Schlagwort: England

Rezension: Inselzauber wider Willen (Sabrina Heilmann)

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Inselzauber wider Willen

Goodreads
Verlag: Independently Published

Erscheinungsdatum: 14. Mai 2019

ISBN: 9781098674083

Genre: Liebesgeschichte

Format: eBook

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Als die vierundzwanzigjährige Autorin Lilly Morgan auf dem Dachboden ihres Vaters einen kleinen Karton mit Briefen und Geburtstagskarten findet, erfährt sie, dass sie ihr Leben lang belogen worden ist und ihre Mutter noch lebt. Unter dem Vorwand für ihren neuen Roman zu recherchieren, packt Lilly ihre Sachen und reist von London auf die Scilly Inseln, von denen ihre Mutter in den Briefen schreibt.
Lilly möchte sie finden und erfahren, was zwischen ihr und ihrem Vater vorgefallen ist. Aber so einfach, wie Lilly es sich vorstellt, wird es nicht.
Die Einheimischen lassen sie spüren, dass sie als Fremde nicht in der Lage ist, die Schönheit der Inseln in einem Roman einzufangen. Und auch der ortsansässige und verboten attraktive Thriller-Autor Jack Davenport macht ihr das Leben schwer, als er ihr nicht nur das letzte Päckchen Kaffee wegschnappt, sondern sie außerdem für einen aufdringlichen Fan hält.
Lilly ist verzweifelt und klammert sich an die Hoffnung, wenigstens von ihrer Mutter freundlich empfangen zu werden. Doch selbst diese Begegnung hält eine böse Überraschung für sie bereit.
War es ein Fehler, London Hals über Kopf zu verlassen? Oder wartet ein Happy End in Lillys wahrer Heimat, von der sie ein Leben lang nichts wusste?

Wie ihr wisst, lese ich relativ wenige deutschsprachige Bücher. Doch da ich auch selber schreibe und oft englische Formulierungen durch meinen Kopf schwirren, möchte ich auch ab und zu mal etwas auf Deutsch lesen. Der Roman „Inselzauber wider Willen“ von Sabrina Heilmann ist im Grunde wie die typischen ChickLit-Bücher, die ich so gerne lese. Dass der Liebesroman auf den Isles of Scilly spielt, ist ein dicker Bonus. Ich war zwar noch nie auf der zu Cornwall gehörigen Inselgruppe (oder generell in Cornwall), aber ich würde die Gegend gerne mal bereisen. Bis es soweit ist, muss ich eben durch Bücher reisen. Das ist auch günstiger und umweltfreundlicher.

Die junge Autorin Lilly begibt sich von London aus auf die Inseln. Denn dort lebt, wie sie gerade erst herausgefunden hat, ihre Mutter. Ihr Vater hat ihre Existenz die ganzen Jahre verschwiegen. Angeblich sei sie ein Jahr nach der Geburt gestorben.

Dass Lilly auf den Inseln nicht nur ihre Mutter findet, sondern die große Liebe, hätte sie nicht erwartet. Ausgerechnet den dort lebenden Autor Jack Davenport trifft sie dort. Zufälligerweise sind beide beim gleichen Verlag unter Vertrag. Doch Jack ist arrogant und verhält sich Lilly gegenüber echt unmöglich. Die besten Voraussetzungen, um sich näher zu kommen, oder?

Das Rad wird hier nicht neu erfunden. Enemies to Lovers ist in Liebesromanen ein beliebtes Thema und so auch in diesem Roman. Durch ein Missverständnis ist Jack total wütend auf Lilly. Das fand ich ziemlich übertrieben, aber klar, irgendwas musste passieren, denn ohne einen großen Knall funktionieren diese Arten von Büchern ja nicht. Das läuft nicht so ab, wie im echten Leben: man lernt sich kennen, trifft sich, kommt zusammen. Ende. Da ist keine Spannung. Also muss in Büchern etwas passieren: ein Streit. Lilly hat versucht, Jack zu erreichen, denn sie muss schnell nach London zurück, um ein paar Dinge zu klären und ihren Umzug auf die Inseln vorbereiten. Allerdings scheint Jack wie vom Erdboden verschluckt. Deshalb spricht Lilly mit seiner Mutter, die wiederum verspricht, ihrem Sohn zu sagen, dass Lilly wiederkommt. Tut sie nicht, denn sie vergisst es. Die Schuld dafür gibt Jack aber Lilly:

»Ich bin sogar zu eurer Mutter gegangen, habe ihr alles erklärt und sie gebeten, euch beiden Bescheid zu sagen. Aber sie hat es vergessen.«

»Schön für dich, Lilly, aber soll ich dir etwas sagen? Mir ist ganz gleich, ob es nur ein Missverständnis war. Ich brauche Menschen in meinem Leben, auf die ich mich zu einhundert Prozent verlassen kann. Du gehörst nicht dazu.«

Genau. Lilly hat zwar nicht seine Handynummer gehabt, aber die seiner Schwester (Lilly und die Schwester sind ganz schnell beste Freundinnen geworden). Also hat sie ihr tausend Nachrichten geschrieben (aber die kamen auf wundersame Weise nie an) und der Mutter Bescheid gegeben. Aber auf Lilly kann er sich nicht verlassen? Das beste: Lilly gibt sich selber die Schuld:

»Es tut mir leid, dass ich mir nicht mehr Mühe gegeben habe, dich zu finden. Ich hatte keine Zeit mehr und ich habe Honor wirklich nicht erreicht.«

Sollte nicht eher Jack sich entschuldigen? Immerhin hat er ihr vorgeworfen, dass auf sie kein Verlass ist. Dabei sollte er das doch lieber seiner Mutter sagen. Aber nein, Lilly ist die Schuldige und natürlich sieht sie das auch so.

Alles in allem war der Roman aber gut zu lesen, wenn es auch ein paar Ungereimtheiten gibt. An einer Stelle sagt Lilly, dass sie keinen Tee mag, sondern Kaffee, während sie an einer anderen dann mit ihrer Mutter, die ebenfalls keine Teetrinkerin ist, welchen trinkt. „Inselzauber wider Willen“ ist genau das Richtige für den Sommer!

vier Tage London – Tag 4: Southwark & Abreise


Über zwei Monate ist es nun her, dass wir in London waren. Während ich euch schon von Tag eins, zwei und drei erzählt habe, fehlt immer nich der letzte Tag, nämlich der Tag der Abreise. Sascha hat mich mehr als einmal daran erinnert, dass ich doch Tag vier noch verbloggen soll. Ich habe das aber immer vor mich her geschoben. Jetzt aber ist es endlich soweit:

Tag vier unserer viertägigen London-Reise

Was macht man am Abreisetag? Außer im Hotel auschecken. Gegen 14 Uhr wollten wir mit der Tube zum Bahnhof St Pancras fahren. Bis dahin hatten wir also noch Zeit, ein paar neue Ecken zu erkunden.

Montagmorgen, London

Nach dem Frühstück ging es erst mal ans Packen. Anschließend haben wir ausgecheckt und unsere Koffer im Hotel aufbewahrt. Über die Tower Bridge, die ja direkt am Hotel ist, gingen wir Richtung Shard, um uns diesen Wolkenkratzer aus nächster Nähe anschauen zu können. Durch die Hay’s Galleria sind wir auf die andere Seite gelangt. Dort gibt es auch eine Buchhandlung, aber ich hatte Kaufverbot, weil wir nicht mehr viele Pfund hatten. Menno!

Der Shard ist schon ziemlich imposant. Gerne würde ich mal rauf fahren, aber das ist schon nicht billig.

Ich versuche gerade, unsere Tour irgendwie wieder ins Gedächtnis zu rufen, aber ich weiß nicht mehr genau, in welcher Reihenfolge wir wo waren. Mein Vater hat zum Glück die ganze Zeit seinen GPS Tracker laufen gelassen, aber ich hab die Daten nicht. Allerdings hat er eine kleine Darstellung der einzelnen Tage als Animation in Key Note erstellt. Ein Gesamtüberblick über alle vier Tage zeigt euch folgende Grafik:

die ganz geraden, langen Linien sind die Fahrten mit der U-Bahn bzw. dem Zug

Wie ihr seht, haben wir nur einen kleinen Teil von London erkunden können. Beim nächsten Mal laufen wir weniger und fahren dafür gezielt zu bestimmten Sehenswürdigkeiten, denn das spart Zeit. Außerdem haben wir nun schon ein bißchen was gesehen und wissen, was wir genauer anschauen wollen.

Ich lasse am besten jetzt die Bilder für sich sprechen – und das sind noch lange nicht alle Fotos. Aber ich kann euch schlecht über 100 Fotos hier zeigen, oder? 😉

Vielleicht werde ich auch die anderen Fotos mal bearbeiten und hochladen. Aber diese kleine Auswahl reicht für diesen Artikel.

Zum Abschluss haben wir bei Starbucks, direkt hinter unserem Hotel, noch was getrunken.

ich, E-Mail schreibend bei Starbucks

Später am Bahnhof habe ich mir ein Buch gekauft und ein paar Snacks für unterwegs. Sascha hat sich bei Caffe Nero einen Kaffee gegönnt, der uns beiden aber nicht schmeckte. Und dann, dann wurde unser Eurostar aufgerufen und wir strömten zum Gleis. Während wir auf der Hinfahrt in einem älteren Eurostar saßen, kamen wir nun in den Genuss eines moderneren. Mit Displays und WLAN.

Die Fahrt war unspektakulär. Ich war etwas traurig, weil es wieder nach Hause ging. Aber ich denke, wir waren alle auch müde, weil die vier Tage schon anstrengend waren. Zumal ich irgendwie nicht gut geschlafen habe.

Montagabend, Aachen

Nach vier Tagen in London, fühlt es sich einerseits vertraut an, wieder in Aachen zu sein. Der knapp verpasste Bus, obwohl wir laut App noch Zeit hatten. Der Müll auf den Straßen. Lärmende Jugendliche. Und vor allem: Regen. Auch die Luft ist anders.

Keine Männer in Anzügen vor Kneipen. Hier stehen höchstens ältere Männer mit dicken Bäuchen vor Kneipen. Am frühen Nachmittag. Niemand ist wirklich schick gekleidet. Keiner hetzt durch die Straßen.

Geschäftsleute eilen durch London. Mit einem Becher Kaffee in der einen Hand und einer Tüte von Pret in der anderen. Sie versammeln sich zum Feierabendbier vor den Pubs. Manche radeln durch die Stadt zwischen den Taxen und Bussen. Die Straßen sind relativ sauber.

Die Unterschiede zwischen Aachen, laut Definition eine Großstadt, und der Millionenstadt London sind groß. 245.885 vs. 8.538.689 Einwohner. Dennoch mag ich beide Städte. Aachen natürlich, weil die Kaiserstadt meine Heimat ist. Weil sie klein ist und es hier alles wichtige gibt. Und London? Die britische Hauptstadt hat so viel zu bieten. Es gibt so viel zu sehen. So viele unterschiedliche Gebäude. So viele unterschiedliche Menschen. Ich kann gar nicht genau sagen, weshalb ich London so sehr mag.

Ich hoffe, dass wir irgendwann wieder hinfahren werden. Vielleicht nicht nächstes Jahr, weil wir ja auch noch Freunde in Zürich besuchen wollen. Aber vielleicht in zwei Jahren wieder?

 

zuletzt gelesene Bücher: weihnachtlich angehauchte Romane (englisch)


From Paris With Love This Christmas*“ von Jules Wake ★★★★☆
Gedanken zu dem Buch: Nachdem ich Covent Garden in the Snow gelesen habe, wollte ich ein weiteres Buch von der Autorin lesen. Anfangs fand ich die Protagonistin, eine reiche, verwöhne Mittzwanzigerin, anstrengend. Aber glücklicherweise hat sich das Blatt gewendet und sie hat sich doch als sympathisch und nicht arrogant, wie gedacht, entpuppt.

The Christmas Secret*“ von Karen Swan ★★★★☆
Gedanken zu dem Buch: Mein erstes Buch von der Autorin. Interessantes Setting – eine Whisky-Distillerie. Ich trinke kein Whisky, habe es auch noch nie probiert, glaube ich. Wie das bei diesen Büchern üblich ist, gibt es eine Protagonistin mit einer dunklen Vergangenheit, die sich, gegen ihren Willen, in jemanden verliebt, in den sie sich eigentlich nicht verlieben sollte. Schließlich ist Lochlan quasi ihr Kunde. Nichtsdestotrotz: ich mochte das Buch, das übrigens auf einer schottischen Insel spielt. Irgendwie hab ich’s ja mit Inseln und UK.

Christmas with the Book Lovers*“ von Victoria Connelly ★★★☆☆
Gedanken zu dem Buch: Die kurze Geschichte versammelt alle Mitglieder der Nightingale-Familie sowie Callie, Sams Freundin, die man bereits im ersten Buch um die Familie kennengelernt hat, im gemütlichen Haus der Familie. Es werden gruselige Geschichten vorgelesen und außerdem kommt ein Buch vor, das angeblich Unglück bringt.
Nettes kleines Büchlein mit einem schönen Cover – schade, dass es nicht aus gedrucktes Buch gibt.

Christmas on the Little Cornish Isles: The Driftwood Inn*“ von Phillipa Ashley ★★★★☆
Gedanken zu dem Buch: Wenn Patrick Alkoholiker ist, warum sagt er dann erstens, dass er was vom Christmas Pudding essen kann, obwohl da Alkohol drin ist? Und zweitens: als er zurück in Melbourne ist und sich betrinkt, wie ist das möglich, dass er nicht einen kompletten Rückfall hat? Ich meine, müsste er dann nicht irgendwelche Entzugserscheinungen haben, auch im Verlauf des gesamten Romans? Das finde ich etwas unlogisch.
Abgesehen davon hat mir das Buch gefallen.
Im Februar erscheint ein zweites Buch aus der Reihe – „Spring on the Little Cornish Isles: The Flower Farm*“.

Alternativen und deutsche Übersetzungen

Gibt’s die Bücher auch auf Deutsch, wollt ihr nun sicher wissen. Diese Romane leider nicht. Allerdings wurden einige Bücher von Karen Swan ins Deutsche übersetzt. Zum Beispiel „Sternenwinternacht*“ oder „Winterglücksmomente*“. Von Victoria Connelly gibt es ein paar deutsche Bücher, aber keine weihnachtlichen. Leider habe ich von Jules Wake keine deutschen Übersetzungen finden können.

Von anderen englischsprachigen Autoren gibt es aber ebenfalls schöne Bücher rund um Weihnachten. Zum Beispiel „Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg*“ von Jenny Colgan oder „Weihnachten im Café am Meer*“ von Phillipa Ashley. Oder wie wäre es mit „Weihnachtsküsse in White Cliff Bay*“ von Holly Martin?

Schaut doch mal bei Ramona vorbei – sie hat 24 weihnachtliche Bücher aufgelistet.