Genre: Liebesgeschichte

Rezension: Die Bibliothek der Liebe (Alex Wagner)

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Die Bibliothek der Liebe

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Verlag: Independently Published

Erscheinungsdatum: 23. November 2018

ISBN: 978-1731487957

Genre: Liebesgeschichte

Format: eBook

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Nachdem ihre Karriere bis dato ziemlich holprig verlief, ergattert Theresa Milar endlich ihren Traumjob. Sie kommt als Privatsekretärin bei einer berühmten Schriftstellerin unter, die noch dazu auf einer märchenhaften alten Burg im österreichischen Waldviertel lebt. Doch was nicht im Dienstvertrag stand: Shaun, der Enkel ihrer neuen Chefin, könnte einem Liebesroman entsprungen sein. Und von den Büchern, die das alte Gemäuer beherbergt, geht ein seltsamer Zauber aus. Eine ganz besondere Magie, die schon bald von Theresa Besitz ergreift …

Und wieder ein deutsches ebook. Hier haben mich der Titel und das Cover angesprochen. „Bibliothek“ und ein Buch vorne drauf – das muss ich lesen. Dass das Cover pink ist, sehe ich auf dem Kindle ja nicht.

Der Schreibstil ist sehr einfach und stellenweise etwas holprig. Hier ein paar Beispiele:

Ich schaffe es bis in die Küche. Wo mir die grellen Leuchtkörper für einen Moment fast das Augenlicht rauben.

Ich lande auf dem Desktop, ohne ein Passwort eingeben zu müssen. Und finde dort nichts Außergewöhnliches.

So geht das das ganze Buch, nicht immer, aber an vielen Stellen hätte man die Sätze umformulieren können. Oder sollte in dem ersten Beispiel eigentlich kein Punkt sein, sondern ein Komma? Wie dem auch sei: beim Lesen ist es anstrengend, dauernd auf solche „Fehler“ zu stoßen. Jedesmal wollte ich den entsprechenden Satz markieren und verbessern.

Aber ich möchte ja nicht (nur) den Schreibstil rezensieren, obwohl ich es wichtig finde, auch darüber zu reden. Denn ein schlechter Stil kann ein durchaus gutes Buch kaputt machen.

Theresa soll also als Sekretärin für eine amerikanische Bestseller-Autorin (Adela) arbeiten. Diese lebt mit ihrem Enkel Shaun in einem Schloss mitten im Wald in Österreich. Shaun wirkt depressiv, was auch nur verständlich ist, denn er hat alle verloren, die er liebt – nur seine Großmutter ist noch da. Und die will um jeden Preis ihr 99. Buch fertigstellen.

Shaun sieht übrigens wie aus einem Liebesroman entsprungen aus, wie Theresa, die Ich-Erzählerin, auf gefühlt jeder Seite einmal erwähnt. Das bedeutet: er sieht unglaublich sexy aus. Doch Shaun lässt niemanden an sich ran. Da helfen auch die Bemühungen seiner Oma nichts, die anscheinend extra eine sexy Haushälterin und eine hübsche Gärtnerin eingestellt hat.

Adela selber hat ein Geheimnis, was ihre Bücher betrifft. Das Geheimnis hat mit der Liebesgöttin zu tun. Ihre Romane basieren immer auf Menschen, die sie kennt und die zueinander finden sollen. Die Göttin hat ihr nämlich diese Gabe geschenkt. Okay, ganz realistisch ist der Roman also nicht. Eine nette Geschichte ist der Roman aber schon. Umgehauen hat er mich jedoch leider nicht.

Rezension: Inselzauber wider Willen (Sabrina Heilmann)

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Inselzauber wider Willen

Goodreads
Verlag: Independently Published

Erscheinungsdatum: 14. Mai 2019

ISBN: 9781098674083

Genre: Liebesgeschichte

Format: eBook

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Als die vierundzwanzigjährige Autorin Lilly Morgan auf dem Dachboden ihres Vaters einen kleinen Karton mit Briefen und Geburtstagskarten findet, erfährt sie, dass sie ihr Leben lang belogen worden ist und ihre Mutter noch lebt. Unter dem Vorwand für ihren neuen Roman zu recherchieren, packt Lilly ihre Sachen und reist von London auf die Scilly Inseln, von denen ihre Mutter in den Briefen schreibt.
Lilly möchte sie finden und erfahren, was zwischen ihr und ihrem Vater vorgefallen ist. Aber so einfach, wie Lilly es sich vorstellt, wird es nicht.
Die Einheimischen lassen sie spüren, dass sie als Fremde nicht in der Lage ist, die Schönheit der Inseln in einem Roman einzufangen. Und auch der ortsansässige und verboten attraktive Thriller-Autor Jack Davenport macht ihr das Leben schwer, als er ihr nicht nur das letzte Päckchen Kaffee wegschnappt, sondern sie außerdem für einen aufdringlichen Fan hält.
Lilly ist verzweifelt und klammert sich an die Hoffnung, wenigstens von ihrer Mutter freundlich empfangen zu werden. Doch selbst diese Begegnung hält eine böse Überraschung für sie bereit.
War es ein Fehler, London Hals über Kopf zu verlassen? Oder wartet ein Happy End in Lillys wahrer Heimat, von der sie ein Leben lang nichts wusste?

Wie ihr wisst, lese ich relativ wenige deutschsprachige Bücher. Doch da ich auch selber schreibe und oft englische Formulierungen durch meinen Kopf schwirren, möchte ich auch ab und zu mal etwas auf Deutsch lesen. Der Roman „Inselzauber wider Willen“ von Sabrina Heilmann ist im Grunde wie die typischen ChickLit-Bücher, die ich so gerne lese. Dass der Liebesroman auf den Isles of Scilly spielt, ist ein dicker Bonus. Ich war zwar noch nie auf der zu Cornwall gehörigen Inselgruppe (oder generell in Cornwall), aber ich würde die Gegend gerne mal bereisen. Bis es soweit ist, muss ich eben durch Bücher reisen. Das ist auch günstiger und umweltfreundlicher.

Die junge Autorin Lilly begibt sich von London aus auf die Inseln. Denn dort lebt, wie sie gerade erst herausgefunden hat, ihre Mutter. Ihr Vater hat ihre Existenz die ganzen Jahre verschwiegen. Angeblich sei sie ein Jahr nach der Geburt gestorben.

Dass Lilly auf den Inseln nicht nur ihre Mutter findet, sondern die große Liebe, hätte sie nicht erwartet. Ausgerechnet den dort lebenden Autor Jack Davenport trifft sie dort. Zufälligerweise sind beide beim gleichen Verlag unter Vertrag. Doch Jack ist arrogant und verhält sich Lilly gegenüber echt unmöglich. Die besten Voraussetzungen, um sich näher zu kommen, oder?

Das Rad wird hier nicht neu erfunden. Enemies to Lovers ist in Liebesromanen ein beliebtes Thema und so auch in diesem Roman. Durch ein Missverständnis ist Jack total wütend auf Lilly. Das fand ich ziemlich übertrieben, aber klar, irgendwas musste passieren, denn ohne einen großen Knall funktionieren diese Arten von Büchern ja nicht. Das läuft nicht so ab, wie im echten Leben: man lernt sich kennen, trifft sich, kommt zusammen. Ende. Da ist keine Spannung. Also muss in Büchern etwas passieren: ein Streit. Lilly hat versucht, Jack zu erreichen, denn sie muss schnell nach London zurück, um ein paar Dinge zu klären und ihren Umzug auf die Inseln vorbereiten. Allerdings scheint Jack wie vom Erdboden verschluckt. Deshalb spricht Lilly mit seiner Mutter, die wiederum verspricht, ihrem Sohn zu sagen, dass Lilly wiederkommt. Tut sie nicht, denn sie vergisst es. Die Schuld dafür gibt Jack aber Lilly:

»Ich bin sogar zu eurer Mutter gegangen, habe ihr alles erklärt und sie gebeten, euch beiden Bescheid zu sagen. Aber sie hat es vergessen.«

»Schön für dich, Lilly, aber soll ich dir etwas sagen? Mir ist ganz gleich, ob es nur ein Missverständnis war. Ich brauche Menschen in meinem Leben, auf die ich mich zu einhundert Prozent verlassen kann. Du gehörst nicht dazu.«

Genau. Lilly hat zwar nicht seine Handynummer gehabt, aber die seiner Schwester (Lilly und die Schwester sind ganz schnell beste Freundinnen geworden). Also hat sie ihr tausend Nachrichten geschrieben (aber die kamen auf wundersame Weise nie an) und der Mutter Bescheid gegeben. Aber auf Lilly kann er sich nicht verlassen? Das beste: Lilly gibt sich selber die Schuld:

»Es tut mir leid, dass ich mir nicht mehr Mühe gegeben habe, dich zu finden. Ich hatte keine Zeit mehr und ich habe Honor wirklich nicht erreicht.«

Sollte nicht eher Jack sich entschuldigen? Immerhin hat er ihr vorgeworfen, dass auf sie kein Verlass ist. Dabei sollte er das doch lieber seiner Mutter sagen. Aber nein, Lilly ist die Schuldige und natürlich sieht sie das auch so.

Alles in allem war der Roman aber gut zu lesen, wenn es auch ein paar Ungereimtheiten gibt. An einer Stelle sagt Lilly, dass sie keinen Tee mag, sondern Kaffee, während sie an einer anderen dann mit ihrer Mutter, die ebenfalls keine Teetrinkerin ist, welchen trinkt. „Inselzauber wider Willen“ ist genau das Richtige für den Sommer!

Rezension: Der Sommer der blauen Nächte (Stefanie Gregg)

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Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von NetGalley Deutschland erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

Rezension: Der Sommer der blauen Nächte (Stefanie Gregg)Der Sommer der blauen Nächte

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Verlag: Aufbau

Erscheinungsdatum: 18. Mai 2018

ISBN: 978-3-7466-3411-1

Genre: Frauenunterhaltung, Liebesgeschichte

Seiten: 304

Format: ARC, eBook

Eine Geschichte so hoffnungsvoll wie das Leben.

Bilder in den Farben des Südens – das ist alles, was Jule nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter Marie von ihr bleibt. Das und eine ganze Reihe Fragen. Und so beschließt Jule an die Orte zu reisen, an denen ihre Mutter so oft alleine gemalt hat, um dort nach dem Leben zu suchen, das Marie offensichtlich nicht mit ihrer Familie teilen wollte. Dann taucht überraschend Jules Freund Ben auf, und ihr wird klar: Man muss die Vergangenheit loslassen können, um das Leben neu zu beginnen.

»Stefanie Gregg kurbelt mit schnellen, knackigen Gedanken und Szenen das Kopfkino an.« Süddeutsche Zeitung.

Meine Meinung

Der am 18. Mai erscheinene neue Roman von Stefanie Gregg ist, meiner Meinung nach, kein kitschiger Liebesroman. „Der Sommer der blauen Nächte*“ ist nämlich mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es geht um eine verstorbene Mutter, die früher ein Dopelleben geführt hat. Einerseits war sie Mutter, Ehefrau und vor allem Künstlerin. Andererseits hatte sie einen Liebhaber – nein, eigentlich war er mehr als das.

Jule, die Tochter, ist 35 Jahre alt, Psychotherapeutin und hat sich vor kurzem von ihrem Freund Hannes, der Stabilität verkörperte, getrennt. Nach der Beerdigung der Mutter findet Jule Fotos, auf denen Marie, die Mutter, mit einem fremden Mann abgebildet ist. Wer war dieser Mann? Und wer war ihre Mutter?

An einem Abend, als sie in einer Bar sitzt, trifft sie auf Ben, den sie flüchtig kennt, denn er ist der Architekt, der die Räume der Praxis, in der sie arbeitet, neu gestaltet hat. Die beiden haben einen One Night Stand, doch mehr kann aus ihnen nicht werden, denn Ben strahlt nicht diese Stabilität aus, sondern Abenteuerlust und Spaß. Will sie das wirklich?

Für Jule beginnt erst mal eine Suche nach der Mutter. Auf deren Spuren reist sie nach Manarola, wo sie oft in Urlaub waren. Sie erfährt dort von Seiten ihrer Mutter, die sie nicht kannte. Dabei lernt sie sich selber auch auch irgendwie kennen.

Ben reist ihr nach, obwohl sie ihm vorher klar gemacht hat, dass sie ihn nicht sehen will. Nach einem verzweifeltem Anruf bei ihm, fährt er von München nach Manarola.

Auf der Suche nach Antworten begegnet Jule einem älteren Mann, der die große Liebe nie erfahren hat, jedoch bei jemand anderem beobachten durfte. Außerdem trifft sie auf Julian Ronstädter, einem Kunsthändler und Arzt. Was hat er mit der Geschichte zu tun?

Der ganze Roman liest sich flüssig, obwohl er schon an manchen Stellen recht melancholisch, aber auch literarisch ist. Ein ideales Buch für den Sommer.

Zitate

„(…)Aber ich finde den Ansatz der Verhaltenstherapie besser. Lösungsorientierter und einfach weniger darauf bedacht, zurückgewandt nach den Fehlern zu suchen.“Jule erklärt Ben, was Verhaltenstherapie ist. Position 392

„Es ist feucht und kalt. Aber so weich, dass der Boden einsinkt und sanft die Füße umschließt. Dass einen das Gras kitzelt und streichelt. Dass die Kühle einen ganz da und wach sein lässt. Dass ich spüre, wie ich lebe.“Jule aus „Der Sommer der blauen Nächte“ auf Antwort auf Ben, der sie fragt was sie fühlt, als sie beide barfuß auf einer Wiese am Starnberger See stehen. Position 975