Der Büchersonntag

diese Woche beendet

Hearts on Hold*“ von Charish Reid (3 von 5 Sterne). War ja ganz okay, aber mehr eben auch nicht. Romance ist zwar gerade jetzt eine nette Ablenkung, aber hinterher ärgere ich mich dann doch wieder.

aktuell lese ich

Die Sonne auf der Terrasse genießen. Mit Jeans und Pullover zwar, aber das ist ok. Die wärmeren Temperaturen kommen!

Auf dem von Juliane gegründeten Buchblogger-Discord haben wir vor Kurzem beschlossen, gemeinsam „The Murder in the Vicarage*“ von Agatha Christie zu lesen. Das ist das erste Buch der Miss Marple-Reihe (und mein erstes Agatha Christie-Buch!) und ich bin davon ausgegangen, dass es auch aus der Perspektive von Miss Marple erzählt wird. Stattdessen ist der Ich-Erzhähler aber jemand anderes, nämlich der Pfarrer.

Neu auf dem Blog

Linktipps

Beim Literaturcafé habe ich vom Online-Schreibworkshop mit Doris Dörrie gelesen und mich angemeldet. Ihr Buch, „Schreiben, leben, atmen“, habe ich mir letztes Jahr gekauft, aber noch nicht komplett gelesen.

Elizzy hat neue Schreibaufgaben für den nächsten Monat vorgestellt. Und bei Christiane findet ihr auch neue Schreibinspiration, nämlich in Form von Extraetüden für die Kalenderwoche 14.

Falls ihr noch nicht wisst, was ihr im April auf Netflix oder Amazon sehen wollt: Nicole hat eine Übersicht aller neuen Serien und Filme aufgestellt. Wir schauen übrigens im Moment „Sabrina“.

Die aktuelle Situation ist für alle Geschäfte nicht ideal, da nur noch Supermärkte geöffnet sein dürfen. Andere Läden, wie Buchhandlungen, haben es daher gerade sehr schwer. Deshalb hat die Agentur Literaturtest die Aktion „Freundschaft fürs Lesen“ gestartet. Dabei geht es darum, dass Kunden jetzt Gutscheine bei ihrer Buchhandlung kaufen, die sie entweder im Onlineshop oder später, wenn der Laden nach der Krise wieder öffnet, einlösen können.

Fotos

Mittwochmorgen, Sonnenaufgang über Aachen

#WritingFriday: Der Garten

Die Schreibaufgabe, die ich heute bearbeite, lautet:

Erzähle aus der Sicht deines Balkons / deiner Terrasse. Wie sieht es da aktuell aus? Was könnte in den nächsten paar Tagen dort geschehen?

Ganz schön nackt sehe ich aus. So ganz anders als bis vor ein paar Monaten. Damals hat man mich meiner Disteln und Brennnesseln beraubt. Und noch anderes Zeug wuchs hier. Nun warte ich darauf, dass diese Frau mich schön macht, mit vielen Blumen beglückt und vielleicht auch einem kleinen Stück Rasen.

Manchmal besuchen mich Tiere. Letztens erst lag eine schwarz-weiße Katze auf mir und rollte sich auf den Rücken, um ihren Bauch sonnen zu können. Eine getigerte Katze saß ein bißchen entfernt am Teich und schaute immer wieder zu der anderen Katze hinüber. Der kleine Tiger balancierte am Teich entlang und trank daraus.

Ein anderes Mal lief ein Eichhörnchen quer durch mich durch. Früher haben die sich das nie getraut, weil ich einfach zu sehr an einen Urwald erinnerte und Katzen und Eichhörnchen nicht durch das Gestrüpp wollten. Jetzt lassen sich hier auch Vögel nieder und werfen mit Blättern um sich.

Der Teich hat sich übrigens auch sehr verändert. Während er im Spätsommer noch voll mit Wurzeln und zu vielen Wasserpflanzen war, ist er nun, bis auf Wasser und Blätter, die dort drin schwimmen, leer. Ich habe die Menschen sagen hören, dass sie sich im Frühling um mich kümmern wollten. Bisher ist aber noch nicht viel passiert und das Unkraut wuchert aus der Erde. Manchmal kommt die Frau und rupft etwas raus. Oder sie schneidet das Efeu weg oder die Zweige, die von den Nachbarn rüberwachsen.

Ich habe gehört, dass diese Frau im Internet Pflanzen bestellt hat und Samen. Ich weiß nicht, was genau sie vorhat. Aber ich glaube, sie möchte mich bienenfreundlich machen und generell eine kleine Oase gestalten. Anscheinend ist die Welt gerade krank und meine Freunde und ich können dazu betragen, dass die Menschen nicht völlig vereinsamen und den Verstand verlieren. Frische Luft und Gartenarbeit sind nämlich gut für die Psyche.

Jetzt bin ich gespannt auf diese Bestellung, von der die Frau gesprochen hat.

#WritingFriday ist eine Aktion von Elizzy. Die Aufgaben für März könnt ihr hier nachlesen. Auch für den nächsten Monat stehen die Schreibaufgaben schon fest.

Rezension: „Nix passiert“ (Kathrin Weßling)

Diese Rezension enthält Affiliate-Links. Wenn ihr das Buch über den Link kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

Rezension: „Nix passiert“ (Kathrin Weßling)Nix passiert

Goodreads
Verlag: Ullstein

Erscheinungsdatum: 31. Januar 2020

ISBN: 9783961010387

Genre: Fiktion

Seiten: 240

Format: Klappenbroschur

gekauft bei/erhalten von: Buchhandlung Backhaus

auf Amazon kaufen*

Alex ist verlassen worden. Und ohne Jenny ist Berlin einfach nichts. Kurzentschlossen nimmt Alex sich eine Auszeit im Kaff seiner Kindheit. Doch statt Erholung sieht er sich mit einer Idylle konfrontiert, die keine ist, nie wirklich eine war – auf jeden Fall nicht für ihn. Statt Unterstützung gibt es Familienstreit, offene Rechnungen mit alten Freunden und vor allem Langeweile. Und Alex fragt sich, ob er die Kleinstadt eigentlich jemals hinter sich gelassen hat. Und was überhaupt Zuhause bedeutet.

Nun komme ich endlich dazu, die längst überflüssige Rezension zu Kathrin Weßlings neuem Roman „Nix passiert“ (erschienen bei Ullstein am 31. Januar 2020) zu schreiben. Übers Internet habe ich das Buch in einer lokalen Buchhandlung bestellt, nämlich bei Backhaus hier in Aachen.

Leider gehöre ich nicht zu den Buchbloggern, die sich beim Lesen Notizen machen. Ich erinnere mich an eine Stelle im Buch, in der der Protagonist, Alex, in einem Zukunftsszenario (?) an einen Virus aus China denkt. Wenn ich die Stelle doch nur finden würde! Als ich nämlich darüber gestolpert bin, habe ich mich kurz gefragt, ob Kathrin Weßling hellsehen kann, denn das Buch war ja schon etwas länger fertig.

Google sei Dank habe ich aber nun die Stelle gefunden, denn auf Kultur Extra wird der Virus und auch die Seite (49 übrigens) erwähnt. Da erzählt Alex nämlich, dass sein Vater ein Prepper ist, der sämtliches Zeug lagert, weil er denkt, dass u. a. ein „Zombie-Virus (China!)“ (Zitat aus „Nix passiert“, S. 49) auf uns zukäme und er dann all das, was er gesammelt hat, gebrauchen kann.

Während der ersten Kapitel war ich mir noch nicht sicher, ob ich das Buch beenden soll oder nicht, denn ich war genervt von Alex‘ Liebeskummer. Aber nachdem er seine Wahlheimat Berlin verlassen hat, um drei Wochen bei seinen Eltern in einer Kleinstadt zu verbringen, wurde es besser. Nicht unbedingt sein Liebeskummer, aber generell, das Buch. Seine Eltern wissen nichts von der Trennung, die Alex so beschäftigt oder seinen Gefühlen im Allgemeinen. Als Leser ahnt man zwar, dass Alex eine ziemliche Last mit sich trägt, aber er verrät noch nicht genau, was es ist. Es hat etwas mit seinen früheren Mitschülern zu tun, die er nun teilweise wieder trifft.

Die Beschreibungen seiner Panikattacken sind so treffend und teilweise konnte ich in Gedanken zustimmend nicken. Was den Schreibstil von Kathrin Weßling angeht, so ist er ein Markenzeichen von ihr, aber ich bin kein großer Fan davon. Vielleicht lese ich aber auch einfach zu viel auf Englisch und finde es deswegen gewöhnungsbedürftig?

Weitere Rezensionen zu dem Buch

Eulenmatz liest, Muse of Nightmares, Noch mehr Bücher, lesendes Federvieh, schonhalbelf