Jahresrückblick 2020: 68 Bücher & 465,67 km

Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter dir, ein anderes Stück hast du noch vor dir. Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken, aber nicht um aufzugeben.

Augustinus von Hippo

Ein langes Jahr geht zu Ende. Für mich persönlich war es psychisch sehr anstrengend – und ich habe durch meine Angststörung viele belastende Zeiten erlebt. Immer wieder hatte ich in der Vergangenheit Phasen, in denen ich mich depressiv gefühlt habe. Allerdings kann ich mich nicht daran erinnern, jemals so verzweifelt gewesen zu sein, wie zeitweise in diesem Jahr. Vor allem im März und April gab es Momente, in denen ich mich machtlos gefühlt habe. Darauf folgten relativ gute Monate. Wir haben unseren Garten neugemacht, Rasen verlegt, ich habe viel auf der Terrasse gesessen und gelesen. Auch die Bachelorarbeit hat dazu beigetragen, dass ich auf andere Gedanken kommen konnte.

Dann kam der Herbst und ich spürte wieder die Verzweiflung in mir aufsteigen. Wieder hatte ich das Gefühl der Machtlosigkeit. Da half auch nicht die Weihnachtszeit, die ich als Kind so gerne gemocht habe.

Ich bin stolz auf mich, dass ich diese Selbstisolation seit März bis hierher geschafft habe und ich werde es auch noch weitere Monate schaffen.

gelesene Bücher (Anzahl reicht, sonst wird die Liste zu lang): 68 von 70. Vielleicht schaffe ich heute ja noch das 69. Buch. Meinen SUB habe ich nicht abgebaut und viele der Bücher, die ich lesen wollte, um ihn zu minimieren, habe ich nicht geschafft. Aber Lesen ist ja auch kein Marathonlauf.

bestes Buch/beste Bücher: schwer zu sagen, welches das beste Buch war. Es gab einige positive Überraschungen, so zum Beispiel „The Cat and the City“ von Nick Bradley und „Queenie“ (Rezension) von Candice Carty-Williams. Mit „Wakenhyrst“ (Michelle Paver) habe ich außerdem mal ein Genre gelesen, wovor ich bisher immer Angst hatte (Rezension). Auch habe ich begonnen, Agatha Christie zu lesen. Normalerweise bevorzuge ich ja Romance oder zumindest Bücher, die einfach nur zum Schmökern sind. In diesem Jahr habe ich aber glaube ich eine gute Mischung gelesen.

beste Serie/bester Film: Sex Education, Home for Christmas, Anne With An ‚E‘

Spaziergänge: Da in diesem Jahr mein Fußweg zur Arbeit und zurück ab März entfiel und ich auch nicht mehr zur Uni fahren musste ab April, da die ja digital stattfindet seitdem, fehlte mir die Bewegung. Deshalb bin ich so oft es ging spazieren gegangen. Mal waren es nur kleine Runde um das Wohngebiet, mal unsere Standardrunde und mal ging es auch etwas weiter. Mein Mann und ich haben neue Wege entdeckt und uns sogar Wanderschuhe zugelegt. Insgesamt bin ich 465,67 km spazieren gegangen. Mit 67,42 km war der November übrigens mein aktivster Monat, gefolgt von Oktober. Im April waren es hingegen nur 19,84 km.

morgens, halb 7 im März: Sonnenaufgang über Aachen.

Zu Beginn des ersten Lockdowns bin ich sogar mal um halb 7 morgens rausgegangen. Das war zwar herrlich, aber für mich auch seeeehr früh. Ich hätte es gerne fortgesetzt, aber das Bett ist dann doch gemütlicher.

Highlight: Bachelor of Arts

beste Anschaffung(en): iPad Pro und Apple Pencil; die zahlreichen Bücher, die ich gekauft habe sowie Gouache. Außerdem habe ich eine „Wildtierkamera*“ gekauft, mit der ich beobachten kann, welche Tiere uns nachts (oder auch tagsüber) im Garten besuchen. Die Kamera ist zwar nicht die beste und es wäre schön, wenn sie WLAN hätte und die Bilder noch einen Ticken besser wären, aber dafür müsste ich dann wohl etwas mehr bezahlen. Fürs erste reicht die Kamera auf jeden Fall.

Käufe, die ich bereue: Im März oder April hab ich mir Wolle für einen Kissenbezug bestellt. Ich dachte mir, „Hey, cool, jetzt hast du ja ganz viel Zeit, um endlich was Vernünftiges zu stricken!“ Die Wolle kam an und ich wurde tief enttäuscht. Sie ist megadick und das Stricken ist für mich sehr schwer damit. Ganz davon abgesehen, fühlt sie sich an den Händen total rau an und das mag ich überhaupt nicht. Zum Glück war die Wolle nicht extrem teuer.

Im Frühling habe ich außerdem ein kleines Himbeer-Sträuchlein gekauft, was angeblich gut im Topf wächst. Leider ist das ganz schnell kaputt gegangen. 15€ umsonst ausgegeben. Aber das kann natürlich bei solchen Sachen passieren.

Kaum benutzt habe ich bisher außerdem die Fitnessbänder, die es bei Tchibo gab und das Boule-Set steht noch unbenutzt rum. Vielleicht nächstes Jahr.

Auch etwas von Tchibo, was ich gekauft habe, aber nun doch nicht nutze: so ein Smartphonehalterband für den Oberarm. Ich hatte nämlich mal die glorreiche Idee, noch mal joggen zu gehen. Das alte Smartphonearmhalteband, was ich habe, ist allerdings zu klein für mein iPhone. Weil es eben schon einige Jahre alt ist und iPhones nun mal wachsen mit der Zeit. Leider passt mein iPhone nur ganz knapp in das neue Band. Tja und gejoggt bin ich auch nur einmal – ohne das Band, sondern mit iPhone in der Hand.

dankbar für: alle Menschen, die im Einzelhandel, vor allem Supermarkt und Bäcker, arbeiten; für medizinisches Personal, für alle, die dafür sorgen, dass es irgendwie weiter geht. Für alle, die mich zum Lächeln gebracht haben. Für alle, die zuhause bleiben. Für die Menschen auf dem besten Discord-Server. Für die Natur. Für das Eichhörnchen, was uns oft besuchen kommt. Für unseren (neuen) Garten. Für meine Gesundheit. Für meinen Mann.

Ich wünsche euch trotz allem einen guten Start ins neue Jahr! Bleibt bitte gesund. Auch wenn 2021 nicht schlagartig die Pandemie aufhört, so wird es besser werden.

P.S.: Ich habe nun einen Shop auf Redbubble. Dort könnt ihr einige meiner mit Procreate gemalten Motive z. B. als Sticker kaufen.

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