A Song For Julia & Falling Stars (Thompson Sisters #1 + #1.5)

Harvard-Studentin aus Botschafter-Familie trifft auf Punk-Rocker. So lässt sich
A Song for Julia (Thompson Sisters #1) beschreiben. Doch eigentlich geht es um viel mehr als nur um Julia und Crank, sondern um die Mutter-Tochter-Beziehung von Julia und ihrer Mutter.
Julias Kindheit und Jugend bestand aus regelmäßigen Umzügen in verschiedene Länder. Ihr Vater ist Botschafter und ihre Mutter hütet die Kinder, wobei es ihr wichtiger ist, dass die Karriere ihres Mannes nicht durch Dummheiten ihrer ältesten Tochter ruiniert wird, als um das Wohlergehen. Als Julia ihre Mutter nämlich am meisten brauchte, behandelte ihre Mutter sie wie Dreck, beschimpfte sie sogar und glaubte lieber das, was andere über Julia verbreiteten, als ihrer Tochter zuzuhören.
Nun ist Julia am Ende ihres Studiums und das Verhältnis zu ihrer Mutter ist immer noch mehr als angespannt. Durch ihre Angst, die Kontrolle zu verlieren, sich an jemanden zu binden, sich zu verlieben und der Angst, anderen zu vertrauen, ist Julia ziemlich einsam und als sie zufällig Crank trifft, versucht sie alles, um ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten. Denn dass sie sich zu dem Musiker hinzugezogen fühlt, ist eindeutig.

Auch Crank hatte keine Bilderbuch-Kindheit. Als Teenager rebellierte er, da seine Eltern ihre gesamte Aufmerksamkeit seinem jüngeren Bruder Sean schenkten. Sean hat Asperger. Seine Mutter verschwand plötzlich aus ihrem Leben, als Crank etwa 16 war. Crank, der eh in der Schule und auch sonst nur für Unruhe sorgte, verließ die Schule und hing lieber mit den anderen Jugendlichen auf der Straße ab. Sein Leben dreht sich nur um Drogen, Alkohol und Mädchen. Daneben spielt die Musik eine wichtige Rolle für ihn und zusammen mit zwei Freunden gründet er eine Band, mit der er mäßigen Erfolg hat.
Als er Julia kennen lernt, erkennt er, dass er ein besserer Mensch werden muss. Obwohl sie aus unterschiedlichen Familien stammen, verlieben sie sich ineinander, auch, wenn Julia das nicht wahrhaben möchte.

Julias Leben ändern sich durch die Begegnung mit Crank schlagartig. Sie muss ihre Vergangenheit und das, was ihr als 14jährige passierte, aufarbeiten. Es geht um Kämpfen, um Liebe und Vertrauen.

Eigentlich klingt das total kitschig, oder? Allerdings ist A Song for Julia alles andere als kitschig. Vielmehr überraschte mich das Buch – positiv. Ob es daran lag, dass das Buch von einem männlichen Autor geschrieben wurde? Die Charaktere sind so verschieden, aber man muss sie einfach mögen und mit fiebern.

Die Fortsetzung der Geschichte um Julia und Crank ist Falling Stars (Thompson Sisters #1.5)
Mit Julias Hilfe als Managerin von Cranks Band geht die Gruppe auf Tour. Doch für das Paar wird diese Tour zum Disaster. Fehlende Kommunikation und Eifersucht sind die Gründe. Wir begleiten die beiden zusammen mit ihren Geschwistern Sean und Carrie im Auto von der West- zur Ostküste der USA. Die Tour ist beendet und Carrie auf dem Weg nach New York zum College. Julia und Crank streiten nur, wenn sie denn miteinander reden. Man spürt die Spannung förmlich. Beide scheinen sich zu weigern, mit dem jeweils anderen zu sprechen. Beide scheinen der Ansicht, der andere habe einen Fehler gemacht. Julia spielt sogar mit dem Gedanken, die Beziehung zu beenden.

Wie oft hab ich beim Lesen gedacht „Mensch, Julia, Crank! Jetzt behnehmt euch mal nicht wie Kinder und redet miteinander!“ Es dauert eine Weile, bis sie endlich aufeinander zu gehen.
Kitsch pur – Roadtrip, mitten in den USA, Herzschmerz. Aber schöner Kitsch! Beide Bücher habe ich so sehr verschlungen. Ich wollte gar nicht mehr aufhören. Das spricht für sich, oder?

Weitere Bücher der Reihe, diesmal mit Julias Schwestern in der Hauptrolle:
The Last Hour
Just Remember to Breathe


Genre: Jugendbuch
Kategorie

30+. Bloggerin seit 2004. Hobbyautorin. gelernte PKA. Abitur 2016 auf dem zweiten Bildungsweg. Bachelor of Arts 2020. Demnächst: Master of Arts.

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