein Vorhaben.

Also fragte ich drei Rezensionsexemplare an. Ausgesucht hatte ich mir neben „Das flüssige Land“ von Raphaela Edelbauer noch „Kintsugi“ von Miku Sophie Kühmel sowie „Miroloi“ von Karen Köhler. Allerdings gab es nur noch für das erste Buch Rezensionsexemplare. Mittlerweile bin ich froh, dass ich nur ein Buch rezensieren muss, denn ich würde es nie schaffen, zeitnah eine Rezension zu drei relativ dicken Büchern zu schreiben. Zumal es ja alles keine Schmöker sind, sondern anspruchsvollere Werke.

Die Shortlist

© vntr.media

Das ist sie also, die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019. Wie oben schon erwähnt, ist „Das flüssige Land“ einen Schritt näher an den Buchpreis gerückt. Ebenso hat es „Kintsugi“ geschafft, also ein weiteres Buch, was ich gerne lesen wollte. Die ganze Liste mit Kommentar der Jury zu den jeweiligen Büchern findet ihr auf der Seite des Deutschen Buchpreises. Am 14. Oktober wird der Gewinner bekannt gegeben.

Lese-Update: Das flüssige Land

Momentan bin ich auf Seite 152 von 349. Der Roman liest sich zwar gut, allerdings nicht so flüssig wie die von mir so zahlreich verschlungenen anderen Bücher. Was hat es mit diesem Loch auf sich? Was ist damals am Ende des zweiten Weltkriegs passiert? Wieso ist Groß-Einland auf keiner Karte verzeichnet, wieso kennt niemand, der nicht aus dem Ort stammt, Groß-Einland? Der Supermarkt verkauft Produkte, die es zwar überall sonst auch gibt, aber sie sind nicht die originalen, sondern im Ort angefertigte und hergestellte Artikel, auf die man nur die Etiketten der handelsüblichen Marken klebt. Über allem schwebt die Gräfin, sie hat das Sagen, ihr gehört der Ort und das Land, auf dem er steht. Alles ist ziemlich rätselhaft, geheimnisvoll.

Die Autorin ist Österreicherin und das merke ich auch beim Lesen. Manchmal stoße ich auf Begriffe, die mir nicht bekannt sind oder für die wir in Deutschland andere Wörter haben (zumindest im Standarddeutsch). Stiege statt Treppe, schoppen statt hineinstopfen. Die beiden Beispiele sind noch nachvollziehbar. Jusstudent jedoch habe ich vorher noch nie gehört. Der Begriff meint übrigens „Jurastudent“ und auch „Janker“ musste ich nachschlagen (Trachtenjacke).

Der Ton des Romans passt zu meiner Vorstellung von Groß-Einland. Etwas altertümlich, wohl überlegt, sanft, ruhig. Als sei die Zeit stehen geblieben. Ich bereue mein Vorhaben, dieses Buch zu lesen, nicht. Vielmehr bin ich gespannt, wie es endet und ob Ruth hinter die Geheimnisse kommt.

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