Genre: Frauenunterhaltung

Rezension: Sommerhaus zum Glück (Anne Sanders)

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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von Bloggerportal erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Rezension: Sommerhaus zum Glück (Anne Sanders)Sommerhaus zum Glück

von Anne Sanders

Goodreads
Verlag: Blanvalet

Erscheinungsdatum: 14.5.2018

ISBN: 978-3-7645-0630-8

Genre: Frauenunterhaltung

Seiten: 448

Format: Paperback

gekauft bei/erhalten von: Bloggerportal


Wer träumt nicht von einem Haus in Cornwall? Elodie hatte bisher eigentlich andere Pläne – bis ihre Beziehung spektakulär scheitert und ihr Exfreund ihr statt ewiger Liebe Geld für einen Neuanfang bietet. Als sie auf das Inserat für ein hübsches kleines Bed & Breakfast in St. Ives stößt, räumt Elodie kurz entschlossen das Konto leer, kauft das Haus unbesehen und reist nach Südengland. In dem kleinen Fischerdörfchen stürzt sie sich nicht nur in die Renovierung, sondern lernt auch die schüchterne Helen und die lebenslustige alte Dame Brandy kennen, mit denen sie bald eine tiefe Freundschaft verbindet. Gemeinsam erleben die drei Frauen einen unvergesslichen Sommer, nach dem nichts mehr so sein wird, wie es war – vor allem nicht in Elodies Herz …

Das neue Buch von Anne Sanders führt den Leser wieder nach Cornwall, genauer: St. Ives. Bereits durch ihren Roman „Sommer in St. Ives“ durfte ich schon diese Kleinstadt am Meer bereisen. Leider hat es bisher nie für eine echte Reise nach Cornwall für mich gereicht, doch ich hoffe, dass ich das irgendwann nachholen werde. Dank Google Maps kann das Küstenstädtchen auch von zu Hause besichtigt werden, obwohl das natürlich nicht das gleiche ist, wie wirklich dort zu sein. Kleiner Tipp, um euer Fernweh nicht noch schlimmer zu machen: schaut euch bitte nicht bei Airbnb Unterkünfte an. Ich möchte jetzt am liebsten Glamping in St. Ives machen oder mich in ein nettes Cottage einquartieren oder in eines der Hotels…

Sommerhaus zum Glück*“ macht auf jeden Fall Lust, in St. Ives Urlaub zu machen.

Was erwartet euch in „Sommerhaus zum Glück“?

Wer bereits „Sommer in St. Ives“ kennt, freut sich bestimmt auf ein Wiedersehen mit Elvira und Sam, sowie Chase und Lola, wenn auch nur sehr kurze. Generell ist der Roman typisch für das Genre Frauenunterhaltung: (junge) Frau beginnt aufgrund der verflossenen Liebe einen Neuanfang, am besten noch in einem anderen Land und eröffnet dort etwas (hier: ein B&B) und verliebt sich außerdem noch, obwohl sie das gar nicht wollte.

Doch das Haus, was Elodie in ihrer Eile gekauft und vorher nicht besichtigt hat, entpuppt sich als ziemlich heruntergekommen und stark renovierungsbedürftig. Sie kann also das B&B nicht direkt eröffnen, sondern muss erst mal sanieren.

Gut, dass die Menschen in St. Ives so hilfsbereit sind und sie außerdem direkt aufnehmen. Vor allem Helen, Cafébesitzerin, und Brandy, eine Frau um die 80, die nicht viel von ihrem Leben preisgibt. Im Wechsel wird der Roman aus der Sicht von Elodie und Helen erzählt, die in Rückblenden Einblick in ihre Vergangenheit geben.

Das Buch liest sich flüssig und ich wollte es gar nicht aus der Hand legen. Ich mochte, wie sehr ich in diese Welt eintauchen konnte beim Lesen. Trotzdem sind mir manche „Fehler“ aufgefallen, die nicht weiter schlimm sind. Aber in der Szene mit der Einweihungsparty beschreibt Elodie, dass Tom mal keinen Anzug trägt, sondern ein Poloshirt. Später knöpft sie sein Hemd auf und zieht ihm die Krawatte aus. Und dann gab es da noch eine Szene (ich hätte mir das markieren müssen, habe ich aber nicht), in der Elodie irgendwas zu sich selbst sagt (ich gehe davon aus, dass sie Deutsch mit sich selber redet, da sie ja Deutsche ist) und dann kommt entweder Helen oder Brandy (die ja Englisch sprechen) dazu und fragt etwas zu ihrem letzten Satz, was nur geht, wenn sie sie auch verstanden hat. habt ihr mich jetzt verstanden?! Das muss man aber nicht so eng, sehen, denke ich.

Alles in allem gebe ich dem Buch über Freundschaft, Neuanfänge und verzeihen (und St. Ives!) 4,5 Sterne (auch wenn nur 4 angezeigt werden.) 

Wart ihr schon mal in Cornwall und vielleicht sogar in St. Ives?

Rezension: Der Sommer der blauen Nächte (Stefanie Gregg)

Diese Rezension enthält Affiliate-Links. Wenn ihr das Buch über den Link kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von NetGalley Deutschland erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Rezension: Der Sommer der blauen Nächte (Stefanie Gregg)Der Sommer der blauen Nächte

Goodreads
Verlag: Aufbau

Erscheinungsdatum: 18. Mai 2018

ISBN: 978-3-7466-3411-1

Genre: Frauenunterhaltung, Liebesgeschichte

Seiten: 304

Format: ARC, eBook


Eine Geschichte so hoffnungsvoll wie das Leben.

Bilder in den Farben des Südens – das ist alles, was Jule nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter Marie von ihr bleibt. Das und eine ganze Reihe Fragen. Und so beschließt Jule an die Orte zu reisen, an denen ihre Mutter so oft alleine gemalt hat, um dort nach dem Leben zu suchen, das Marie offensichtlich nicht mit ihrer Familie teilen wollte. Dann taucht überraschend Jules Freund Ben auf, und ihr wird klar: Man muss die Vergangenheit loslassen können, um das Leben neu zu beginnen.

»Stefanie Gregg kurbelt mit schnellen, knackigen Gedanken und Szenen das Kopfkino an.« Süddeutsche Zeitung.

Meine Meinung

Der am 18. Mai erscheinene neue Roman von Stefanie Gregg ist, meiner Meinung nach, kein kitschiger Liebesroman. „Der Sommer der blauen Nächte*“ ist nämlich mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es geht um eine verstorbene Mutter, die früher ein Dopelleben geführt hat. Einerseits war sie Mutter, Ehefrau und vor allem Künstlerin. Andererseits hatte sie einen Liebhaber – nein, eigentlich war er mehr als das.

Jule, die Tochter, ist 35 Jahre alt, Psychotherapeutin und hat sich vor kurzem von ihrem Freund Hannes, der Stabilität verkörperte, getrennt. Nach der Beerdigung der Mutter findet Jule Fotos, auf denen Marie, die Mutter, mit einem fremden Mann abgebildet ist. Wer war dieser Mann? Und wer war ihre Mutter?

An einem Abend, als sie in einer Bar sitzt, trifft sie auf Ben, den sie flüchtig kennt, denn er ist der Architekt, der die Räume der Praxis, in der sie arbeitet, neu gestaltet hat. Die beiden haben einen One Night Stand, doch mehr kann aus ihnen nicht werden, denn Ben strahlt nicht diese Stabilität aus, sondern Abenteuerlust und Spaß. Will sie das wirklich?

Für Jule beginnt erst mal eine Suche nach der Mutter. Auf deren Spuren reist sie nach Manarola, wo sie oft in Urlaub waren. Sie erfährt dort von Seiten ihrer Mutter, die sie nicht kannte. Dabei lernt sie sich selber auch auch irgendwie kennen.

Ben reist ihr nach, obwohl sie ihm vorher klar gemacht hat, dass sie ihn nicht sehen will. Nach einem verzweifeltem Anruf bei ihm, fährt er von München nach Manarola.

Auf der Suche nach Antworten begegnet Jule einem älteren Mann, der die große Liebe nie erfahren hat, jedoch bei jemand anderem beobachten durfte. Außerdem trifft sie auf Julian Ronstädter, einem Kunsthändler und Arzt. Was hat er mit der Geschichte zu tun?

Der ganze Roman liest sich flüssig, obwohl er schon an manchen Stellen recht melancholisch, aber auch literarisch ist. Ein ideales Buch für den Sommer.

Zitate

„(…)Aber ich finde den Ansatz der Verhaltenstherapie besser. Lösungsorientierter und einfach weniger darauf bedacht, zurückgewandt nach den Fehlern zu suchen.“Jule erklärt Ben, was Verhaltenstherapie ist. Position 392

„Es ist feucht und kalt. Aber so weich, dass der Boden einsinkt und sanft die Füße umschließt. Dass einen das Gras kitzelt und streichelt. Dass die Kühle einen ganz da und wach sein lässt. Dass ich spüre, wie ich lebe.“Jule aus „Der Sommer der blauen Nächte“ auf Antwort auf Ben, der sie fragt was sie fühlt, als sie beide barfuß auf einer Wiese am Starnberger See stehen. Position 975