Genre: Krimi

Rezension: Heimliche Herrscher (Friedrich Dönhoff)

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Rezension: Heimliche Herrscher (Friedrich Dönhoff)Heimliche Herrscher

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Verlag: Diogenes

Erscheinungsdatum: 26. April 2017

Genre: Krimi

Seiten: 352

Format: Paperback

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Im sonst so sicheren Hamburg werden innerhalb weniger Stunden mehrere unbescholtene Bürger ermordet. Und das am helllichten Tag. Erst ein frisch geschiedener Automechaniker, dann ein Jugendmeister im Tischtennis, schließlich eine angesehene Zahnärztin – drei Menschen aus unterschiedlichen Milieus, die sich nicht kannten.

Wie sich herausstellt, hatten sich die Opfer alle in der Flüchtlingsfrage engagiert, aber mit ganz unterschiedlichen politischen Gesinnungen. Haben die Morde vielleicht damit zu tun? Kommissar Sebastian Fink und sein Team stehen unter Druck, denn niemand weiß, ob es weitere Opfer geben wird und wen es trifft.

Auf der Suche nach Ablenkung und Inspiration taucht Sebastian ins Hamburger Nachtleben ein, wo Marissa, seine neue Liebe, als DJane das Party-Volk zum Tanzen bringt. Dann schlägt der Mörder wieder zu – brutal und unerbittlich. Und Sebastian erkennt, dass er dort suchen muss, wo Menschen im Schutz der Dunkelheit Geschäfte machen.

„Heimliche Herrscher“ ist mein erstes Buch von Friedrich Dönhoff. Als er vergangenes Jahr bei der Litblog Convention mit seinem Kollegen Christian Schünemann war, bin ich neugierig geworden. Nun habe ich schon zwei Krimis von Schünemann verschlungen. Da wurde es Zeit für den von Dönhoff. Alle drei Bücher habe ich bei besagter Veranstaltung bekommen und signieren lassen.

Vielleicht werde ich ja doch noch zur Krimi-Leserin. Zumindest hat mir der 2017 erschienene Krimi um den Hamburger Kommissar Sebastian Fink sehr gut gefallen. Dönhoff schreibt sehr angenehm und obwohl ich erst einmal in Hamburg war (und das ist schon mehr als 10 Jahre her), konnte ich mir die Stadt dennoch gut vorstellen. Doch nicht nur das: ich habe mit den Polizisten gerätselt, wer hinter den Mordserien stecken könnte. Die Opfer lernt man beim Lesen auch kennen. Bei einem dachte ich zunächst, er würde die Menschen umbringen, aber dann kam es doch anders. Sein Verhalten kam mir so verdächtig vor, dass ich voreilige Schlüsse gezogen habe.

Für jemanden, der nicht viele Krimis liest und sich auch eher davor scheut, dem kann ich Dönhoff (aber auch Schünemann) empfehlen. So als Einstieg oder für Zwischendurch.

Rezension: Kornblumenblau (Christian Schünemann & Jelena Volić)

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Rezension: Kornblumenblau (Christian Schünemann & Jelena Volić)Kornblumenblau

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Verlag: Diogenes

Erscheinungsdatum: 25. February 2015

Genre: Krimi

Seiten: 368

Format: Paperback

gekauft bei/erhalten von: Diogenes

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Belgrad – eine europäische Metropole, so nah und doch so fern. Unter der kundigen, atmosphärischen Führung von Milena Lukin erschließt sich nicht nur ein aufsehenerregendes Verbrechen, sondern eine faszinierende Stadt im Brennpunkt europäischer Geschichte.

Das Buch habe ich im vergangenen Jahr auf der Litblog in Köln erhalten.

Eigentlich bin ich keine Krimileserin. Aber nachdem ich letztes Jahr auf der Litblog Convention einfach mal dem Vortrag von Christian Schünemann und Friedrich Dönhoff gelauscht habe, wollte ich dem Genre eine Chance geben. Zumal mir ihre Krimis nicht so gruselig erschienen. Am Ende bekam man auch noch ein paar Bücher. „Daily Soap“ habe ich bereits letztes Jahr gelesen. Nun war „Kornblumenblau*“ an der Reihe.

Während ich mit anderen Büchern in Lände wie die USA oder England reise, manchmal auch in Deutschland bleibe, nahm mich „Kornblumenblau“ in ein Land, von dem ich bisher nicht viel wusste. Nein, falsch: von dem ich nichts wusste. Serbien ist für mich völlig unbekannt, sowohl weiß ich nichts von der Politik, noch von der Vergangenheit.

Auf sehr ruhige Art wird der Leser mitgenommen in politische Machenschaften, Militär und das Leben in Belgrad. Milena Lukin ist keine Polizistin, sondern Kriminologin. Sie will das Rätsel um den Tod zweier Gardisten lösen und gerät selber in Gefahr. Die meiste Zeit begleitet man sie. Wie sie ihren Sohn vom Flughafen abholt oder ihre Habilitation versucht zu schreiben, wie sie sich mit ihrem Lada durch den Belgrader Verkehr schlängelt oder vor ihrem geheimnisvollen Verfolger flüchtet.

Anders sind die Szenen, in denen man mehr über den Verfolger erfährt. Hier geht es rauher zu und der Schreibstil unterscheidet sich deutlich. Gut gemacht, finde ich. Das gibt dem ganzen noch mehr Dynamik.

Es gibt nichts schlechtes, was ich über den Krimi schreiben kann. Die Erzählweise hat mir sehr gefallen. Ich konnte mir die unbekannte Stadt, das unbekannte Land vorstellen. Und obwohl „Kornblumenblau“ ein Krimi ist, gab es keine Stelle, an der ich irgendwie Angst hatte oder mich gruselte. Wahrscheinlich habe ich einfach eine falsche Vorstellung von Krimis. Oder Schünemann und seine Mit-Autorin Jelena Volić haben einfach eine Art zu schreiben, die mich vergessen lässt, dass es ein Krimi ist, den ich da gerade in der Hand halte.

Rezension: Daily Soap (Christian Schünemann)

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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von Diogenes erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Rezension: Daily Soap (Christian Schünemann)Daily Soap

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Reihe: Der Frisör #4

Verlag: Diogenes

Erscheinungsdatum: 25. Januar 2011

ISBN: 978-3-257-24052-8

Genre: Krimi

Seiten: 240

Format: Paperback

gekauft bei/erhalten von: Diogenes

Tomas Prinz erfindet ein neues Styling für seine Kundin Tina Schmale, die vor kurzem die TV-Soap »So ist das Leben« (SidL) übernommen hat. Die Producerin ist angetreten, die Serie aus dem Quotenloch zu retten. Ihre Idee: Für die neue Hauptrolle muss ein Publikumsmagnet her. Doch welcher Star will schon sein Gesicht für eine Daily Soap hergeben? Der Frisör weiß Rat: Charlotte Auerbach, eine Jugend-Ikone aus den 70ern, nach vielen Jahren aus Kalifornien zurück, wäre dazu bereit. Und so gerät er, als ihr persönlicher Stylist, mitten hinein in eine Mannschaft aus Schauspielern, Regisseuren, Autoren, Kameraleuten und Ausstattern, die wie am Fließband täglich 25 Minuten Vorabendunterhaltung produzieren. Und nicht nur das: auch Intrigen, Eifersüchteleien und einen Mord – wie im richtigen Leben.

Meine Meinung

Wie der Titel schon vermuten lässt, dreht sich in dem Krimi alles um eine Soap, nämlich um die fiktive „So ist das Leben“, kurz „SidL“. Sind Soaps eigentlich unter Jugendlichen noch beliebt? Zuhause bei mir wurde sowas nicht geguckt, aber durch meine Oma kannte ich ein paar, allen voran „Unter Uns“. Als ich später eine TV-Karte für meinen Computer bekam, schaute ich ab und zu mal „Marienhof“ oder „Verbotene Liebe“. Wirklich dafür interessiert habe ich mich allerdings nie.

Daily Soap“ ist mein erstes Buch von Christian Schünemann, deutscher Autor und Drehbuchautor. Normalerweise sind Krimis nicht mein Fall, zumindest wenn es um Bücher geht. Doch als ich den Autor bei der diesjährigen Litblog Convention bei einem Vortrag kennengelernt habe, bin ich neugierig geworden. Zwar ist „Daily Soap“ das vierte in der Reihe um den Starfrisör Tomas Prinz, aber es lässt sich auch gut unabhängig von den vorherigen drei lesen.

Auf der Litblog Con hat Christian Schünemann erzählt, wie er für die Krimireihe recherchiert: dass er tatsächlich einen Frisör als Ansprechpartner kennt und auch mal bei ihm ein Praktikum gemacht hat, um die Handgriffe, die er in seinen Büchern beschreibt, kennenzulernen. Dass der Autor auch Drehbücher schreibt und sich mit der Produktion von TV-Formaten auskennt, zeigt sich, wenn Ich-Erzähler Tomas Prinz in den Studios von „SidL“ ist. Somit gibt „Daily Soap“ nicht nur einen guten Einblick in den Alltag eines Frisörs, sondern auch noch in den eines Fernsehstudios. Die unterschiedlichen Charaktere sind gut gezeichnet und haben alle ihre eigenen Eigenschaften. Auch für einen Krimi-Neuling wie mich ist das Buch ein guter Einstieg, denn der Schreibstil ist angenehm und ich habe mich auch nicht unwohl beim Lesen gefühlt. Das war nämlich meine Sorge.

Fazit: ein gelungenes Buch, was sich sehr flüssig lesen lässt. Ideal für Krimi-Neulinge.

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© Cover Diogenes Verlag AG