Format: eBook

Rezension: Find Your Magic

Diese Rezension enthält Affiliate-Links. Wenn ihr das Buch über den Link kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von NetGalley Deutschland erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Find Your Magic

Verlag: GU

Erscheinungsdatum: 3. Juni 2020

ISBN: 978-3833873485

Genre: Ratgeber

Seiten: 240

Format: eBook

gekauft bei/erhalten von: NetGalley Deutschland

online kaufen: auf Amazon kaufen*

Viele Menschen fühlen sich, als würden sie in einem Leben feststecken, das nicht ihrem wahren Selbst entspricht und sie nicht glücklich macht. In einem Job, den sie ohne inneren Antrieb machen, an einem Ort, der sie nicht inspiriert, in einer Beziehung, die leidenschaftslos ist. Sie leben das Leben anderer Menschen - eines, das von ihrer Familie oder der Gesellschaft erwartet wird. Gleichzeitig ignorieren sie ihr eigenes Naturell, ihre Interessen und ihr Verlangen und versuchen, ihr Leben durch äußere Veränderungen zu verbessern, durch Ehrgeiz, Erfolg, Konsum und Schein. Conni Biesalski zeigt auf, wie wir das, was wir in unserem Leben verändern wollen, in uns selbst finden und teilt ihre Erfahrungen, die sie auf ihrem Weg zu einem erfüllten und bedeutsamen Leben gemacht hat – wie sie ihr „Magic“ gefunden hat. Die digitale Nomadin hat viel ausprobiert und experimentiert, ist gescheitert und wieder aufgestanden. Sie ist überzeugt: Wir alle haben eine Bestimmung, auch wenn wir glauben, dass wir keine haben oder schon überall danach gesucht haben. Ihr Ansatz ist grundsätzlich immer sehr pragmatisch - denn am Ende geht es ihr darum, dass wir aus dem Kopf und in Aktion kommen. Durch Morgenmeditationen, Fantasie-Übungen, Konkrete Vorschläge zum sich ausprobieren. Sie hilft dabei, endlich loszulegen - will nicht nur inspirieren, sondern klare Anweisungen geben, wie Menschen ihrer Bestimmung und ihrem Sinn im Leben näherkommen.

Selbsthilfebücher gibt es wie Sand am Meer. Sich darin zurecht zu finden und das Buch zu finden, was für einen selbst am besten geeignet ist, ist schwer, finde ich.

„Find Your Magic“ von Conni Biesalski ist eines dieser Selbsthilfebücher. Die Autorin ist eine digitale Nomadin, Podcasterin und Youtuberin. In ihrem Buch beschreibt sie, wie wir unsere Bestimmung und Berufung finden sowie ein allgemein besseres Leben führen können.

Meine Meinung

Das Buch liegt nun schon etwas länger auf meiner Festplatte und eigentlich hätte die Rezension viel eher kommen können. Aber die Bachelorarbeit, meine allgemeine psychische Stimmung in den letzten Monaten und Prokrastination haben dazu geführt, dass ich mich nicht darum gekümmert habe. Dabei sollte „Find Your Magic“ eigentlich genau das richtige Buch zu sein, um den Menschen zu finden, der ich sein will, meine Berufung zu finden. Schließlich eignet sich die derzeitige Situation doch eigentlich perfekt dafür, oder?

In dem Buch kann ich ein paar Punkte finden, die ich auf mich anwenden kann, denen ich zustimme. Zum Beispiel ist ein Ziel, die inneren Blockaden und Ängste zu lösen. Das finde ich eine gute Sache, denn die Angst begleitet mich nun schon seit 20 Jahren. Allerdings habe ich im Laufe der Zeit gelernt, mit ihr zu leben und sie zu akzeptieren. Und genau das schreibt Conni Biesalski auch. Angst lässt sich nicht bekämpfen, vielmehr soll sie angenommen werden.

Als ich dann was von Energien, Schwingungen und Frequenzen gelesen habe, wurde ich skeptisch. Das klingt doch nun schon sehr esoterisch. Die Autorin beschreibt drei Säulen, die uns Energie geben: Ernährung, Bewegung und Meditation. Gut, das klingt einleuchtend. Allerdings habe ich vielleicht eine andere Auffassung von Energie. „Energien müssen bewegt werden,“ erklärt die Autorin. Also geht es um irgendwelche esoterischen Energien und nicht die Energie, die ich verspüre, wenn ich nach einem Spaziergang nach Hause komme und mich voller Elan an meine Unisachen setze?

Dann die Sache mit der Ernährung. Klar, wir wissen alle, dass zu viel Zucker ungesund ist und uns träge macht und dass Rauchen und Alkohol nicht gut sind. Soweit kann ich ihr folgen.

„Alle Lebensmittel, die direkt aus der Natur kommen und unverarbeitet sind, haben eine hohe Frequenzen (…).“ Was für Frequenzen?

Frisches, rohes Essen ist hingegen voll mit wunderbaren Sonnenlichtenergien – und welche tolle Energie hat die Sonne? Biologisches Obst und Gemüse hat zudem höhere Schwingungsfrequenzen, denn was auch immer auf »normale« landwirtschaftliche Erzeugnisse gespritzt wird, ist chemisch und somit niedriger frequentiert.

Find Your Magic, S. 45

Sonnenlichtenergie? In unserem Wohngebiet gibt es viele Häuser mit Solarzellen auf den Dächern. Mein Mann überlegt, sich auch sowas anzuschaffen. Keine Frage, aus der Sonne kann viel Energie geschöpft werden, die in Strom umgewandelt werden kann. Aber wirkt sich ihre Energie auch auf unsere Nahrung aus? Für mich klingt das sehr … unwissenschaftlich. Google ich nach „Sonnenlichtenerie“, werden mir Ergebnisse zum Thema Physik angezeigt. Photovoltaik, erneuerbare Energien etc. Füge ich noch „Ernährung“ hinzu, führt mich das dritte Ergebnis zu der Frage, wie das Essen von Lichtnahrung funktioniert (leider erfahre ich das nur, wenn ich mich bei gutefrage.net einlogge). Warum muss ich bei Sonnenlichtenergie an Lichtnahrung denken, wo man komplett auf Nahrung verzichtet?

Ich weiß nicht, ob die Sonnenenergie wirklich Auswirkungen darauf haben, ob etwas gesund ist oder nicht. Cola ist ungesund, Gemüse nicht (weil die Sonne ja auf das Gemüse geschienen hat? Kann ich dann nicht einfach eine Flasche Cola in die Sonne stellen, um die Energie der Sonne in das Getränk zu leiten?!).

Manche in dem Buch vorgestellten Strategien sind bestimmt nicht verkehrt. Auch auf die Ernährung zu achten, ist immer gut. Ob aber nun die Sonne Einfluss darauf hat, wie gesund ein Lebensmittel ist – keine Ahnung. Denn Zucker wird schließlich aus einer Pflanze gewonnen, die wiederum auch Sonne abbekommen hat. Und wenn Sonnenenergie doch die Nahrung gesund macht, dann kann Zucker doch nicht … ach, ich schweife ab.

Was ich aus „Find Your Magic“ mitnehme

Es gibt keinen geraden Weg und keine Etappen der Reise, die dich ohne Umwege von A nach B führen.

Find Your Magic, S. 79

Dieses Zitat beschreibt mein Leben. Natürlich gibt es Menschen, die ohne Umwege zu ihrem Ziel finden. Zumindest beruflich. Ich jedoch gehöre nicht zu diesen glücklichen Menschen. Aber vielleicht ist es auch gar nicht so schlimm?

In dem Buch gibt es ein paar Übungen, die dabei helfen sollen, den eigenen Weg, die Bestimmung und Berufung zu finden. Diese Übungen schaden nicht und wer weiß, vielleicht helfen sie mir ja wirklich? Vielleicht erkenne ich endlich, was ich will vom Leben und im Leben.

Auch schreibt Conni Biesalski, dass Schreiben helfen kann, die inneren Blockade und Ängste aufzulösen. Das habe ich während meiner Bachelorarbeit gemerkt. Dauernd drifteten meine Gedanken ab, denn die Pandemie hat mich zu dem Zeitpunkt sehr beschäftigt (und tut sie auch jetzt noch). Aber bei der Arbeit war es nicht gerade förderlich, dauernd an diese ganze Situation zu denken. Also habe ich mal einfach alles, was mir gerade durch den Kopf geht und mich von meiner Arbeit abhält, aufgeschrieben. Und es hat geholfen, kurzzeitig den Gedankenstrudel aufzulösen.

Fazit

Wenn ich mal diese esoterisch angehauchten Punkte aus dem Buch weglasse, kann das Buch mir vielleicht helfen. Ich kenne nämlich nicht meine Bestimmung und Berufung, weiß nicht, was ich will. Die Übungen kann ich ja mal ausprobieren. Gegen Meditation habe ich auch nichts einzuwenden. Aber diesem Gedanken hinter der Sonnenlichtenergie stehe ich doch sehr skeptisch gegenüber.

Rezension: HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland

Diese Rezension enthält Affiliate-Links. Wenn ihr das Buch über den Link kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von NetGalley Deutschland erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland

Verlag: Holiday

Erscheinungsdatum: 6. Mai 2020

ISBN: 9783834232588

Genre: Reisen

Seiten: 802

Format: ARC, eBook

gekauft bei/erhalten von: NetGalley Deutschland

online kaufen: auf Amazon kaufen*

In weiter Ferne so nah Es ist verblüffend, wie exotisch manche Orte in Deutschland anmuten. Am bayerischen Eibsee mit seinem türkisblauen Wasser wähnt man sich in der kanadischen Wildnis. Die bunten Häuschen auf Helgoland könnte man glatt mit denen am Muizenberg Beach bei Kapstadt verwechseln. Ulm schmückt sich mit einer gläsernen Pyramide, genau wie in Paris ... »Hiergeblieben!« ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Reisen vor der eigenen Haustüre und entführt Leser zu faszinierenden wie kuriosen Sehenswürdigkeiten in Deutschland. >> Das bietet dieses HOLIDAY-Buch: • 55 fantastische Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten in Deutschland, die jedes Fernweh heilen • Tipps für Wanderungen, Ausflüge und Naturerlebnisse

Im Moment ist es mit Reisen ja etwas schwierig. Fernreisen sollte man besser eh sein lassen und im eigenen Land, also in meinem Fall Deutschland, gibt es auch einige schöne Ecken. Manche davon liegen vielleicht sogar in der Nähe, sodass eine Tagestour daraus wird, statt ein paar Tage.

In meiner Rezension möchte ich euch gerne das Reisebuch „Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland*“ vorstellen. Erschienen ist der Reiseführer Anfang Mai bei Holiday (gehört zu Gräfer und Unzer).

Aufteilt ist das Buch in die Abschnitte Norden und Süden. Auf den ersten Blick mag das etwas komisch erscheinen, weil z. B. Nordrhein-Westfalen zum Norden gehört, ebenso wie das nördliche Thüringen. Aber eigentlich wurde Deutschland einfach nur von West nach Ost in der Mitte geteilt.

Eine Auswahl an Reisezielen

Die 55 Reiseziele werden alle mit welchen verglichen, die viel weiter wegliegen, aber Ähnlichkeiten aufweisen. Der Geysir von Andernach sowie der Strokkur-Geysir auf Island liegen 2.288km auseinander, aber wer nicht die knapp 2.300km reisen will (oder kann), der könnte ja als Alternative den Geysir in Andernach besichtigen. Ich selber war zwar schon mal in Andernach und meine Tante, die in der Nähe wohnt, hat uns auch schon von dem Geysir erzählt. Gesehen habe ich ihn jedoch noch nicht. Man muss wohl mit einem Schiff dorthin fahren. Der Geysir liegt nämlich auf einer Halbinsel im Rhein. Und wer nach dem Besuch hungrig ist, kann in eines der im Reiseführer empfohlenen Lokale essen gehen. Sehenswürdigkeiten in der Nähe werden auch noch aufgeführt.

Wusstet ihr, dass es nicht nur in den schottischen Highlands die berühmten Highland Games gibt, sondern auch in Trebsen (Sachsen) welche gibt? Knapp 1.200km vom Original entfernt, kann man das Spektakel also auch in Deutschland erleben.

Auch Sylt darf in dem Buch nicht fehlen. Verglichen wird die deutsche Insel mit Martha’s Vineyard in Massachusetts – 5.720km liegen dazwischen. Was die Ähnlichkeiten sind? Die Strände und Kliffs, die zum Spazieren einladen (sowohl das „Original“ als auch das deutsche Pendant). Und Cafés sowie Restaurants dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wer isst nicht gerne im Urlaub? Ich jedenfalls genieße dann gerne ein Stück Kuchen am Nachmittag.

Zum Schluss möchte ich euch noch was von der Insel Mainau erzählen, denn dort war ich tatsächlich selber schon mal. Das ist allerdings gut 30 Jahre her.

Süddeutschland, besonders Oberbayern, aber auch das Allgäu, war immer schon eine beliebtes Reiseziel für meine Eltern. So haben wir über viele Jahre hinweg jeden Sommer zwei Wochen Urlaub dort gemacht. Natürlich haben wir auch schon mal einen Ausflug zur Insel Mainau gemacht, wenn wir in der Nähe waren. Ich kann mich an die Blumeninsel gar nicht mehr erinnern, meine Eltern aber umso mehr. Das liegt vor allem an mir, denn die kleine Verena hat die ganze Zeit nur geknatscht, weil sie es langweilig fand. Aus heutiger Sicht für mich unverständlich, aber damals war ich eben noch sehr jung; ich tippe mal auf 5 Jahre.

In „Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland“ wird die Bodenseeinsel mit der Isola Bella am Lago Maggiore. Da war ich noch nie, aber bestimmt ist es dort auch schön. Ich persönlich würde momentan allerdings auf Italienurlaube (und generell reisen) verzichten.

Fazit

Wer sagt denn, dass man in die Ferne reisen muss, wenn es im eigenen Land genauso schön ist? Ich selber würde gerne mal den Geysir sehen, wobei er sicher nicht an die echten in Island rankommt. Der Geysir in Andernach ist nämlich kein Naturschauspiel, sondern ein Bohrloch. In der Region gibt es viel Kohlendioxid, das seit dem 20. Jahrhundert gefördert wird, damit wir Kohlensäure im Sprudel haben.

Auf Sylt ist es bestimmt auch schön und die Lüneburger Heide würde ich auch gerne mal durchwandern (und fotografieren).

Gibt es einen Ort in Deutschland, den ihr gerne besuchen möchtet?

Rezension: Das Glück zwischen den Dünen (Julia Rogasch)

Diese Rezension enthält Affiliate-Links. Wenn ihr das Buch über den Link kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von NetGalley Deutschland erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Das Glück zwischen den Dünen

Verlag: Forever

Erscheinungsdatum: Mai 2020

ISBN: 978-3-95818-553-1

Genre: Belletristik, Liebesgeschichte

Seiten: 250

Format: eBook

gekauft bei/erhalten von: NetGalley Deutschland

online kaufen: auf Amazon kaufen*

Sophie hat alles, was sie sich wünscht: Einen tollen Job, einen gutaussehenden Verlobten und eine durchgeplante Hochzeit, die vor der Tür steht. Einzig dass die Feier auf Gut Marienlund stattfinden soll, gefällt Sophie gar nicht. Zu viele schlechte Erinnerungen verbindet sie mit dem Ort, wo einst ihre beste Freundin bei einem Reitunfall starb. Und überhaupt kümmert sich ihr Verlobter Philip herzlich wenig um ihre Wünsche. Da passt es ganz gut, dass Sophies leicht verschrobene Tante Änne sie zu einem Urlaub auf Sylt einlädt. Schon nach wenigen Tagen auf der Insel fragt Sophie sich, ob sie dieses perfekte Leben mit Philip wirklich will. Dann trifft sie auch noch Klemens wieder, ihren ehemaligen besten Kumpel von Marienlund. Und plötzlich zweifelt Sophie nicht mehr nur an der Hochzeit, sondern an allem, was ihr Leben bisher ausmachte…

(Leseprobe)

Frühling, warme Sonne auf der Haut, dazu ein gutes Buch, was den Leser in die Ferne träumen lässt. Die Autorin Julia Rogasch entführt ihre Leser von „Das Glück zwischen den Dünen“ (frisch erschienen bei Forever) nach Sylt. Auf meinem Beitragsbild seht ihr leider nicht Sylt und auch nicht Deutschland. Immerhin ist das Meer richtig: die Nordsee, genauer die niederländische Küste. Ich war bisher nämlich noch nie an der deutschen Nordseeküste.

Neben Sylt spielen Pferde ebenfalls eine große Rolle, denn die Protagonistin, Sophie, ist eine Pferdenärrin durch und durch. Zumindest gab es für sie nichts anderes, bis ihre beste Freundin Nele vor vier Jahren bei einem schweren Sturz gestorben ist.

Sophie steht kurz vor der Hochzeit, hat jedoch Zweifel. Ihr Verlobter will unbedingt, weil es so die Tradition verlangt, auf dem Gutshof seiner Familie heiraten. Doch genau dort ist Nele damals verunglückt.

Zu Beginn des Buches ist Sophie noch unsicher, weiß nicht genau, was sie vom Leben will, wohin sie will und überlässt ihrem Verlobten die Planung. Insgeheim hinterfragt sie zwar, ob es richtig ist, ihn zu heiraten, aber sie sagt nichts, sondern nickt stumm alles ab.

Ihre lebensfrohe Tante öffnet ihr bei einem Urlaub auf Sylt die Augen und auch Nele verhilft ihr mit einer Liste, die plötzlich in ihrem Briefkasten landet, zum Glück.

In „Das Glück zwischen den Dünen“ geht es um Familie, die Suche nach dem Glück und der Liebe. Sophie wächst im Verlauf des Romans und bewältigt ihre Trauer.

Was mich etwas gestört hat: Sophies Tante Änne versucht ihrer Nicht klarzumachen, dass sie ihre eigenen Wünsche ihrem zukünftigen Ehemann deutlich sagen soll (z. B. was die Planung der Hochzeit angeht, welches Dessert sie haben will, etc), aber gleichzeitig nimmt die Tante ihr die Entscheidung aus der Hand, als sie im Restaurant, was das Essen für die bevorstehende Hochzeit liefern soll, das Dessert ändert (auch wenn Sophie auch für diese Wahl ist, aber trotzdem! Hier lässt sich sich wieder eine Entscheidung abnehmen).

Stellenweise fand ich die Dialoge (z. B. SMS zwischen Sophie und ihrem alten Freund vom Reitstall) etwas altmodisch. Aber andererseits passt es auch zum gesamten Erzählstil, der sehr angenehm ist und ohne Wörtern wie cool oder ähnliche auskommt. Theoretisch könnte der Roman auch zu einer anderen Zeit spielen.

Wer schon mal auf Sylt war, erkennt sicher die Orte wieder, die im Buch erwähnt und besucht werden, und kann sich die Insel noch besser vorstellen. Die Insel klingt jedenfalls traumhaft, wobei sie bestimmt von Touristen nur so wimmelt.