Format: ARC

Rezension: HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland

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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von NetGalley Deutschland erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland

Goodreads
Verlag: Holiday

Erscheinungsdatum: 6. Mai 2020

ISBN: 9783834232588

Genre: Reisen

Seiten: 802

Format: ARC, eBook

gekauft bei/erhalten von: NetGalley Deutschland

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In weiter Ferne so nah Es ist verblüffend, wie exotisch manche Orte in Deutschland anmuten. Am bayerischen Eibsee mit seinem türkisblauen Wasser wähnt man sich in der kanadischen Wildnis. Die bunten Häuschen auf Helgoland könnte man glatt mit denen am Muizenberg Beach bei Kapstadt verwechseln. Ulm schmückt sich mit einer gläsernen Pyramide, genau wie in Paris ... »Hiergeblieben!« ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Reisen vor der eigenen Haustüre und entführt Leser zu faszinierenden wie kuriosen Sehenswürdigkeiten in Deutschland. >> Das bietet dieses HOLIDAY-Buch: • 55 fantastische Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten in Deutschland, die jedes Fernweh heilen • Tipps für Wanderungen, Ausflüge und Naturerlebnisse

Im Moment ist es mit Reisen ja etwas schwierig. Fernreisen sollte man besser eh sein lassen und im eigenen Land, also in meinem Fall Deutschland, gibt es auch einige schöne Ecken. Manche davon liegen vielleicht sogar in der Nähe, sodass eine Tagestour daraus wird, statt ein paar Tage.

In meiner Rezension möchte ich euch gerne das Reisebuch „Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland*“ vorstellen. Erschienen ist der Reiseführer Anfang Mai bei Holiday (gehört zu Gräfer und Unzer).

Aufteilt ist das Buch in die Abschnitte Norden und Süden. Auf den ersten Blick mag das etwas komisch erscheinen, weil z. B. Nordrhein-Westfalen zum Norden gehört, ebenso wie das nördliche Thüringen. Aber eigentlich wurde Deutschland einfach nur von West nach Ost in der Mitte geteilt.

Eine Auswahl an Reisezielen

Die 55 Reiseziele werden alle mit welchen verglichen, die viel weiter wegliegen, aber Ähnlichkeiten aufweisen. Der Geysir von Andernach sowie der Strokkur-Geysir auf Island liegen 2.288km auseinander, aber wer nicht die knapp 2.300km reisen will (oder kann), der könnte ja als Alternative den Geysir in Andernach besichtigen. Ich selber war zwar schon mal in Andernach und meine Tante, die in der Nähe wohnt, hat uns auch schon von dem Geysir erzählt. Gesehen habe ich ihn jedoch noch nicht. Man muss wohl mit einem Schiff dorthin fahren. Der Geysir liegt nämlich auf einer Halbinsel im Rhein. Und wer nach dem Besuch hungrig ist, kann in eines der im Reiseführer empfohlenen Lokale essen gehen. Sehenswürdigkeiten in der Nähe werden auch noch aufgeführt.

Wusstet ihr, dass es nicht nur in den schottischen Highlands die berühmten Highland Games gibt, sondern auch in Trebsen (Sachsen) welche gibt? Knapp 1.200km vom Original entfernt, kann man das Spektakel also auch in Deutschland erleben.

Auch Sylt darf in dem Buch nicht fehlen. Verglichen wird die deutsche Insel mit Martha’s Vineyard in Massachusetts – 5.720km liegen dazwischen. Was die Ähnlichkeiten sind? Die Strände und Kliffs, die zum Spazieren einladen (sowohl das „Original“ als auch das deutsche Pendant). Und Cafés sowie Restaurants dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wer isst nicht gerne im Urlaub? Ich jedenfalls genieße dann gerne ein Stück Kuchen am Nachmittag.

Zum Schluss möchte ich euch noch was von der Insel Mainau erzählen, denn dort war ich tatsächlich selber schon mal. Das ist allerdings gut 30 Jahre her.

Süddeutschland, besonders Oberbayern, aber auch das Allgäu, war immer schon eine beliebtes Reiseziel für meine Eltern. So haben wir über viele Jahre hinweg jeden Sommer zwei Wochen Urlaub dort gemacht. Natürlich haben wir auch schon mal einen Ausflug zur Insel Mainau gemacht, wenn wir in der Nähe waren. Ich kann mich an die Blumeninsel gar nicht mehr erinnern, meine Eltern aber umso mehr. Das liegt vor allem an mir, denn die kleine Verena hat die ganze Zeit nur geknatscht, weil sie es langweilig fand. Aus heutiger Sicht für mich unverständlich, aber damals war ich eben noch sehr jung; ich tippe mal auf 5 Jahre.

In „Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland“ wird die Bodenseeinsel mit der Isola Bella am Lago Maggiore. Da war ich noch nie, aber bestimmt ist es dort auch schön. Ich persönlich würde momentan allerdings auf Italienurlaube (und generell reisen) verzichten.

Fazit

Wer sagt denn, dass man in die Ferne reisen muss, wenn es im eigenen Land genauso schön ist? Ich selber würde gerne mal den Geysir sehen, wobei er sicher nicht an die echten in Island rankommt. Der Geysir in Andernach ist nämlich kein Naturschauspiel, sondern ein Bohrloch. In der Region gibt es viel Kohlendioxid, das seit dem 20. Jahrhundert gefördert wird, damit wir Kohlensäure im Sprudel haben.

Auf Sylt ist es bestimmt auch schön und die Lüneburger Heide würde ich auch gerne mal durchwandern (und fotografieren).

Gibt es einen Ort in Deutschland, den ihr gerne besuchen möchtet?

Rezension: Der Sommer der blauen Nächte (Stefanie Gregg)

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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von NetGalley Deutschland erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Der Sommer der blauen Nächte

Goodreads
Verlag: Aufbau

Erscheinungsdatum: 18. Mai 2018

ISBN: 978-3-7466-3411-1

Genre: Frauenunterhaltung, Liebesgeschichte

Seiten: 304

Format: ARC, eBook

Eine Geschichte so hoffnungsvoll wie das Leben.

Bilder in den Farben des Südens – das ist alles, was Jule nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter Marie von ihr bleibt. Das und eine ganze Reihe Fragen. Und so beschließt Jule an die Orte zu reisen, an denen ihre Mutter so oft alleine gemalt hat, um dort nach dem Leben zu suchen, das Marie offensichtlich nicht mit ihrer Familie teilen wollte. Dann taucht überraschend Jules Freund Ben auf, und ihr wird klar: Man muss die Vergangenheit loslassen können, um das Leben neu zu beginnen.

»Stefanie Gregg kurbelt mit schnellen, knackigen Gedanken und Szenen das Kopfkino an.« Süddeutsche Zeitung.

Meine Meinung

Der am 18. Mai erscheinene neue Roman von Stefanie Gregg ist, meiner Meinung nach, kein kitschiger Liebesroman. „Der Sommer der blauen Nächte*“ ist nämlich mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es geht um eine verstorbene Mutter, die früher ein Dopelleben geführt hat. Einerseits war sie Mutter, Ehefrau und vor allem Künstlerin. Andererseits hatte sie einen Liebhaber – nein, eigentlich war er mehr als das.

Jule, die Tochter, ist 35 Jahre alt, Psychotherapeutin und hat sich vor kurzem von ihrem Freund Hannes, der Stabilität verkörperte, getrennt. Nach der Beerdigung der Mutter findet Jule Fotos, auf denen Marie, die Mutter, mit einem fremden Mann abgebildet ist. Wer war dieser Mann? Und wer war ihre Mutter?

An einem Abend, als sie in einer Bar sitzt, trifft sie auf Ben, den sie flüchtig kennt, denn er ist der Architekt, der die Räume der Praxis, in der sie arbeitet, neu gestaltet hat. Die beiden haben einen One Night Stand, doch mehr kann aus ihnen nicht werden, denn Ben strahlt nicht diese Stabilität aus, sondern Abenteuerlust und Spaß. Will sie das wirklich?

Für Jule beginnt erst mal eine Suche nach der Mutter. Auf deren Spuren reist sie nach Manarola, wo sie oft in Urlaub waren. Sie erfährt dort von Seiten ihrer Mutter, die sie nicht kannte. Dabei lernt sie sich selber auch auch irgendwie kennen.

Ben reist ihr nach, obwohl sie ihm vorher klar gemacht hat, dass sie ihn nicht sehen will. Nach einem verzweifeltem Anruf bei ihm, fährt er von München nach Manarola.

Auf der Suche nach Antworten begegnet Jule einem älteren Mann, der die große Liebe nie erfahren hat, jedoch bei jemand anderem beobachten durfte. Außerdem trifft sie auf Julian Ronstädter, einem Kunsthändler und Arzt. Was hat er mit der Geschichte zu tun?

Der ganze Roman liest sich flüssig, obwohl er schon an manchen Stellen recht melancholisch, aber auch literarisch ist. Ein ideales Buch für den Sommer.

Zitate

„(…)Aber ich finde den Ansatz der Verhaltenstherapie besser. Lösungsorientierter und einfach weniger darauf bedacht, zurückgewandt nach den Fehlern zu suchen.“Jule erklärt Ben, was Verhaltenstherapie ist. Position 392

„Es ist feucht und kalt. Aber so weich, dass der Boden einsinkt und sanft die Füße umschließt. Dass einen das Gras kitzelt und streichelt. Dass die Kühle einen ganz da und wach sein lässt. Dass ich spüre, wie ich lebe.“Jule aus „Der Sommer der blauen Nächte“ auf Antwort auf Ben, der sie fragt was sie fühlt, als sie beide barfuß auf einer Wiese am Starnberger See stehen. Position 975