Format: Hardcover

Rezension: Mit dem LITTLE LIBRARY COOKBOOK durchs Jahr

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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von Bloggerportal erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Mit dem LITTLE LIBRARY COOKBOOK durchs Jahr

Übersetzer*in: Michaela Meßner, Susanne Kammerer

Originaltitel: The Little Library Year

Verlag: Wunderraum

ISBN: 978-3-336-54809-5

Genre: Kochbuch

Seiten: 320

Format: Hardcover

gekauft bei/erhalten von: Bloggerportal

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Die bekannte Londoner Foodbloggerin Kate Young ist überzeugt, dass es für jedes Buch in ihrem Regal die richtige Jahreszeit gibt. Von ihren Lieblingsbüchern hat sie sich zu leckeren saisonalen Gerichten inspirieren lassen, die dem Rhythmus der Jahreszeiten folgen. Neben über 100 leicht nachzukochenden Rezepten enthält ihr Buch unzählige Buchempfehlungen für Januar bis Dezember. Denn Lesen und Genießen gehören einfach zusammen.

Wie rezensiert man am besten ein Kochbuch? Indem man sich ein Rezept aussucht, es ausprobiert und am Ende etwas Leckeres gezaubert hat. So bin ich jedenfalls mit diesem Kochbuch vorgegangen. Und was eigentlich sich in der Adventszeit besser, als Pepparkakor? Jene Plätzchen, die Pippi Landstrumpf auf dem Boden ausrollt. Erinnert ihr euch noch an die Szene? Ich hatte sie schon ganz vergessen, aber Kate Young, die Autorin von „Mit dem Little Library Cookbook durchs Jahr“, hat sie mit dem Rezept zum Glück wieder hervorgebracht. Denn bei dem Kochbuch handelt es sich um Rezepte aus Kate Youngs Lieblingsbüchern. Dazu schreibt sie auch immer einen kurzen Text. Eine gute Art, um neue Bücher kennenzulernen, aber auch, um in Vergessenheit geratene Kinderbücher wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Eingeteilt ist das Buch nach Jahreszeiten. Dabei steht nicht etwa am Anfang jedes Kapitels nur „Frühling“ oder „Herbst“. Stattdessen tragen die Kapitel Überschriften wie „Lange Winternächte“ oder „Wenn die Blätter sich verfärben“.

Pepparkakor ist ein Weihnachtsgebäck, weshalb es auch im Kapitel „Wenn die Tage kürzer werden“ zu finden ist. Bei der Auswahl eines Rezepts für meine Rezension habe ich zwischen den Walisischen Keksen und Papparkakor geschwankt. Aber um die Weihnachtsplätzchensaison einzuläuten, habe ich mich für diese leckeren schwedischen Plätzchen entschieden.

Nicht alle Rezepte aus dem Buch würde ich nachbacken bzw. nachkochen. Zum Beispiel esse ich keine Muscheln und mein Mann ist sowieso sehr wählerisch, was das Essen angeht. Generell mag ich weder Fisch noch Rindfleisch.

Aber trotzdem ist für jeden etwas dabei. Wie ihr im Bild ganz oben seht, habe ich auch schon fleißig Seiten markiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass es mir besonders die süßen Gerichte angetan haben.

Generell sind die Rezepte teilweise etwas Ausgefallen, aber das macht ja nichts. Denn so lernt man auch mal etwas Neues kennen und kocht vielleicht auch mal was anderes. Oder backt eben Pepparkakor und bekommt dabei Lust, noch mal Pippi Langstrumpf zu lesen oder sehen.

„Mit dem Little Library Cookbook durchs Jahr“ ist ansprechend gestaltet mit vielen schönen Fotos und auch ein ideales Weihnachtsgeschenk.

Verena liest die Longlist: Rezension zu „Das flüssige Land“

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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von Klett-Cotta erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Das flüssige Land

Verlag: Klett-Cotta

Erscheinungsdatum: 2019

ISBN: 978-3-608-96436-3

Genre: Fiktion

Seiten: 350

Format: Hardcover

gekauft bei/erhalten von: Klett-Cotta

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Der Unfalltod ihrer Eltern stellt die Wiener Physikerin Ruth vor ein nahezu unlösbares Paradox. Ihre Eltern haben verfügt, im Ort ihrer Kindheit begraben zu werden, doch Groß-Einland verbirgt sich beharrlich vor den Blicken Fremder. Als Ruth endlich dort eintrifft, macht sie eine erstaunliche Entdeckung. Unter dem Ort erstreckt sich ein riesiger Hohlraum, der das Leben der Bewohner von Groß-Einland auf merkwürdige Weise zu bestimmen scheint. Überall finden sich versteckte Hinweise auf das Loch und seine wechselhafte Historie, doch keiner will darüber sprechen. Nicht einmal, als klar ist, dass die Statik des gesamten Ortes bedroht ist.

Wird das Schweigen von der einflussreichen Gräfin der Gemeinde gesteuert? Und welche Rolle spielt eigentlich Ruths eigene Familiengeschichte? Je stärker sie in die Verwicklungen Groß-Einlands zur Zeit des Nationalsozialismus dringt, desto vehementer bekommt Ruth den Widerstand der Bewohner zu spüren. Doch sie gräbt tiefer und ahnt bald, dass die geheimnisvollen Strukturen im Ort ohne die Geschichte des Loches nicht zu entschlüsseln sind.

Mir fehlen die Worte, um das Buch zu beschreiben. Ich habe es gerade beendet und es lässt mich zurück mit Fragen, mit Eindrücken. Normalerweise lese ich leichte Bücher, Romanzen, Chick-Lit, Schmöker. Doch ab und an muss es auch mal was anderes sein. Die Bekanntgabe der Longlist war ein guter Zeitpunkt, um mal etwas anderes zu lesen. „Verena liest die Longlist“ habe ich meine kleine, persönliche Challenge getauft. Der Plan war, drei Bücher von der Longlist zu lesen. Geworden ist es aber, aus Mangel an Rezensionsexemplaren, nur ein Buch. Nämlich „Das flüssige Land“ von Raphaela Edelbauer, was es schließlich sogar auf die Shortlist geschafft hat.

Der Schein trügt

So könnte man den fiktiven Ort Groß-Einland, in dem „Das flüssige Land“ spielt, beschreiben. Nach außen hin ist alles perfekt und alle sind nett, niemand lässt sich etwas zu Schulden kommen. Doch tief in den Menschen drin schlummern Geheimnisse, schlimme Dinge, über die niemand spricht. Das Loch, ein längst stillgelegtes Bergwerk, ist das Zentrum all dieser Geheimnisse. Groß-Einland bröckelt, es fällt in sich zusammen. Die Fassade, die die Bewohner über Jahrzehnte versucht haben zu bewahren, droht einzustürzen. Doch das alles soll Ruth nun verhindern.

Das Loch ist eine Metapher für all die Geheimnisse, für die Vergangenheit Groß-Einlands. Es dient als Mülleimer für alles, was man nicht mehr sehen will. Hier wird alles Unangenehme entsorgt. Der Ort selber ist nur schwer zu erreichen, niemand, der nicht von hier stammt, kennt ihn, weiß, wo er liegt.

Fazit

Von mir aus könnte Raphaela Edelbauer den Deutschen Buchpreis 2019 gewinnen. Allerdings kenne ich natürlich nicht die Konkurrenz. Mit „Das flüssige Land“ hat sie aber ein Buch geschrieben, was mich sprachlich, aber auch inhaltlich fesseln konnte.

Rezension: Mach, was du kannst (Aljoscha Neubauer)

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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von Bloggerportal erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Mach, was du kannst

Verlag: DVA

Erscheinungsdatum: 12. März 2018

ISBN: 978-3-421-04793-9

Genre: Ratgeber

Seiten: 272

Format: Hardcover

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Die neueste psychologische Forschung zeigt: Wir sind erstaunlich schlecht darin, die eigenen Begabungen einzuschätzen. Das führt dazu, dass viele Menschen sich für Tätigkeiten interessieren, für die sie nicht begabt sind, und umgekehrt verfügen viele über Potenziale, von denen sie nichts wissen und die sie nicht ausschöpfen.

In seinem neuen Buch befasst sich der renommierte Psychologe Aljoscha Neubauer mit der Frage, wie Eignung und Neigung zusammenhängen. Er legt dar, welche Begabungen und Talente es gibt, welche Bedeutung Interessen für das berufliche Fortkommen haben und inwiefern die Persönlichkeit eines Menschen zu dem passen sollte, was er tut. Vor allem aber gibt Neubauer Hinweise, wie man herausfindet, was man wirklich kann und will – und wie man dadurch den Weg zu Erfolg und Lebensglück ebnen kann.

In der Schule geht es immer nur um Noten. Für manche Studiengänge braucht man einen bestimmten NC, um angenommen zu werden. Bestes Beispiel: Medizin. Aber Noten sagen gar nichts darüber aus, was wir können. In meiner Ausbildung zur Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) hatte ich auf dem Abschlusszeugnis in „Pharmazeutische Fachkunde“ eine Eins. Manche rieten mir, dass ich doch PTA werden soll.

Geworden bin ich dann doch nicht PTA. Statt nach der Ausbildung als PKA zu arbeiten, habe ich es vorgezogen, das Abitur nachzuholen. Und nun studiere ich und weiß mit fast 34 nicht, was ich „später“ mal werden will, was ich überhaupt kann.

Warum erzähle ich euch das? Wegen des Buches, von dem ich euch nun erzählen werde.

Diese Rezension bin ich euch nun schon über ein Jahr schuldig. Aber Ratgeber zu rezensieren finde ich ja immer ganz schwierig. Dabei sollte ich mit den Buchtitel vielleicht einfach mal selber auf die Fahne schreiben. „Mach, was du kannst“ – aber was kann ich eigentlich? Das hoffe ich mit Hilfe dieses Buches herauszufinden. „Mit Selbsttests“, steht auf dem Cover. Ich bin ein großer Fan solcher Tests.

Der erste Test soll mir sagen, wo meine Begabungen liegen. Die höchste Punktzahl habe ich mit 14 Punkten bei der sprachlichen Begabung. Dicht darauf folgen mit jeweils 13 Punkten aber auch die kinästhetische und ästhetische Begabung. Ob ich nun wirklich eine so gute Fingerfertigkeit besitze, sei mal dahin gestellt. Gestalten, künstlerisch betätigen? Hm, ich fotografiere gerne und habe auch irgendwie das Malen/Zeichnen für mich entdeckt. Mit diesen Begabungen könnte ich also, laut Tabelle auf Seite 45, unter anderem Schriftstellerin oder Lektorin werden. Wer kinästhetisch begabt ist, könnte zum Beispiel Schauspieler werden (nein, muss nicht sein. Ich werde ja schon nervös, wenn ich ein Referat halten muss), aber auch Mechaniker. Medien/Druck/Design ist eine Berufsgruppe, die zur ästhetischen Begabung passt. Früher habe ich mich tatsächlich mal um eine Ausbildung zur Mediengestalterin beworben (oder mich zumindest dafür interessiert). Gelernt habe ich ja dann doch was anderes.

Weitere Tests helfen unter anderem dabei, Persönlichkeitseigenschaften und Interessensgebiete zu finden. Außerdem erklärt der Psychologe die verschiedenen Begabungen, warum wir unsere Begabungen nicht erkennen und erläutert außerdem unterschiedliche Modelle, die es in der Psychologie gibt und die sich mit Persönlichkeitsentwicklung befassen.

„Mach, was du kannst“ ist meiner Meinung nach kein Buch, was man mal eben im Bus auf dem Weg zur Arbeit lesen sollte. Man muss sich viel mehr mit dem Buch bzw. den Inhalten befassen, sich hinsetzen und konzentriert lesen.

Wie bewerte ich das Buch nun? Ich glaube, Aljoscha Neubauer verfolgt einen guten Ansatz und als Psychologieprofessor ist er ja auch vom Fach. Einige Begriffe sind mir auch aus dem Studium bekannt und dank des Glossars einfach erklärt. Wissenschaftliche Literatur ist ja oft sehr umständlich geschrieben. Aber da „Mach, was du kannst“ keine solche Literatur ist, sondern zur populärwissenschaftlichen zählt, schreibt Neubauer auch nicht in diesem Wissenschaftsdeutsch. Wie sollten Nicht-Wissenschaftler auch sonst verstehen, was genau die statistische Signifikanz ist oder eine Likert-Skala (die hat übrigens nichts mit Likes zu tun).

Weiß ich nun, was ich kann? Noch nicht, aber das kann mir ein Buch alleine auch nicht sagen. Ich werde aber weiter versuchen, es herauszufinden.