Schlagwort: Frankreich

Rezension: The French Adventure (Lucy Coleman)

The French Adventure*“ führt den Leser in ein kleines französisches Örtchen, in das es die Protagonistin, Anna, zieht, um sich eine sechsmonatige Auszeit bei ihren Eltern zu gönnen und darüber nachzudenken, was sie in ihrem Leben will. Ihre Eltern sind vor ein paar Monaten von England nach Frankreich gezogen, um dort ein B&B zu betreiben. Während ihres Aufenthalts hilft Anna dem (natürlich) gut aussehenden Sam bei der Renovierung zweier Gästehäuser und lernt dabei nicht nur sich selber besser kennen, sondern auch Sam.

Wieviele Briten leben eigentlich in Frankreich? Ich hab den Eindruck, dass, zumindest in diesen Romanen, dort ziemlich viele leben.

(Informationen zum Buch findet ihr am Ende des Artikels)

Meine Meinung

Hach, solche Bücher sind ja genau das richtige zum Entspannen.Wie Urlaub! Nur, dass man nicht die heimische Couch verlassen muss dafür.
Etwas erinnert mich der neue Roman von Lucy Coleman, ein Pseudonym von Linn B Halton (oder umgekehrt?), an „The Little French Guest House“ von Helen Pollard, was ich auch sehr gerne gelesen habe.

In ihrer Beziehung ist Anna nicht glücklich und und das Gefühl trügt nicht. Nachdem sie Karl abserviert und ihren Job kündigt, wo sich die beiden kennengelernt haben, beschließt sie, für einige Zeit zu ihren Eltern nach Frankreich zu ziehen. Wie praktisch, denn die sind vor zehn Monaten dorthin gezogen und haben ein B&B eröffnet.

Dort angekommen legt sie sich aber nicht auf die faule Haut, denn Anna ist ein Workaholic. Sie renoviert gemeinsam mit Sam die Gästehäuser. Natürlich sieht Sam gut aus, doch er hat andere Vorstellungen vom Leben. So lebt er von Tag zu Tag, in einem Wohnwagen. Er hat einen Schuppen gekauft, den er umbauen will, doch damit lässt er sich gewaltig Zeit. Anna hingegen kann sich sowas gar nicht vorstellen.

Anna und Sam sind also sehr unterschiedlich, Sam leidet immer noch unter dem Verlust seiner großen Liebe vor 7 Jahren und Anna ist gebeutelt von der Beziehung zu Karl. Doch beide, Anna und Sam, verstehen sich sehr gut und freunden sich an. Sie begleitet ihn ein paar Tage zu einem Treffen mit seinen Freunden, die er seit dem Tod seiner Ex nicht mehr wirklich gesehen hat. Sie gibt ihm den Halt, den er braucht.

Annas Ex und seine Stalkermasche bringen etwas mehr Drama in das Geschehen, ebenso sorgt die Suche nach dem Besitzer der kleinen Schmuckschachtel samt Inhalt, die Anna bei der Renovierung gefunden hat, für etwas Spannung.

Slow burning romance würde man den Roman, bzw. Annas und Sams Beziehung, wohl im Englischen nennen. Ich fand das alles passend und ich mochte Sam und Anna auch gerne. Karl war unsympathisch, was er ja auch sein sollte. Immerhin ist er der Ex.

Ich habe „The French Adventure“ fast verschlungen. Lediglich den Epilog fand ich etwas zu schnell herunter gerattert, als wollte die Autorin noch schnell auflösen, was aus den anderen Charakteren geworden ist, wie es nach einem Jahr aussieht bei Anna und Sam. Und der Heiratsantrag kam natürlich auch viel zu schnell. Ich mein, wie lange kannten die sich? Drei Monate? Höchstens?

Buchinfo
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2018 bei Aria
Sprache: Englisch (Britisch)

Packed full of French flavour and idyllic settings this is a romantic, heart-warming and unputdownable new novel about life and love, perfect for anyone who loves Milly Johnson, Lucy Diamond and Debbie Johnson.

Suddenly unemployed and single, Anna escapes to her parents‘ beautiful house in France for a much needed recharge – and to work out what she wants to do next with her life now her carefully mapped out plan has gone out the window.

Anna gives herself 6 months to recuperate, all the while helping renovate her parents‘ adjoining gites into picturesque B&Bs. But working alongside the ruggedly handsome Sam on the renovation project, she didn’t expect for life to take an unexpected, if not unwelcome, twist…



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Bewertung: ★★★★★

Juli 2017 – Rückblick

Wie jeden Monat frage ich mich: Wo ist nur die Zeit hin? Auch in diesem Monat habe ich keine Antwort darauf gefunden. Dafür hatte ich auch keine Zeit, ich musste schließlich Bücher verschlingen. Stolze neun habe ich im Juli gelesen. Welche, erfahrt ihr nun. Aber nicht nur das.

gekauft im Juli

Mister Romance*“ von Leisa Rayven ✔︎
Felicity at the Cross Hotel*“ (Helena Fairfax) ✔︎
Golden Hill*“ (Francis Spufford) ❍
A Spell in Provence *“ (Marie Laval) ✘

erhaltene Rezensionsexemplare

(die Links führen zu den jeweiligen Rezensionen)

Meeresblau & Mandelblüte (Elke Becker) ✔︎
Yummy Books! In 50 Rezepten durch die Weltliteratur (Cara Nicoletti) (komplett habe ich das nicht gelesen, aber mir genauer angeschaut und vor allem: die Buttermilchpfannkuchen nachgebacken!)
Nachtblau“ (Simone van der Vlugt) ✔︎
Love at the Italian Lake“ (Darcie Boleyn) ✔︎
To Provence With Love“ (T.A. Williams) ✔︎
Notizbücher von Diogenes (Diogenes Notes) ❤︎

gelesene Bücher

Summer at the Little French Guesthouse“ (Helen Pollard) ★★★★☆
Zum Abschalten wieder einmal ein gutes Buch, wobei es sich doch ein wenig in die Länge zog.

„A Bear Called Paddington“ (Michael Bond) ★★★★★
Zwischendurch mal ein Kinderbuch, wovon ich zwar schon gehört hatte, es aber nie gelesen habe. Das hat sich nun geändert und ich finde die Geschichte richtig süß!

„Meeresblau & Mandelblüte“ ★★★☆☆
Tja, es ist okay, aber eben nicht mehr.

„Love at the Italian Lake“ ★★★★★
Ein Sommerbuch zum Abschalten. Wart ihr schon mal am Gardasee? Dort spielt der Roman nämlich.

„To Provence With Love“ ★★★★★
T.A. Williams schafft es immer wieder: ich mag den Schreibstil und wie er die Orte beschreibt. Als wäre man selber dort.

„Mister Romance“ ★★★☆☆
Dazu wollte ich ja demnächst auch noch einen Artikel schreiben. Ich glaube, der Begriff „Guilty Pleasure“ passt hier. 😉 Ob es eine Fortsetzung gibt mit Eden und Max?

„Felicity at the Cross Hotel“ ★★★★☆
Ich mochte das Buch und hoffe, dass es einen zweiten Teil geben wird.

„Nachtblau“ ★★★★★
Ein richtig guter historischer Roman, wenn auch an Stellen etwas erschreckend, vor allem wegen der Pest.

Luftschiff*“ (Stefan aus dem Siepen)
Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, was ich denken soll. Mein Vater war begeistert von dem Roman. Da muss ich noch mal mit ihm reden. Er meinte, ich solle nicht das Ende vorher lesen. Gut, habe ich gemacht. Aber was hätte es geändert, hätte ich es doch getan? Das Buch ist wirklich alles andere als schlecht. Es ist… anders. Nicht langweilig. Die Sprache ist bildhaft, aber auch nüchtern. Aber das Ende?

 

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Ich lese im Moment…

Das zweite Königreich von Rebecca Gablé.

An dem Buch lese ich nun schon seit einigen Wochen, da es echt ziemlich dick ist. Aber ich lese das Buch gerne. Rebecca Gablé wird glaube ich noch zu meiner Lieblingsautorin.

Das Buch spielt im 11. Jahrhundert und handelt von der Eroberung Englands durch Frankreich. Was mich immer in den Büchern, die in der Zeit spielen, wundert, ist, dass dort selbst Kinder Alkohol (Bier) trinken und der Alkohol (besonders das Bier) getrunken wird, wie heute Wasser.

In den Büchern wird Bier getrunken, wenn ein Reisender von einer langen Reise kommt oder heißer Wein, wenn eine Person krank ist. Aber auch sonst.

Mal sehen, was mein Bruder, der Geschichte studiert hat, dazu sagt.

Er meint, dass Bier nahrhaft ist, insofern kann er sich vorstellen, dass ein Reisender Bier als Erfrischung trinkt (was ja auch heute teilweise so ist), aber er kann sich nicht vorstellen, dass die Leute damals Bier wie Wasser getrunken haben.

Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass Bier reiner war als Wasser. Wenn man bedenkt, wie schmutzig es in den Städten damals war, war das Wasser sicher nicht ganz sauber.

Aha, ein Blick in das Lexikon des Mittelalters sagt mir, dass Wein und Bier zu den Hauptnahrungsmitteln gehörten. Damit wäre das geklärt.

Welches Buch lest ihr denn gerade? Vielleicht befinden sich unter den LeserInnen ja auch Fans von historischen Romanen.

P.S.: Das Layout bleibt erstmal so.