Rezension: Das letzte Bild (Anja Jonuleit)

Cover: Das letzte Bild

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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von NetGalley Deutschland erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Rezension: Das letzte Bild (Anja Jonuleit)Das letzte Bild

von Anja Jonuleit

Verlag: dtv

Erscheinungsdatum: 20. August 2021

ISBN: 9783423282819

Genre: Familienroman

Format: eBook

gekauft bei/erhalten von: NetGalley Deutschland

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Ein altes Phantombild – eine düstere Familiengeschichte
Als die Schriftstellerin Eva zufällig auf ein Phantombild in einer Zeitung stößt, gerät ihr Leben plötzlich aus den Fugen. Es ist das Bild einer Frau, die im November 1970 im norwegischen Bergen gewaltsam zu Tode gekommen ist und deren Identität nie aufgedeckt wurde. Doch warum sieht diese Frau ihrer Mutter zum Verwechseln ähnlich? Als Eva die Mutter mit ihrer Entdeckung konfrontiert, weiß sie sofort, dass sie auf ein dunkles Familiengeheimnis gestoßen ist, dem sie auf den Grund gehen muss. Eine Reise nach Norwegen führt Eva Schritt für Schritt in die Vergangenheit einer Fremden voller Rätsel ...

Quelle: dtv

Kennt ihr das? Ihr beendet ein Buch und es „hallt“ noch tagelang in euch nach, weil der Inhalt euch so beschäftigt hat?

So ging es mir, nachdem ich „Das letzte Bild“ von Anja Jonuleit beendet habe. Familien-/Schicksalsromane sind eigentlich nicht mein Ding (wie oft habe ich das eigentlich schon gesagt, nachdem ich ein Buch aus einem Genre lese, was „eigentlich nicht mein Ding“ ist?!), aber der Klappentext hat mich neugierig gemacht.

Eins vorweg: die Geschichte, die die Autorin um die unbekannte Tote in Norwegen geschrieben hat, ist nur Fiktion. Fakt ist aber, dass es diese Isdal-Frau tatsächlich gibt bzw. gab und dass vor wenigen Jahren neue Erkenntnisse zu ihr gemacht wurden. Anhand der Zähne konnten Forscher ihre Herkunft eingrenzen und anscheinend stammt die Unbekannte aus der Gegend um Nürnberg. Natürlich kursieren viele Vermutungen herum, wer die Frau war und warum niemand ihre Identität kannte.

Der Roman spielt in verschiedenen Zeitebenen und aus der Sicht unterschiedlicher Menschen: eine Autorin in der Gegenwart, die in der BILD (beim Bäcker ausliegend) ein Phantombild einer Frau entdeckt, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, ein kleines Mädchen in den 1940er Jahren und später als Jugendliche und als Erwachsene bis in die 1970er Jahre, ein norwegischer Geschichtsprofessor (Gegenwart). Man taucht ein in die Recherchen der Autorin (die Protagonistin), die nicht ahnt, was für ein Familiengeheimnis sie aufdecken wird. Mit ihr reist man nach Norwegen, wo sie sich auf Spurensuche begibt.

Auf Spurensuche ist auch das junge Mädchen, die zur erwachsenen Frau heranreift und ihre Familie sucht. Erinnerungsfetzen treiben ihre Reise durch Europa voran.

Auch der Professor steckt mit in dieser Suche. Er ist ebenfalls mit dieser jungen Frau verbunden.

Anja Jonuleit hat diese Geschichte so spannend geschrieben, dass ich gar nicht aufhören konnte und wollte, zu lesen. In meinen Ohren (oder für meine Augen) erschien diese Geschichte um die Unbekannte plausibel. Sie hat Dinge in den Roman verwoben, die bei der Suche nach der Identität der Toten in den 1970er und schließlich auch in den letzten Jahren, ans Licht gekommen sind. Sie hat Bruchstücke eines Puzzles zu einem ganzen gesetzt.

Es gibt noch weitere Romane, die sich mit dem Schicksal der Unbekannten aus dem Eistal in Norwegen befassen. Gelesen habe ich (bisher) aber nur „Das letzte Bild“ von Anja Jonuleit und ich kann es jedem nur empfehlen. Teilweise ist es schon etwas „unheimlich“ irgendwie, also gut, dass ich es im frühen Sommer gelesen habe und nicht im tiefsten Winter. 😉

Habt ihr schon mal etwas von der Frau aus dem Eistal (Isdal) gehört?

Cover: © dtv

Rezensionsexemplar; vielen Dank an den Verlag & an NetGalley!