#WritingFriday: Frühlingsanfang

Zwischen all den Nachrichten mit dem C-Wort, braucht es auch mal etwas Ablenkung, etwas Schönes. Denn auch wenn wir es vielleicht im Moment nicht so ganz wahrnehmen, es ist Frühling. Statt den Beginn meiner liebsten Jahreszeit mit einem Eis draußen zu genießen, sitze ich zuhause. Eigentlich sollte ich wenigstens etwas arbeiten, vielleicht Romanideen ausfeilen und am Blog werkeln. Doch meine Gedanken driften immer wieder ab und ich kann mich nicht konzentrieren. Für eine Weile kann ich mich beim Lesen eines schnulzigen Romans in eine fiktionale Welt träumen, in der es keine Sorgen gibt. Doch nach zwei Stunden, mein Rücken schmerzt schon von meiner liegenden Position auf dem Sessel, hebe ich den Kopf und mir wird schlagartig bewusst: die Welt ist im Ausnahmezustand!

Ich betrete die Terrasse und atme die Frühlingsluft ein. Es riecht süßlich nach den Blüten des kleinen Strauchs, den wir zur Hochzeit bekommen haben. Im Moment steht er noch in seinem Topf auf der Terrasse. Der Garten muss warten.

Es mag zwar blöd klingen, aber wenn es mir im Moment nicht gut geht, schaue ich hinaus aus dem Fenster. Dort sehe ich immer irgendwelche Vögel. Es ist Balzzeit. Mit etwas Glück schleicht auch eine Katze durch die Gegend. Diese kleinen Dinge sind es, die mir helfen, die mich beruhigen.

Deshalb habe ich für den WritingFriday von Elizzy ein Haiku geschrieben. Eine ihrer Aufgaben ist, den Frühlingsanfang einer blinden Person zu beschreiben. Ich hoffe, es gefällt euch.

Frühlingsanfang

Kitzelnde Sonnenstrahlen

wohlig warm auf der Haut.

Vogelgezwitscher in der Luft

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2 Kommentare

  1. Liebe Verena,
    schön, von dir zu lesen. Bin spät dran, da ich nicht mehr auf Elizzys Seite kam.
    Ja, du hast recht – es ist ein Ausnahmezustand und irgendwie unwirklich und doch auch ganz real. Hm.
    Falls es dich interessiert: Hier https://mutigerleben.wordpress.com/2020/03/20/writing-friday-wie-sich-die-sonne-anfuehlt/ findest du meinen Beitrag für die letzte Woche.
    Gleich setze ich mich an den Schreibtisch, um den Beitrag für morgen zu schreiben. Und dann noch ein „Drabble“ für mein neues Corona-Tagebuch auf meinem Blog. Das fällt für mich unter das Stichwort „Von der Seele schreiben“.
    Hab es fein und sei gegrüßt
    Judith

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  2. @Judith Manok-Grundler: Vielen Dank für deinen Kommentar!
    Von Drabbles habe ich ja bisher noch nie was gehört. Sollte ich mir aber mal merken, denn das klingt, als wäre das hilfreich, um wieder ins Schreiben reinzufinden.

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