meine To-Do-Liste für die Selbstisolation – ein Zwischenbericht

Vor über zwei Monaten habe ich den Artikel „Dinge, die ich in den nächsten Wochen ENDLICH machen kann“ veröffentlicht. Darin habe ich folgende Aktivitäten aufgelistet:

  • schreiben
  • Handarbeit
  • lesen
  • malen
  • spazieren gehen und fotografieren
  • Programmieren und LaTeX lernen

Wie sieht es aus, was davon habe ich tatsächlich gemacht?

Schreiben

Mein Plan war, im April beim Camp NaNoWriMo mitzumachen. Allerdings ist dieser Plan schon nach dem ersten Tag gescheitert. Alle meine Ideen sind Mist. Zumindest sagt mein Gefühl mir das dauernd. Stattdessen habe ich ab und zu meine Gedanken zur Pandemie niedergeschrieben, ein paar „Gedichte“ und Haikus. Aber nichts, was ich veröffentlichen würde, also in Buchform.

Handarbeit

Immerhin habe ein paar Reihen an dem Schal für meinen Mann gestrickt und Wolle für einen Kissenbezug sowie ein sommerliches Top gekauft. Aber das war’s auch schon.

lesen

Das ist wohl das einzige, was ich auch wirklich jeden Tag gemacht habe und natürlich immer noch mache. Aber es ist nicht so, dass ich nun den ganzen Tag lese. Denn ich habe ja noch andere Dinge zu tun. 

malen

Auch gemalt habe ich bisher sehr regelmäßig. Manchmal blogge ich auch darüber. Aber vor allem könnt ihr auf Instagram meine Ergebnisse sehen.

spazieren gehen und fotografieren

Ab und an schnappe ich mir die Kamera und gehe spazieren. Allerdings nicht täglich oder mehrmals die Woche. Außerdem gibt es Tageszeiten, an denen es nicht so günstig ist, weil zu viele Jogger unterwegs sind (Tipp: geht nicht nachmittags gegen 17 Uhr spazieren), die sich nicht an ausreichend Abstand halten. Das führt nur dazu, dass ich mich ärgere. Auch nicht empfehlenswert: sonntags/feiertags bei bestem Wetter am Nachmittag.

Früh morgens ist eine Möglichkeit, aber dann muss man auch früh aufstehen. Vormittags an einem Werktag ist eine gute Zeit. Oder bei Regen, hat mir eine Freundin erzählt.

Programmieren und LaTeX lernen

Ich habe manchmal etwas programmieren gelernt (mit Playgrounds von Apple), aber nicht sehr intensiv. Gar nicht angeguckt: LaTeX.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr euch auch etwas vorgenommen, es dann aber (bisher) doch nicht gemacht?

Bookish Biscuits oder: mein Versuch, Kekse zu bemalen

Vor Kurzem hatte Jen Campbell ein Back-Video hochgeladen und darin Plätzchen verziert. Das waren nicht irgendwelche Verzierungen (Blümchen, Herzchen, …), sondern Buchcover! Die Idee fand ich so schön und es wirkte so einfach, dass ich meine eigenen Bookish Biscuits machen wollte.

Leider ist mein Versuch, Cover auf Kekse zu malen, gescheitert. Aber die Idee möchte ich dennoch mit euch teilen (und euch gleichzeitig Jens Youtube-Kanal ans Herz legen).

Rezept für die Plätzchen

Ich habe mich an das Rezept von Jen gehalten, das sie auf BBC gefunden hat: Basic Iced Biscuits.

100g Butter bzw. Margarine (Zimmertemperatur)

100g Zucker (ich habe 75g genommen)

1 Ei

1 TL Vanilleextrakt (oder, in meinem Fall, selbstgemischten Vanillezucker)

250g Mehl

Butter und Zucker vermischen, Vanille dazu, ebenso das Ei und schließlich das Mehl. Erst habe ich den Teig mit dem Handrührgerät bearbeitet, aber mit der Hand geht das viel besser. Anschließend ausrollen und Vierecke schneiden (oder was auch immer man möchte).

Auf 190 Grad für etwa 8 bis 10 Minuten backen.

Für den Zuckerguss habe ich einfach nach Belieben Puderzucker mit etwas Wasser vermischt. Das Ergebnis: es wird nicht weiß. Was ist das Geheimnis von weißem Guss? Ich habe verschiedene Antworten darauf bekommen: Zitronensaft hinzufügen, Puderzucker mit Milch mischen oder einfach mehr Puderzucker.

Jetzt wird’s künstlerisch

In meinem Kopf schien das alles so einfach. Guss mit gewünschter Lebensmittelfarbe mischen (oder weiß lassen; je nach Buchcover eben), auf den abgekühlten Plätzchen verteilen, mit diesen bunten Zuckerschrifttuben was draufmalen und schreiben, fertig.

Aber ich bin zu ungeduldig und habe nicht lange genug gewartet. Dann verläuft auch der Zucker. Und vielleicht habe ich auch die falschen Tuben gekauft. Von Dr. Oetker gibt es nämlich Zuckerschrift sowie Back- und Speisefarben – beides in kleinen Tuben. Ich habe letztere gekauft. Allerdings erinnere ich mich, dass die Zuckerschrift viel dicker ist und sich besser für die von mir gewünschten Verzierungen eignet (aber ich hab da auch nicht sehr viel Erfahrung mit!).

Meine Bookish Biscuits sind also nicht sehr schön, aber dafür selten. Und sie schmecken trotzdem. Und das ist ja die Hauptsache, oder?

Die beiden Buchcover, die ich versucht habe, auf die Kekse zu bringen, seht ihr auf dem Foto. Übrigens habe ich „Das Glück ist lavendelblau*“ von Pauline Mai (Rezensionsexemplar) vor ein paar Tagen rezensiert. „Salt On Your Tongue*“ lese ich gerade im Rahmen von Jens Book Club auf Patreon.

Hintergrund: zwei Bücher („Salt On Your Tongue“ von Charlotte Runcie und „Das Glück ist lavendelblau“ von Pauline Mai), Vordergrund: selbstgebackene Plätzchen mit Verzierungen (Buchcover, grüner Zuckerguss mit Schmetterlingen)

Rezension: HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland

Diese Rezension enthält Affiliate-Links. Wenn ihr das Buch über den Link kauft, erhalte ich eine kleine Provision.

Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar von NetGalley Deutschland erhalten, was aber in keiner Weise meine Rezension beeinflusst.

HOLIDAY Reisebuch: Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland

Goodreads
Verlag: Holiday

Erscheinungsdatum: 6. Mai 2020

ISBN: 9783834232588

Genre: Reisen

Seiten: 802

Format: ARC, eBook

gekauft bei/erhalten von: NetGalley Deutschland

auf Amazon kaufen*

In weiter Ferne so nah Es ist verblüffend, wie exotisch manche Orte in Deutschland anmuten. Am bayerischen Eibsee mit seinem türkisblauen Wasser wähnt man sich in der kanadischen Wildnis. Die bunten Häuschen auf Helgoland könnte man glatt mit denen am Muizenberg Beach bei Kapstadt verwechseln. Ulm schmückt sich mit einer gläsernen Pyramide, genau wie in Paris ... »Hiergeblieben!« ist ein leidenschaftliches Plädoyer für das Reisen vor der eigenen Haustüre und entführt Leser zu faszinierenden wie kuriosen Sehenswürdigkeiten in Deutschland. >> Das bietet dieses HOLIDAY-Buch: • 55 fantastische Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten in Deutschland, die jedes Fernweh heilen • Tipps für Wanderungen, Ausflüge und Naturerlebnisse

Im Moment ist es mit Reisen ja etwas schwierig. Fernreisen sollte man besser eh sein lassen und im eigenen Land, also in meinem Fall Deutschland, gibt es auch einige schöne Ecken. Manche davon liegen vielleicht sogar in der Nähe, sodass eine Tagestour daraus wird, statt ein paar Tage.

In meiner Rezension möchte ich euch gerne das Reisebuch „Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland*“ vorstellen. Erschienen ist der Reiseführer Anfang Mai bei Holiday (gehört zu Gräfer und Unzer).

Aufteilt ist das Buch in die Abschnitte Norden und Süden. Auf den ersten Blick mag das etwas komisch erscheinen, weil z. B. Nordrhein-Westfalen zum Norden gehört, ebenso wie das nördliche Thüringen. Aber eigentlich wurde Deutschland einfach nur von West nach Ost in der Mitte geteilt.

Eine Auswahl an Reisezielen

Die 55 Reiseziele werden alle mit welchen verglichen, die viel weiter wegliegen, aber Ähnlichkeiten aufweisen. Der Geysir von Andernach sowie der Strokkur-Geysir auf Island liegen 2.288km auseinander, aber wer nicht die knapp 2.300km reisen will (oder kann), der könnte ja als Alternative den Geysir in Andernach besichtigen. Ich selber war zwar schon mal in Andernach und meine Tante, die in der Nähe wohnt, hat uns auch schon von dem Geysir erzählt. Gesehen habe ich ihn jedoch noch nicht. Man muss wohl mit einem Schiff dorthin fahren. Der Geysir liegt nämlich auf einer Halbinsel im Rhein. Und wer nach dem Besuch hungrig ist, kann in eines der im Reiseführer empfohlenen Lokale essen gehen. Sehenswürdigkeiten in der Nähe werden auch noch aufgeführt.

Wusstet ihr, dass es nicht nur in den schottischen Highlands die berühmten Highland Games gibt, sondern auch in Trebsen (Sachsen) welche gibt? Knapp 1.200km vom Original entfernt, kann man das Spektakel also auch in Deutschland erleben.

Auch Sylt darf in dem Buch nicht fehlen. Verglichen wird die deutsche Insel mit Martha’s Vineyard in Massachusetts – 5.720km liegen dazwischen. Was die Ähnlichkeiten sind? Die Strände und Kliffs, die zum Spazieren einladen (sowohl das „Original“ als auch das deutsche Pendant). Und Cafés sowie Restaurants dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wer isst nicht gerne im Urlaub? Ich jedenfalls genieße dann gerne ein Stück Kuchen am Nachmittag.

Zum Schluss möchte ich euch noch was von der Insel Mainau erzählen, denn dort war ich tatsächlich selber schon mal. Das ist allerdings gut 30 Jahre her.

Süddeutschland, besonders Oberbayern, aber auch das Allgäu, war immer schon eine beliebtes Reiseziel für meine Eltern. So haben wir über viele Jahre hinweg jeden Sommer zwei Wochen Urlaub dort gemacht. Natürlich haben wir auch schon mal einen Ausflug zur Insel Mainau gemacht, wenn wir in der Nähe waren. Ich kann mich an die Blumeninsel gar nicht mehr erinnern, meine Eltern aber umso mehr. Das liegt vor allem an mir, denn die kleine Verena hat die ganze Zeit nur geknatscht, weil sie es langweilig fand. Aus heutiger Sicht für mich unverständlich, aber damals war ich eben noch sehr jung; ich tippe mal auf 5 Jahre.

In „Hiergeblieben! 55 fantastische Reiseziele in Deutschland“ wird die Bodenseeinsel mit der Isola Bella am Lago Maggiore. Da war ich noch nie, aber bestimmt ist es dort auch schön. Ich persönlich würde momentan allerdings auf Italienurlaube (und generell reisen) verzichten.

Fazit

Wer sagt denn, dass man in die Ferne reisen muss, wenn es im eigenen Land genauso schön ist? Ich selber würde gerne mal den Geysir sehen, wobei er sicher nicht an die echten in Island rankommt. Der Geysir in Andernach ist nämlich kein Naturschauspiel, sondern ein Bohrloch. In der Region gibt es viel Kohlendioxid, das seit dem 20. Jahrhundert gefördert wird, damit wir Kohlensäure im Sprudel haben.

Auf Sylt ist es bestimmt auch schön und die Lüneburger Heide würde ich auch gerne mal durchwandern (und fotografieren).

Gibt es einen Ort in Deutschland, den ihr gerne besuchen möchtet?