Zwischen uns die Flut von Eva Moraal

© Oetinger

Inhalt

Niederlande, irgendwann in der Zukunft. Vor einem halben Jahr gab es eine schlimme Flut, die vielen das Leben gekostet hat. Das Wasser beherrscht das Leben der Menschen sehr. Es gibt abgesperrte Gebiete, in denen es trocken ist und nur wohlhabende Menschen leben – die sogenannten „Trockenen“. In den anderen, denen näher am Deich, wohnen diejenigen, die sich ein Leben in den GGs nicht leisten können: die „Nassen“.

Das ganze Land, oder das, was noch übrig ist, ist in 5 Zonen unterteilt, die wie eine Art Religion behandelt werden. So gibt es zum Beispiel so etwas wie ein Glaubensbekenntnis.

Der Roman erzählt das Leben der trockenen Schülerin Nina und des nassen Max‘. Ninas Vater ist Gouverneur und soll Schuld am Tod der 50 Ertrunkenen sein, die vor einem halben Jahr von der Flut erfasst wurde. Dabei kam Ninas Schwester Isa ebenso ums Leben wie Max‘ Vater.

An ihrem ersten Tag auf der neuen Schule, auf dem „nassen“ Gebiet, lernt Nina Max kennen. Der Teenager reagiert schnell über und gerät nicht nur einmal in eine Prügelei.

Nina darf niemandem ihre wahre Identität preisgeben, denn ihr Vater hat viele Gegner, vor allem in der NATU, einer terroristischen Organisation auf der „nassen“ Seite.

Trotz der gesellschaftlichen Unterschiede kommen sich Max und Nina näher. Schließlich will sie ihm sagen, wer sie ist, wird jedoch unterbrochen, da es einen Anschlag in ihrem Gebiet gegeben hat und ihre Eltern gerade in der Stadt sind.

So erfährt Max die Wahrheit nicht von Nina, sondern von seinem Bruder Liam, die in Mitglied der NATU ist. Max rastet aus und hilft seinem Bruder bei der Umsetzung eines Plans, der später Folgen sowohl für Nina als auch Max hat.

Meinung

Zunächst möchte ich auf die Sprache und den Schreibstil eingehen. Der Roman wird abwechselnd aus Ninas und Max‘ Perspektive erzählt. So lernt man schnell die beiden Charaktere kennen.

In einer sehr einfachen Sprache, immerhin ist es ein Jugendbuch, wird das Geschehen erzählt. Manchmal wiederholen sich Sätze oder Worte, was aber vielleicht auch Absicht war, um die Gefühle der Protagonisten zu unterstreichen.

Im Verlauf des Buches wird auch desöfteren geflucht (z.B. „Fuck“) und es gibt zumindest eine Sex-Szene.

Etwas irritiert war ich, als zu Beginn die Haushälterin der Familie als „Nasse“ bezeichnet wird. Die Bedeutung klärte sich ein paar Seiten später allerdings.

Außerdem erfährt der Leser nur schrittweise, was vor 6 Monaten passiert ist und wer Schuld am Tod der Menschen ist. Das kann nun jeder bewerten, wie er will. Am Ende weiß man jedoch, was passiert ist. Jedoch wird nie ein Jahr erwähnt. Es gibt keine CDs mehr, zumindest werden sie nicht mehr produziert und wenn, nur von „Nassen“ benutzt. So besetzt Max noch etliche CDs und auch eine Stereoanlage sowie einen alten Computer, was Nina nicht kennt.

In der Schule werden keine Bücher benutzt, sondern Handcomputer (HC), auf denen die Schüler ihre Hausaufgaben machen und an ihre Lehrer senden. Außerdem nutzt Nina ihn, um Zeichnungen anzufertigen.

Zwischen uns die Flut*“ ist der Dystopie zuzuordnen, da es zum Einen eine große Kluft zwischen Arm und Reich gibt („Nass“ und „Trocken“) und außerdem kämpft Max‘ Bruder Liam gegen die Regierung, die ziemlich mächtig zu sein scheint. Und dann wäre da ja noch die Tatsache, dass der Roman in der Zukunft spielt und eine Katastrophe (Flut) passiert ist.

Die Geschichte fand ich durchaus interessant. Auch Spannung war vorhanden, aber die war, meiner Meinung nach, recht schwach. Natürlich war der Teil spannend, in dem die Entführung stattfindet. Aber als Erwachsener hat man da vielleicht andere Ansprüche.

Das Ende ist offen und nun wüsste ich wirklich gerne, wie es nun mit Max und Nina weitergeht oder was Ninas Vater macht, wie er reagiert auf Ninas Aktion.

Alles in allem kann ich das Buch, trotz der Schwächen empfehlen. Was die Bewertung in Sternen angeht, tu ich mich ja schwer, daher lasse ich das mal weg. 😉


Genre: Jugendbuch
Subjects: Dystopie, Flut, Niederlande
Kategorie

30+. Bloggerin seit 2004. Hobbyautorin. gelernte PKA. Abitur 2016 auf dem zweiten Bildungsweg. Bachelor of Arts 2020. Demnächst: Master of Arts.

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