Schlagwort: Alexandra Görner

Juni 2017 – Rückblick

Habe ich nicht quasi… gestern den Monatsrückblick für Mai geschrieben? Die Zeit rast aber auch. Geht es euch auch so?

gekauft im Juni

Christmas at the Cornish Café*“ ✔︎
Confetti at the Cornish Café*“ ✔︎
Summer at the Cornish Cafe*“ ✔︎ (alle drei von Phillipa Ashley)
Das Spiel des Engels*“ ❍
Der Gefangene des Himmels*“ ❍ (beide von Carlos Ruiz Zafón)
The Scientific Secrets of Doctor Who*“ ❍
A Bear Called Paddington*“ ❍ (Michael Bond)

Rezensionsexemplare

Küssen ist die beste Verteidigung“  ✔︎ (Alexandra Görner)
Summer at the Little French Guesthouse*“ ✘ (Helen Pollard) (beide über NetGalley – vielen Dank hierfür!)


„Yummy Books!: In 50 Rezepten durch die Weltliteratur*“ (Cara Nicoletti) (Vielen Dank an suhrkamp!)

gelesene Bücher im Juni

The Muse*“ (Jessie Burton) – 31. Mai bis 8. Juni ★★★★☆


„Summer at the Cornish Café“ – 9. bis 14. Juni ★★★★★
„Christmas at the Cornish Café“ – 14. bis 19. Juni ★★★★☆
„Confetti at the Cornish Café“ – 19. bis 23. Juni ★★★★☆
„Küssen ist die beste Verteidigung“ – 23. bis 25. Juni ★★★☆☆
„Summer at the Little French Guesthouse“ – seit 25. Juni

Außerdem wären da noch die Bücher aus der Goodiebag von der litblogcon am 10. Juni in Köln.

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✔︎ gelesen
✘ lese ich gerade
❍ auf dem SuB
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Rezension: Küssen ist die beste Verteidigung (Alexandra Görner)

Dass ich einen kleinen London-Tick habe, wisst ihr ja sicher. Bücher mit Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt drauf – das muss ich mir genauer ansehen! Auch auf dem Cover von Alexandra Görners aktuellem Roman „Küssen ist die beste Verteidigung*“ ist eins von vielen schönen Gebäuden Londons abgebildet: die Tower Bridge. Von dieser Brücke habe ich sämtliche Fotos gemacht, als wir vor zwei Jahren dort waren. Außerdem haben wir im Hotel direkt an der Brücke gewohnt. Beim nächsten Mal möchte ich gerne die Tower Bridge richtig besichtigen, denn sie hat oben einen gläsernen Gang.

Aber ich will auch gar nicht so viel über London quatschen. Schließlich geht es hier um ein Buch und nicht meine Liebe zu London.

Worum es geht

„Küssen ist die beste Verteidigung“ ist, laut dem zu Ullstein gehörenden Verlag Forever, eine „Sexy Romance“ – im Grunde also ein Liebesroman. Die Autorin Alexandra Görner hat bereits mehrere geschrieben und das Buch, was ich nun bespreche, ist ihr aktueller Roman. Sie hat mehrere Bücher geschrieben, die in London spielen.

Audrey arbeitet als Escort Girl, da sie Geld braucht, um das Haus ihrer Großmutter nach einem Schlaganfall behindertengerecht umbauen zu können. Als Vollwaise seit dem Kleinkindalter ist die junge Frau bei ihrer Oma im Londoner Stadtteil Hackney aufgewachsen. Zu dem Job als Escort Girl hat ihr Zoe, Audreys beste Freundin, verholfen. Auch Zoe ist ein Escort Girl, scheint damit allerdings weniger Probleme zu haben. Zumindest beklagt sie sich nicht. Die beiden teilen sich eine Wohnung.

Durch ein Missverständnis landet Audrey statt bei dem eigentlichen Kunden bei Rob Masters, Anwalt und ziemlich gutaussehend. Er ist auf der Suche nach einer Haushaltshilfe. Die erste Begegnung ist ziemlich peinlich für beide, da Audrey erst zu spät ihren Fehler merkt und Rob die vermeintliche Haushaltshilfe zunächst für komisch hält. Verständlich, wenn Audrey denkt, sie wäre bei einem Kunden, der ein Escort Girl angefordert hat.

Natürlich verlieben sich die beiden, doch Rob wehrt sich zunächst gegen seine starken (auch körperlichen) Gefühle. Zudem weiß er nicht, was Audreys eigentlicher Beruf ist. Rob ist jedoch der Grund, weshalb Audrey es endlich schafft, aus der Branche auszusteigen. Trotzdem belügt sie ihren „Boss“ weiter, bis es so kommt, wie es kommen muss und Audrey ihn beinahe verliert.

Meine Meinung

Der Roman liest sich gut und flüssig und der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Was mich jedoch stört ist die Tatsache, dass man die Charaktere, besonders Audrey und Zoe, eigentlich nur oberflächlich kennenlernt. So weiß ich zum Beispiel nicht, wie alt die beiden sind. Ich schätze Audrey auf Anfang/Mitte 20, da ihre Großmutter erst Mitte 70 ist. Weshalb Audrey jedoch nicht studiert (hat) oder einen „richtigen“ Job hat, wird nicht geklärt. Bevor ihre Oma den Schlaganfall hatte, arbeitete sie als Kellnerin. Ich will nicht sagen, dass das kein richtiger Beruf ist, aber ich möchte dennoch wissen, ob ein Charakter eine Ausbildung gemacht hat oder einen Uniabschluss hat und sowas. Auch über die Hobbys erfährt man leider nichts. Das Haus von Rob wird beschrieben, nicht aber die Wohnung der beiden Freundinnen. Man lernt auch wenig über die Großmutter und das Haus – nur, dass das Haus einen Garten, eine Veranda und eine Schaukel hat und die Oma das Sorgerecht für ihre Enkelin hatte.

Audrey hat bersteinfarbene Augen und braune Haare. Ihre Haut ist leicht gebräunt. Sie trägt gerne High Heels und kann anscheinend sehr gut tanzen. Laut Rob ist sie schön und sexy.

Audrey hat manchmal ziemlich weise Sprüche raus, was irgendwie gar nicht wirklich zu der sonstigen Oberflächlichkeit passt. Aber vielleicht macht das auch nur deutlich, dass hinter diesem ehemaligen sexy Escort Girl jemand steckt, der viel mehr ist, als nur ein schöner Körper. An einer Stelle offenbart sie Rob, dass sie gerne studieren möchte und zwar Wirtschaft. Wo das plötzlich herkommt, weiß ich auch nicht, denn nur wurde auch nur angedeutet, dass sie ein besonderes Interesse daran hat. Danach kommt das Thema auch nicht mehr zur Sprache. Schade, denn ich hätte gerne gewusst, ob sie dem Wunsch nun wirklich nachgeht.

Auch wird am Ende nicht erwähnt, was Audrey auf der Party mit Zoes Cousin macht. Die Party ist anscheinend für die High Society und Rob ist ebenfalls dort. Er sieht Audrey mit dem Fremden und als Leser erfährt man, dass es Zoes Cousin Harry ist und Audrey nicht beruflich dort ist. Warum ist sie da und warum mit Harry? Auch das ist ein Geheimnis, was wir wohl nie lüften werden.

Auch über Zoe erfährt man wenig, abgesehen von ihrer Haar- und Augenfarbe. Welche Vergangenheit hat sie? Ich möchte mehr über die Protagonisten erfahren und nicht nur die oberflächlichen Fakten. Gut, von Audrey weiß man immerhin, dass ihre Oma ihr alles bedeutet und sie ihre Eltern sehr früh verloren hat. Warum lebt sie dann nicht bei ihrer Oma, um sich besser um sie kümmern zu können? Wenn sie doch ein ganzes Haus hat?!

Auch Rob hat eine Vergangenheit, die sogar recht deutlich wird im Lauf der Geschichte. Seinen Nachnamen finde ich witzig gewählt – Masters. Das kann ja nun kein Zufall sein! 😉

Passend zu dem Genre mit dem Namen „Sexy Romance“ gibt es auch einige recht bildliche Sexszenen. Das passt aber auch zum Buch, denn man merkt direkt bei der ersten Begegnung, dass  da eine sexuelle Spannung zwischen Rob und Audrey ist.

Alles in allem war das Buch okay, aber durch die vielen ungeklärten Details und die fehlenden persönlichen Infos der Charaktere kann ich dem Roman leider nur drei von fünf Sternen geben.

Der Büchersonntag

aktuell: Diesmal lese ich ein deutsches eBook – nämlich „Küssen ist die beste Verteidigung*“ von Alexandra Görner. Ungewohnt, mal was auf Deutsch zu lesen, aber da ich ja selber meine „Romane“ auf Deutsch schreibe, hilft sowas doch ganz gut, um Ausdrücke zu „lernen“. Manchmal habe ich irgendwie englische Phrasen im Kopf, die dann viel schöner klingen.

Zum Buch selber möchte ich noch nicht allzu viel sagen, außer, dass es ziemlich bildliche Sexszenen gibt zwischen Audrey und ihrem Boss Rob Masters. Ja, Masters. Der Name ist doch eindeutig mit Absicht gewählt worden! Meiner Meinung nach hätte die Autorin die Charaktere noch ein wenig genauer beschreiben sollen. Zum Beispiel wüsste ich gerne, warum Audrey keinen „richtigen“ Job hat. Zu Beginn ist sie Escort Girl, weil sie schnell viel Geld braucht, um das Haus ihrer Großmutter behindertengerecht einzurichten. Vorher arbeitete sie als Kellnerin. Sie hat zwar den Traum, zu studieren (Wirtschaft – wo kommt das plötzlich her?), aber wieso hat sie das nicht vorher gemacht? Schade, dass Audrey, aber auch ihre beste Freundin Zoe, so oberflächlich beschrieben werden. Manchmal haut Audrey aber dann ziemlich weise Sprüche raus, die so gar nicht, finde ich, zu ihr passen.

beendet:Christmas at the Cornish Café*“ und „Confetti at the Cornish Café*“ von Phillipa Ashley – somit scheine ich die Reihe beendet zu haben, oder? Eigentlich schade, denn ich mochte Cal und Demi.

neu: Unter anderem habe ich ein neues Rezensionsexemplar auf NetGalley erhalten („Küssen ist die beste Verteidigung“ von Alexandra Görner). Weil auf dem Cover die Tower Bridge (neben der Millennium Bridge meine Lieblingsbrücke. Wahrscheinlich, weil direkt daneben „unser“ Hotel ist) abgebildet ist und der Roman in London spielt. Ich bin mal gespannt. Hohe Erwartungen habe ich nicht, denn es ist ein Liebesroman, aber ich mag sowas ja. Das Genre entspannt und eignet sich, wie ich finde, perfekt zum Abschalten. Außerdem habe ich den dritten Teil der Reihe um das „Cornish Café“ von Phillipa Ashley gekauft und beendet, wie ihr oben bereits gelesen habt: „Confetti at the Cornish Café„.

Ein weiteres Rezensionsexemplar ist „Summer at the Little French Guesthouse*“ – Teil drei der La Cour des Roses-Reihe von Helen Pollard. Das werde ich als nächstes lesen! Ich freue mich schon darauf.

Ein anderes Rezensionsexemplar ist auf dem Weg zu mir! Mehr erfahrt ihr, wenn es angekommen ist.

Ebenfalls neu eingezogen bei mir ist ein neues Magazin: Hygge lautet der Titel und dieser Begriff ist spätestens seit dem Buch „The Little Book of Hygge: The Danish Way to Live Well*“ bzw. der deutschen Übersetzung („Hygge – ein Lebensgefühl, das einfach glücklich macht*“) in aller Munde und auf diversen Blogs zu lesen. Das genannte Buch habe ich bisher allerdings noch nicht gekauft.

Zu guter Letzt habe ich mir auf der Arbeit ein paar neue Kleidungsstücke gegönnt und im Schuhgeschäft habe ich neue Birkenstock-Schuhe gekauft – diesmal nicht als Hausschuhe, sondern, haltet euch fest, als Straßenschuh. Denn ich habe festgestellt, dass die Schuhe so im Sommer so richtig angenehm sind. Wer die Einkäufe sehen will, kann sie sich auf Instagram anschauen.

Blog: Diese Woche war ich fleißig und es kamen drei Artikel online. Wie ihr seht, habe ich für die Artikelbilder ein paar sommerliche Fotos verwendet, die ich letztes Wochenende in Domburg gemacht habe. Ansonsten habe ich vergessen, Fotos für den Blog zu machen. So müsst ihr euch nun vorstellen, wie das Hygge Magazin auf der Kaminbank liegt oder mein Kindle aussieht.

Außerdem nicht vergessen: Das Gewinnspiel läuft noch bis zum 30. Juni.

Englische Neuerscheinungen in diesem Sommer

Reise: Ein Wochenende in Domburg

5 englische Bücher für den Sommer

Dank trusted blogs darf ich übrigens das Portal piqd testen. Hierfür habe ich eine lebenslange Mitgliedschaft erhalten und darf auch eine an euch verlosen. Auf piqd werden Nachrichten und Artikeln zu unterschiedlichen Themen gesammelt und von den Kuratoren zusammengefasst. Nach der Zusammenfassung folgt der Link zur Originalquelle. Aber mehr dazu gibt es in meinem Testbericht. Ich überlege noch, wie ich den Artikel am besten aufziehe.

Was haltet ihr eigentlich von Podcasts? Ich habe irgendwie Lust, meinen Büchersonntag auch als Podcast anzubieten, obwohl ich persönlich nie Podcasts höre, aber einige abonniert habe. Besteht da Interesse bei euch? Ich habe allerdings kein richtiges Equipment, anders als für Videos. Für Tonaufnahmen müssten iPhone oder MacBook reichen.

Links: Im zweiten Teil ihrer Reihe „Buchbloggerbasics“ erklärt Anna die Rezension. Ich muss ja gestehen, dass ich mich beim Rezensieren wenig an irgendwelche Regeln halte. Beim Lesen mache ich mir fast nie Notizen, obwohl ich mir das oft vornehme. Stattdessen lese ich nur und lasse mich dabei nicht ablenken.

Für Comicleser: meine Freundin Beate stellt uns auf ihrem Blog den Comic „Grün & Gold“ von Lisa Brenner vor.

Die Hitzewelle ist zwar gerade erst mal vorbei, aber der Sommer hat ja gerade erst begonnen. Für die Sommertage Tage hat Julia vier Bücher ausgewählt. Auch Editionf stellt Sommerbücher vor.

Weitere Buchtipps für den Sommer gibt es bei Dani. Sie stellt drei Romane aus drei unterschiedlichen Genres vor.

Der Rheinwerk Verlag hat letztens den Link zu einem neuen Buch aus ihrem Verlagsprogramm getwittert: „Tell me! Wie Sie mit Storytelling überzeugen“ klingt nach einem interessanten Buch!

Eigentlich zu schade zum Beschriften und Verschicken ist das Postkartenbuch von Christoph Niemann, was Inga vorstellt. Ich würde die Karten sicher eher an die Wand hängen.

Fotos: