Leseeindruck: Drüberleben von Kathrin Weßling


Drüberleben: Depressionen sind doch kein Grund, traurig zu sein: der Titel und auch das Cover machten mich neugierig.

Manchmal reicht nur ein winziger Augenblick aus, um zu begreifen, dass nichts jemals wieder so sein wird, wie es war. (Seite 11)

Jede Menge Textstellen habe ich unterstrichen. Textstellen, die das beschreiben, was Ida, die Protagonistin, fühlt und was ich teilweise nachvollziehen kann, da ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Zwar nicht so krasse, aber viele der Gefühle kommen mir bekannt vor. Kathrin Weßling hat ein super Talent, diese Dinge wunderbar zu beschereiben.

Da draußen war schon seit geraumer Zeit für mich ein Garten aus Dornen und Gestrüpp geworden, in dem ich mich immerzu verlief, in dem ich mir Verletzungen zuzug, versuchte ich, diesen Garten aufzuräumen, zu entwirren oder auch nur kennenzulernen. (Seite 43)

(…) und wenn ich mich einfach nicht bewegen kann, dann nennen Sie das ‘antriebslos’, so, als würde mir ein Motor fehlen und als wäre mein Körper eine Maschine, der leider mal eben der Antrieb kaputtgeggangen ist. (Seite 45)

Ich hatte durchaus Ziele gehabt. (…) Irgendwann war etwas passiert, das begonnen hatte, den Weg zu zerfressen, den ich ging, etwas, das aus dem Weg einen Hindernissparcours gemacht hatte. (Seite 99).

Lest es!

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