Source: Mayersche Buchhandlung

Rezension: Wakenhyrst (Michelle Paver)

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Wakenhyrst

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Erscheinungsdatum: 31. Oktober 2019

ISBN: 978-1788549578

Genre: Gothic, Historical Fiction, Mystery

Seiten: 401

Format: Paperback

gekauft bei/erhalten von: Mayersche Buchhandlung

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In Edwardian Suffolk, a manor house stands alone in a lost corner of the Fens: a glinting wilderness of water whose whispering reeds guard ancient secrets. Maud is a lonely child growing up without a mother, ruled by her repressive father.

When he finds a painted medieval devil in a graveyard, unhallowed forces are awakened.

Maud's battle has begun. She must survive a world haunted by witchcraft, the age-old legends of her beloved fen – and the even more nightmarish demons of her father's past.

Spanning five centuries, Wakenhyrst is a darkly gothic thriller about murderous obsession and one girl's longing to fly free by the bestselling author of Dark Matter and Thin Air. Wakenhyrst is an outstanding new piece of story-telling, a tale of mystery and imagination laced with terror. It is a masterwork in the modern gothic tradition that ranges from Mary Shelley and Bram Stoker to Neil Gaiman and Sarah Perry.

(Quelle: Head of Zeus)

Gekauft habe ich das Buch vor allem wegen des Covers. Dass es vielleicht nicht mein Geschmack bzw. mein Genre sein könnte, war zweitrangig. Erst zuhause habe ich gesehen, dass es in Richtung Gothic geht, Thriller, Spannung, Mystery. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, es zu lesen. Und ich muss sagen: ich bereue es nicht!

Ein strenger Vater, der auch noch ein Geheimnis hat und irgendwie auch etwas unheimlich ist. Ein großes Haus umgeben von Moor. Das ist ganz schön spooky.

Das Buch erstreckt sich über mehrere Jahre und begleitet Maud als zehnjährige bis ins Teenageralter. Bevor der Leser allerdings Maud kennenlernt, befindet man sich in den 1960er Jahren, als eine Historikerin versucht, hinter das Geheimnis zu kommen. Denn Mauds Vater hat in seiner Zeit in der Psychiatrie, in der er den Rest seines Lebens war, Gemälde erschaffen. Maud selber lebt zurückgezogen in dem Haus ihrer Kindheit. Sie hat es nie verlassen.

Was in ihrem Vater vorgeht, lernt Maud durch seine Tagebücher, die sie heimlich liest. Und was sie dadurch erfährt, schockiert sie. Ihr Vater, ein Historiker, ist geradezu besessen von einer Frau, die im 16. Jahrhundert gelebt hat und vom Teufel besessen war. Er steigert sich so sehr in die Thematik ein, dass er überall das Werk des Teufels sieht. Und nicht nur überall, auch in Personen in seinem Umfeld.

Ein Buch passend zur dunklen Jahreszeit. Normalerweise lese ich ja immer nur leichte Bücher, die nicht unheimlich sind. „Wakenhyrst“ hat mich aber fasziniert und ich fand es komischerweise nicht so schlimm und unheimlich, wie erwartet. Es lohnt sich auf jeden Fall, mal über den Tellerrand zu schauen und Bücher aus einem ganz anderen Genre zu lesen. Denn dann findet man vielleicht die eine oder andere Überraschung.

abgebrochen: „Das Glück der kleinen Augenblicke“ (Thomas Montasser)

Das Glück der kleinen Augenblicke

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Verlag: Piper

Erscheinungsdatum: 01.08.2018

ISBN: 9783492312387

Genre: Belletristik, Unterhaltung

Seiten: 304

Format: Paperback

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Es gibt diese Tage, die alles verändern. Einen solchen erlebt die Lektorin Marietta Piccini, als ihr ein herrenloses Manuskript in die Hände fällt. Es ist die Geschichte von Paul Swift, eines jungen Mannes, der durch eine kleine Unbedachtsamkeit alles Unglück der Welt auf sich gezogen hat. Was immer ihm aber widerfährt – er ist mit dem Talent gesegnet, stets das Gute darin zu sehen! Zunehmend fasziniert liest sie weiter und erkennt, dass der Held der Geschichte der unbekannte Autor selber ist! Marietta macht sich auf die Suche nach ihm und erlebt am Ende eine wunderbare Überraschung …

Don’t judge a book by its cover – hätte ich diesen Spruch mal lieber vor dem Kauf von „Das Glück der kleinen Augenblicke“ beherzigt. Denn das Cover war der Grund, weshalb ich das Buch überhaupt in die Hand genommen habe, als ich irgendwann im November oder Dezember in der Mayersche in Aachen stöberte. Doch nicht nur das Cover lies mich das Buch zur Kasse bringen, um es dort zu bezahlen. Auch der Klappentext klang ansprechend. Lektorin, herrenloses Manuskript, wunderbare Überraschung, … Und dann spielt die Geschichte auch noch in London! Besser kann es doch gar nicht sein, oder?

Stimmt, denn besser wird es auch gar nicht. Mir gefällt dieser poetisch anmutende Schreibstil nicht. Bestimmt gibt es Menschen, die sowas gerne lesen, auch in modernen Romanen. Vielleicht passt es ja auch zum Thema, denn man stellt sich das Autorenleben und auch die Verlagswelt so romantisch vor. Wahrscheinlich ist sie aber genau das Gegenteil.

Betrachten wir aber nur diese literarischen Schriften, so müssen wir, wenn wir ehrlich sind, häufig feststellen, dass manches, was kein Mensch lesen und schon gar keiner verlegen wollte, womöglich besser ist als jenes, was es zum Buch gebracht hat.

Das Glück der kleinen Augenblicke, Seite 10

Ich selber schreibe ungewollt auch oft Bandwurmsätze. Gerade in meinen Hausarbeiten musste ich jetzt darauf achten und mal öfter einen Punkt setzen. Denn ich lese nicht gerne solche langen Sätze. Kennt ihr die, bei denen ihr den Anfang schon vergessen habt, bevor ihr am Ende angekommen seid? Oder die man vor lauter Verschachtelungen nicht versteht? Solche Sätze klingen zwar oft besonders klug und poetisch, sind aber einfach schwer zu lesen.

Stattdessen ergoss sich eine Gruppe von Schülern durch das Portal auf den Gehweg.

Das Glück der kleinen Augenblicke, Seite 25

Ergoss? Wirklich?! Bei dem Wort muss ich an Sexszenen in Büchern denken, aber nicht an eine Schülergruppe, die aus einer Bibliothek strömt.

Ein weiterer Punkt, der mich beim Lesen gestört hat: Statt mal nur den Vornamen der Protagonistin zu nennen, hat sich der Autor dazu entschieden, ihren Namen ganz auszuschreiben: Marietta Piccini. Ja, ein klangvoller Name. Aber ich konnte ihn mir trotzdem nicht merken.

Und dann findet sie das Manuskript. Ein unfertiges noch dazu. Es trägt den Titel (Trommelwirbel, bitte) „Das Glück der kleinen Augenblicke“. Leider kann Marietta Piccini keinen Namen finden, um das Manuskript zurück geben zu können. Aber sie arbeitet ja in einem wenn auch kleinen Verlag. Sie ist begeistert von dem Roman und ihr Chef auch.

Ich habe an der Stelle ungefähr aufgehört, an der ihr Chef vorschlägt, sie soll das Buch zu Ende schreiben. Zwischendurch erfahren wir übrigens noch was über den Autor das mysteriösen Werks, denn die Erzählung wechselt zu ihm über. Kleiner Tipp an Marietta Piccini: er heißt genauso, wie die Figur in dem Manuskript.

Habt ihr „Das Lächeln der Frauen“ von Nicolas Barreau gelesen? Hier schreibt ein Lektor ein Buch unter Pseudonym, eine junge Frau liest das Buch und will sich beim Autor bedanken, weil er mit dem Buch quasi ihr Leben verändert hat. Das Buch heißt übrigens „Das Lächeln der Frauen“. Nicht zu verwechseln mit dem Buch von Nicolas Barreau (ein Pseudonym übrigens). Ach, das ist verwirrend.

Was ich damit sagen will: „Das Glück der kleinen Augenblicke“ und „Das Lächeln der Frauen“ sind ähnlich. Als ich ersteres gekauft habe, hatte ich zweiteres (ein Geschenk zum Geburtstag übrigens) noch gar nicht gelesen. Es tut mir ja Leid, wenn mir ein Buch nicht gefällt und ich es abbrechen muss. Ich schreibe selber, wenn ich auch noch nichts veröffentlicht habe (traue mich eh nicht). Aber ich kann ja nicht alles mögen. Vielleicht fandet ihr das eine Buch oder auch das andere toll. Oder ihr habt es noch nicht gelesen. Ich möchte euch nicht davon abhalten, denn wer weiß? Vielleicht gefällt es euch ja.

© Cover: Piper Verlag

Rezension: The Watchmaker of Filigree Street (Natasha Pulley)

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The Watchmaker of Filigree Street

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Verlag: Bloomsbury

Erscheinungsdatum: 14. Juli 2016

ISBN: 9781408854310

Genre: Fantasy, Mystery, Steampunk

Seiten: 336

Format: Paperback

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In 1883, Thaniel Steepleton returns to his tiny flat to find a gold pocketwatch on his pillow. When the watch saves Thaniel's life in a blast that destroys Scotland Yard, he goes in search of its maker, Keita Mori – a kind, lonely immigrantMeanwhile, Grace Carrow is sneaking into an Oxford library, desperate to prove the existence of the luminiferous ether before her mother can force her to marry.
As the lives of these three characters become entwined, events spiral out of control until Thaniel is torn between loyalties, futures and opposing geniuses.

Mit „The Watchmaker of Filigree Street“ von Natasha Pulley habe ich ein Buch gelesen, was mal wieder anders ist als das, was ich üblicherweise lese. Die viktorianische zeit interessiert mich normalerweise gar nicht und mit historischen Büchern habe ich schon vor langer Zeit abgeschlossen. Am wenigsten gehört Japan zu meinen Interessensgebieten. Doch das Cover sprach mich trotzdem direkt an, als ich es beim Stöbern in der Buchhandlung entdeckte.

Die Autorin vereint in ihrem Buch Historisches mit etwas Steampunk, kann man das so nennen? Dazu kommt eine Portion Mystery und auch Fantasy.

„The Watchmaker of Filigree Street“ spielt zu größten Teilen in London, wo es vor allem auf Thaniel fokussiert ist. In Zeitsprüngen erfährt der Leser aber auch, was vor Moris Ankunft in England in Japan passiert ist. Ein weiterer wichtiger Charakter ist Grace, Chemie(?)-Studentin in Oxford, was zu der Zeit sehr ungewöhnlich für eine Frau war.

De Roman ist etwas verwirrend, finde ich. Zum Beispiel habe ich Grace‘ Aktion nicht ganz verstanden und ich frage mich auch, warum Mori weiß, was in der Zukunft passiert. Wieso konnte Grace ihn so verwirren mit ihren Gedanken? Wer (oder was) ist Mori genau? Vielleicht wird das ja im nächsten Buch aufgeklärt.