Schlagwort: Liebesroman

zuletzt gelesene Bücher: weihnachtlich angehauchte Romane (englisch)

From Paris With Love This Christmas*“ von Jules Wake ★★★★☆
Gedanken zu dem Buch: Nachdem ich Covent Garden in the Snow gelesen habe, wollte ich ein weiteres Buch von der Autorin lesen. Anfangs fand ich die Protagonistin, eine reiche, verwöhne Mittzwanzigerin, anstrengend. Aber glücklicherweise hat sich das Blatt gewendet und sie hat sich doch als sympathisch und nicht arrogant, wie gedacht, entpuppt.

The Christmas Secret*“ von Karen Swan ★★★★☆
Gedanken zu dem Buch: Mein erstes Buch von der Autorin. Interessantes Setting – eine Whisky-Distillerie. Ich trinke kein Whisky, habe es auch noch nie probiert, glaube ich. Wie das bei diesen Büchern üblich ist, gibt es eine Protagonistin mit einer dunklen Vergangenheit, die sich, gegen ihren Willen, in jemanden verliebt, in den sie sich eigentlich nicht verlieben sollte. Schließlich ist Lochlan quasi ihr Kunde. Nichtsdestotrotz: ich mochte das Buch, das übrigens auf einer schottischen Insel spielt. Irgendwie hab ich’s ja mit Inseln und UK.

Christmas with the Book Lovers*“ von Victoria Connelly ★★★☆☆
Gedanken zu dem Buch: Die kurze Geschichte versammelt alle Mitglieder der Nightingale-Familie sowie Callie, Sams Freundin, die man bereits im ersten Buch um die Familie kennengelernt hat, im gemütlichen Haus der Familie. Es werden gruselige Geschichten vorgelesen und außerdem kommt ein Buch vor, das angeblich Unglück bringt.
Nettes kleines Büchlein mit einem schönen Cover – schade, dass es nicht aus gedrucktes Buch gibt.

Christmas on the Little Cornish Isles: The Driftwood Inn*“ von Phillipa Ashley ★★★★☆
Gedanken zu dem Buch: Wenn Patrick Alkoholiker ist, warum sagt er dann erstens, dass er was vom Christmas Pudding essen kann, obwohl da Alkohol drin ist? Und zweitens: als er zurück in Melbourne ist und sich betrinkt, wie ist das möglich, dass er nicht einen kompletten Rückfall hat? Ich meine, müsste er dann nicht irgendwelche Entzugserscheinungen haben, auch im Verlauf des gesamten Romans? Das finde ich etwas unlogisch.
Abgesehen davon hat mir das Buch gefallen.
Im Februar erscheint ein zweites Buch aus der Reihe – „Spring on the Little Cornish Isles: The Flower Farm*“.

Alternativen und deutsche Übersetzungen

Gibt’s die Bücher auch auf Deutsch, wollt ihr nun sicher wissen. Diese Romane leider nicht. Allerdings wurden einige Bücher von Karen Swan ins Deutsche übersetzt. Zum Beispiel „Sternenwinternacht*“ oder „Winterglücksmomente*“. Von Victoria Connelly gibt es ein paar deutsche Bücher, aber keine weihnachtlichen. Leider habe ich von Jules Wake keine deutschen Übersetzungen finden können.

Von anderen englischsprachigen Autoren gibt es aber ebenfalls schöne Bücher rund um Weihnachten. Zum Beispiel „Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg*“ von Jenny Colgan oder „Weihnachten im Café am Meer*“ von Phillipa Ashley. Oder wie wäre es mit „Weihnachtsküsse in White Cliff Bay*“ von Holly Martin?

Schaut doch mal bei Ramona vorbei – sie hat 24 weihnachtliche Bücher aufgelistet.

 

Rezension: Mitfahrer gesucht – Traummann gefunden (Kyra Groh)

Ab und zu muss es bei mir auch mal ein deutschsprachiges Buch sein. Schließlich möchte ich auch deutsche Autoren unterstützen. Diesmal habe ich dank NetGalley Deutschland, den Roman „Mitfahrer gesucht – Traummann gefunden“ von Kyra Groh erhalten.

Aufmerksam wurde ich beim Klappentext (kann man bei einem ebook eigentlich noch von Klappentext sprechen?). Eine Frau Ende 20, die über eine Plattform im Internet einen Mitfahrer sucht und ihn in Leon und seinem Hund Dexter findet. Eine interessante Fahrt quer durch Deutschland mit mal mehr, mal wenigen tiefsinnigen Gesprächen , kleinen Flirtereien und Leons Versuche, sie zu einem Date zu überreden, lässt die Fahrt nicht langweilig erscheinen.

Doch dass sie ihn, ausgerechnet auf der Arbeit, kurze Zeit später wiedersehen würde, damit hatte Romy nicht gerechnet. Bisher hatte sie ihr Leben klar durchgeplant. Mit einbezogen war in ihrem Plan Flo, ihr Freund, mit dem sie seit ein paar Wochen zusammenwohnte. Flo ist quasi selbstständiger Zocker, macht Lets-Plays und betreibt einen sehr erfolgreichen Blog. Bisher war Romy der Ansicht, ihre Beziehung sei okay und okay sei gut.

Und dann kommt da so ein Woodworker wie Leon daher und bringt ihren Plan vom Leben durcheinander.

„Mir fällt ein Witz ein“, sagt Pierre-Holger wieder aus dem Nichts und ohne sich zu uns umzudrehen. „Wenn Bob Marley statt im Musikbusiness im Marketing gewesen wäre, dann hieße das Lied bestimmt ‚No clients, no cry.'“Mitfahrer gesucht – Traummann gefunden. Position 1139

Die folgenden Lobhudeleien sind nicht darauf begründet, dass ich das Buch gratis und zum Rezensieren erhalten habe. Sie beruhen viel mehr auf mein eigenes Empfinden. Und das sagt mir: toller Roman, Kyra!

Mir gefallen Romys teilweise zynische Art, die Serien-Referenzen (obwohl ich weder Dexter noch Stranger Things je gesehen habe. Immerhin habe ich aber schon mal ein paar Folgen Friends gesehen, allerdings habe ich auch die Gilmore Girls noch nie geschaut. Ich muss was verpasst haben!) und die besorgte Mutter, die irgendwie ein bißchen an meine erinnert (aber sie sagt mir nicht, dass ich weniger essen soll).

Auch den Schreibstil der jungen Autorin finde ich gut. An dieser Stelle müsste ich wohl begründen, was und warum. Aber sowas fällt mir ehrlich gesagt immer schwer. Ich mag einfach die Art. Mal ehrlich, mal tiefsinnig, mal witzig. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, in Romy und ihrer besten Freundin und Kollegin Sarah zwei neue Freundinnen gefunden zu haben. Vielleicht würden wir uns ja sogar verstehen.

So als würde der schlafende Hund oder die aufrechte Kobra oder das furzende Karnickel alles wieder heil machen.Mitfahrer gesucht – Traumman gefunden. Position 4112

Aber was haben denn alle immer mit muskelbepackten Männern? Das werde ich wohl nie verstehen. Kann ja sein, dass Leon heiß ist, aber braucht er dafür Muckis? Gut, dass er aber kein Dummchen ist, das nur Zeit im Fitnessstudio verbringt und sich von irgendwelchen muskelaufbauenden Präparaten ernährt. Nein, er ist ein Gentleman, intelligent und handwerklich geschickt.

Von mir gibt es für diesen Roman fünf von fünf Sternen. 

Rezension: Küssen ist die beste Verteidigung (Alexandra Görner)

Dass ich einen kleinen London-Tick habe, wisst ihr ja sicher. Bücher mit Sehenswürdigkeiten der britischen Hauptstadt drauf – das muss ich mir genauer ansehen! Auch auf dem Cover von Alexandra Görners aktuellem Roman „Küssen ist die beste Verteidigung*“ ist eins von vielen schönen Gebäuden Londons abgebildet: die Tower Bridge. Von dieser Brücke habe ich sämtliche Fotos gemacht, als wir vor zwei Jahren dort waren. Außerdem haben wir im Hotel direkt an der Brücke gewohnt. Beim nächsten Mal möchte ich gerne die Tower Bridge richtig besichtigen, denn sie hat oben einen gläsernen Gang.

Aber ich will auch gar nicht so viel über London quatschen. Schließlich geht es hier um ein Buch und nicht meine Liebe zu London.

Worum es geht

„Küssen ist die beste Verteidigung“ ist, laut dem zu Ullstein gehörenden Verlag Forever, eine „Sexy Romance“ – im Grunde also ein Liebesroman. Die Autorin Alexandra Görner hat bereits mehrere geschrieben und das Buch, was ich nun bespreche, ist ihr aktueller Roman. Sie hat mehrere Bücher geschrieben, die in London spielen.

Audrey arbeitet als Escort Girl, da sie Geld braucht, um das Haus ihrer Großmutter nach einem Schlaganfall behindertengerecht umbauen zu können. Als Vollwaise seit dem Kleinkindalter ist die junge Frau bei ihrer Oma im Londoner Stadtteil Hackney aufgewachsen. Zu dem Job als Escort Girl hat ihr Zoe, Audreys beste Freundin, verholfen. Auch Zoe ist ein Escort Girl, scheint damit allerdings weniger Probleme zu haben. Zumindest beklagt sie sich nicht. Die beiden teilen sich eine Wohnung.

Durch ein Missverständnis landet Audrey statt bei dem eigentlichen Kunden bei Rob Masters, Anwalt und ziemlich gutaussehend. Er ist auf der Suche nach einer Haushaltshilfe. Die erste Begegnung ist ziemlich peinlich für beide, da Audrey erst zu spät ihren Fehler merkt und Rob die vermeintliche Haushaltshilfe zunächst für komisch hält. Verständlich, wenn Audrey denkt, sie wäre bei einem Kunden, der ein Escort Girl angefordert hat.

Natürlich verlieben sich die beiden, doch Rob wehrt sich zunächst gegen seine starken (auch körperlichen) Gefühle. Zudem weiß er nicht, was Audreys eigentlicher Beruf ist. Rob ist jedoch der Grund, weshalb Audrey es endlich schafft, aus der Branche auszusteigen. Trotzdem belügt sie ihren „Boss“ weiter, bis es so kommt, wie es kommen muss und Audrey ihn beinahe verliert.

Meine Meinung

Der Roman liest sich gut und flüssig und der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut. Was mich jedoch stört ist die Tatsache, dass man die Charaktere, besonders Audrey und Zoe, eigentlich nur oberflächlich kennenlernt. So weiß ich zum Beispiel nicht, wie alt die beiden sind. Ich schätze Audrey auf Anfang/Mitte 20, da ihre Großmutter erst Mitte 70 ist. Weshalb Audrey jedoch nicht studiert (hat) oder einen „richtigen“ Job hat, wird nicht geklärt. Bevor ihre Oma den Schlaganfall hatte, arbeitete sie als Kellnerin. Ich will nicht sagen, dass das kein richtiger Beruf ist, aber ich möchte dennoch wissen, ob ein Charakter eine Ausbildung gemacht hat oder einen Uniabschluss hat und sowas. Auch über die Hobbys erfährt man leider nichts. Das Haus von Rob wird beschrieben, nicht aber die Wohnung der beiden Freundinnen. Man lernt auch wenig über die Großmutter und das Haus – nur, dass das Haus einen Garten, eine Veranda und eine Schaukel hat und die Oma das Sorgerecht für ihre Enkelin hatte.

Audrey hat bersteinfarbene Augen und braune Haare. Ihre Haut ist leicht gebräunt. Sie trägt gerne High Heels und kann anscheinend sehr gut tanzen. Laut Rob ist sie schön und sexy.

Audrey hat manchmal ziemlich weise Sprüche raus, was irgendwie gar nicht wirklich zu der sonstigen Oberflächlichkeit passt. Aber vielleicht macht das auch nur deutlich, dass hinter diesem ehemaligen sexy Escort Girl jemand steckt, der viel mehr ist, als nur ein schöner Körper. An einer Stelle offenbart sie Rob, dass sie gerne studieren möchte und zwar Wirtschaft. Wo das plötzlich herkommt, weiß ich auch nicht, denn nur wurde auch nur angedeutet, dass sie ein besonderes Interesse daran hat. Danach kommt das Thema auch nicht mehr zur Sprache. Schade, denn ich hätte gerne gewusst, ob sie dem Wunsch nun wirklich nachgeht.

Auch wird am Ende nicht erwähnt, was Audrey auf der Party mit Zoes Cousin macht. Die Party ist anscheinend für die High Society und Rob ist ebenfalls dort. Er sieht Audrey mit dem Fremden und als Leser erfährt man, dass es Zoes Cousin Harry ist und Audrey nicht beruflich dort ist. Warum ist sie da und warum mit Harry? Auch das ist ein Geheimnis, was wir wohl nie lüften werden.

Auch über Zoe erfährt man wenig, abgesehen von ihrer Haar- und Augenfarbe. Welche Vergangenheit hat sie? Ich möchte mehr über die Protagonisten erfahren und nicht nur die oberflächlichen Fakten. Gut, von Audrey weiß man immerhin, dass ihre Oma ihr alles bedeutet und sie ihre Eltern sehr früh verloren hat. Warum lebt sie dann nicht bei ihrer Oma, um sich besser um sie kümmern zu können? Wenn sie doch ein ganzes Haus hat?!

Auch Rob hat eine Vergangenheit, die sogar recht deutlich wird im Lauf der Geschichte. Seinen Nachnamen finde ich witzig gewählt – Masters. Das kann ja nun kein Zufall sein! 😉

Passend zu dem Genre mit dem Namen „Sexy Romance“ gibt es auch einige recht bildliche Sexszenen. Das passt aber auch zum Buch, denn man merkt direkt bei der ersten Begegnung, dass  da eine sexuelle Spannung zwischen Rob und Audrey ist.

Alles in allem war das Buch okay, aber durch die vielen ungeklärten Details und die fehlenden persönlichen Infos der Charaktere kann ich dem Roman leider nur drei von fünf Sternen geben.