Vom sich trauen und Träume verwirklichen

Mit fast 30 kann man sich mal was trauen. Es wird Zeit, etwas zu tun. Etwas zu ändern. Aus sich herauszukommen.

Als Kind wollte ich bei der Zeitung arbeiten. Fragte man mich nach meinem Berufswunsch, antwortete ich “Moderatorin und Autorin!” Heute, viele Jahre später, mit fast 30 Jahren, bin ich weder das eine, noch das andere. Mittlerweile möchte ich aber auch gar nicht mehr Moderatorin werden. Geblieben ist der Wunsch, Autorin zu werden. Zu schreiben. Für Geld. Aus Spaß.

Ich kenne eine, die arbeitet als freie Mitarbeiterin bei einem lokalen Magazin, die hier überall zum Mitnehmen in den Lokalen und Geschäften liegt. Spontan habe ich eine Mail an die Redaktion geschrieben. Die Antwort kam schnell. Alles sehr locker und nicht so formell, wie ich befürchtet hatte.

Nervös betrat ich die Räume der Redaktion. Vor Nervosität plappere ich gerne mal zu viel. In solchen Situationen wünsche ich mir ein Loch unter meinen Füßen. Doch das Loch kommt nicht. Sobald ich dann alleine bin, schimpfe ich mich im Geiste aus und ärgere mich.

Es läuft gut. Ich darf schreiben. Man merkt es mir vielleicht nicht an, aber ich freue mich. Genau so einen Job brauche ich. Genau so einen Job wollte ich. Hätte ich mich doch mal früher getraut. Vor ein paar Jahren.

Neben dem Abitur arbeiten, wollte ich nicht. Zumindest nicht so, wie die meisten. “Wie soll ich denn lernen? Ich muss doch auch noch arbeiten. Und dann auch noch so viele Hausaufgaben!” Prioritäten setzen sollte man schon, wenn man das Abi nachholt. Die Schule hat für mich oberste Priorität. Deshalb arbeite ich auch nicht nebenbei. Viel zu stressig.

Doch als freie Mitarbeiterin kann ich von zu Hause arbeiten. Muss nicht zu bestimmten Zeiten im Büro sitzen und 5 Stunden arbeiten.

Ich freue mich. Eine völlig neue Aufgabe für mich, bei der ich Erfahrungen für dieses “später” sammeln kann und Kontakte knüpfen.

 

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