Schlagwort: abc.etüden

Der Büchersonntag

beendet

The Mister*“ von E.L. James (Rezension) – der Roman selber ist schlecht, aber es hat Spaß gemacht, ihn gemeinsam mit anderen Menschen auf Twitter zu diskutieren.

Little Women*“ von Louisa May Alcott – fast zwei Monate habe ich an dem 776 Seiten starken Buch gelesen. Weil es so unhandlich ist, habe ich es nur im Bett gelesen und nicht in der Handtasche mitgenommen, wenn ich mal unterwegs war. Meine Ausgabe enthält zwei Teile: der erste Teil ist der, den ich vor vielen Jahr als Kind mal auf Deutsch gelesen habe. Die vier Schwestern sind alle noch unter 20, die jüngste ist 12, die älteste 16. Im zweiten Teil sind zu Beginn drei Jahre vergangen. Insgesamt erstreckt sich der zweite Teil über viele Jahre, die Schwestern werden erwachsen und müssen unter anderem einen großen Verlust verkraften. Alles spielt natürlich im 19. Jahrhundert, das Frauenbild ist noch etwas anderes und da ist es etwas Besonderes, dass Jo unabhängig sein möchte. Vorbild für die Figur Jo ist die Autorin selbst.

aktuell lese ich

Liebe ist die beste Therapie*“ von John Jay Osborn

neues auf dem Blog

Leseempfehlungen

Wie umweltschädlich sind Bücher? Das versucht Marion in ihrem Artikel „Mein Freund der Baum ist tot – ruinieren Bücher den Planeten?“ zu beantworten. Ich hab vor einiger Zeit auch einen kleinen Artikel zum Thema geschrieben und auch Anja vom Bücherblog hat darüber geschrieben, wie nachhaltig Bücher sind.

Schreibt ihr auch so gerne To Do-Listen? Ich bin ein großer Freund von ihnen und anscheinend machen sie auch produktiv. Das konnte ich an mir leider noch nicht feststellen.

Eine weitere #bbfliest-Teilnehmerin hat „The Mister“ rezensiert. Unter meiner Rezension, die ich oben schon erwähnt habe, findet ihr noch mehr Links zu Rezensionen, sowohl positive als auch negative.

abc.etüden: Katzenliebe

abc.edtüden ist eine Aktion von Christiane. Die drei zu verwendeten Wörter diesmal sind: Katzenauge, kurios und balancieren. 

Ich bin ein Katzenmensch, glaube ich. Obwohl ich noch nie eine Katze hatte. Wenn ich eine Katze sehe, bin ich glücklich. Aber genau so geht es mir auch bei Hunden. Trotzdem faszinieren Katzen mich mehr. 

In unserer Nachbarschaft wohnen neben Hunden auch verschiedene Katzen. Cesar zum Beispiel, der sein Frauchen gerne mal ein Stückchen begleitet oder bei uns miauend vor dem Haus sitzt. Im Sommer ist er auch einfach bei uns hineinspaziert, als die Terrassentüre auf war. Plötzlich huschte etwas graues an mir vorbei und ich musste zweimal hinschauen, denn ich konnte es nicht glauben, dass Cesar gerade wirklich bei uns im Haus war. Neugierig schaute er sich um, schnupperte und wollte gar nicht gehen. Als wir ihn endlich auf die Terrasse gesetzt hatten, lag er noch ein bißchen dort herum, bis er seinen Spaziergang fortsetzte.

Als er dann mal miauend vor der Tür saß, konnte ich nicht anders: ich ließ ihn rein und darüber schien er sich sichtlich zu freuen. 

Vor ein paar Tagen beobachtete ich am späten Abend zwei junge Katzen, die auf der Mauer gegenüber saßen. Sie tobten fröhlich herum, rannten hintereinander her und balancierten auf der Mauer. Ab und zu, wenn das eine Kätzchen aus dem Sichtfeld verschwunden war, miaute die andere. Ein kurioses Schauspiel war das vor unserer Tür. Neugierig wie Katzen nun mal sind, kamen sie auch an die Tür, hinter dessen Glasscheibe ich stand. Mit großen Katzenaugen schauten sie mich an, als sie ganz nah an der Scheibe waren. Ich hockte da und lachte und sprach durch das Glas mit den Kätzchen. 

Die beiden tobten und turnten noch etwas weiter, bis ich sie nicht mehr sehen konnte. Bestimmt waren sie ganz müde vom Spielen. Jetzt hoffe ich immer, sie wieder beobachten zu können. 

 

Wie die Kartoffelmäuse die Kartoffeln retteten

Der folgende Text entstand für das Schreibprojekt abc.etüden. Grob gefasst geht es darum, bestimmte Begriffe in maximal 300 Wörtern unterzubringen. In diesem Fall waren das die Wörter Kartoffeln, anzüglich und bevormunden. Das Beitragsbild stammt von 365tageasatzaday.

Wusstet ihr, dass es unter Kartoffelfeldern eine geheime Welt gibt? Wahrscheinlich nicht, denn sie ist ja geheim. Nur ganz wenige wissen von ihr. Ich habe bisher noch keinen Kontakt zu dieser Geheimwelt gehabt und weiß auch nur von ihr, weil mir mal jemand davon erzählt hat, der die Geschichte wiederum von einem anderen gehört hat. 

Diese geheime Welt besteht aus tausenden Gängen. Nicht die Kartoffeln haben sie gegraben, sondern die Kartoffelmäuse. Solche Mäuse gibt es doch nicht, werdet ihr nun rufen. Woher wollt ihr das denn wissen? Weil ihr noch nie welche gesehen habt, existieren Kartoffelmäuse nicht? Nur weil ihr etwas noch nicht gesehen habt, bedeutet das nicht, dass es das nicht gibt.

Die Mäuse graben also Gänge. Für die Kartoffeln ist das gut, denn so sind sie nicht so eingeengt unter der Erde und sie können sich miteinander unterhalten. Und wie laut sie sind! Die Mäuse müssen sich manchmal Ohrenschützer aufsetzen, weil sie den Lärm nicht ertragen können. 

Nun ist es so, dass die Kartoffeln dieses unterirdische Leben sehr mögen. Von den Mäusen wissen sie jedoch, dass sie nicht ewig da sein werden. Die haben nämlich erfahren, dass die Kartoffeln zu einem bestimmten Zeitpunkt, nämlich wenn ihr Grünzeug welk ist, von Menschen geerntet werden. Die Kartoffeln können nichts anderes tun, als warten. 

Es sei eine Frechheit, so eine Kartoffeln, dass sie Menschen sie so bevormunden würden. Immerhin sei es das Leben der Kartoffeln! Die Menschen, sagt eine Maus, gucken immer so anzüglich und freuen sich auf die Ernte. Doch eine Maus hat eine Idee, wie die Menschen überlistet werden können: die Mäuse knabbern das Grünzeug ab und wenn die Menschen daran rupfen, hängen keine Kartoffeln mehr dran. Und so geschieht es dann auch. 

Kartoffeln und Mäuse feiern ihren Sieg über die Menschen tief unter der Erde.