Wort für Wort #8

Wort für Wort #8

Heute möchte ich mit euch unter anderem über das Schreiben von Sex-Szenen reden. Warum? Weil sie ein Bestandteil meiner Camp NaNo-Geschichte sind. Ich schreibe die Hintergrundgeschichte von Dean (bekannt aus meinem Blogroman, den ihr sicher alle fleißig gelesen habt 😃). Eigentlich ist Dean ein sehr netter Kerl, doch war er in seiner Jugend ein “Bad Boy”. Jaha, jede Geschichte braucht einen Bad Boy.

Am Anfang hatte ich mir kaum Gedanken über die Vergangenheit der einzelnen Charaktere gemacht, doch im Laufe der Geschichte hat sich herauskristallisiert, dass Dean ein Geheimnis hat, von dem Cynthia (noch) nichts weiß. Auch ich wusste noch nichts davon. Also habe ich nachgedacht und mir für diesen Monat Deans Vergangenheit vorgenommen. 10k Wörter ist das Ziel und bereits letzten Monat habe ich schon mal den Plot vorbereitet. Daran hangele ich mich nun entlang.

Sex-Szenen schreiben – wie umgehen?

Es beginnt alles damit, dass Deans Vater eine Affäre hat und seine Frau und die beiden Söhne  für eine jüngere verlässt. Ziemlich klischeehaft, oder? Jeder der drei geht unterschiedlich damit um: Dean kommt auf die sogenannte “schiefe Bahn”. Er nimmt Drogen, hängt mit der “Gang” ab und Sex ist für die “Gang” quasi an der Tagesordnung. Sex, Drugs & Rock’n’Roll sozusagen.

Ich habe diverse NewAdult-Bücher gelesen, in denen der Sex detailliert geschildert wird. Doch selber eine solche Szene schreiben, ist völlig neu für mich. Mir war es wirklich peinlich, sie zu schreiben. Deshalb habe ich sie gelöscht und stattdessen einen Cut gemacht. So kann sich der Leser seinen Teil denken. Schließlich ist der eigentliche Akt nicht relevant für den weiteren Verlauf der Handlung. Mit dieser Lösung bin ich relativ zufrieden. Jedoch fühle ich mich dennoch unwohl dabei, es überhaupt “soweit” in meinem Roman kommen zu lassen (haha. “kommen”). Aber editieren kann ich später ja immer noch.

Dean, der Bad Boy – was hat er alles angestellt und ist es okay, darüber zu schreiben?

Beim Plotten habe ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht, was genau er gemacht haben könnte. Diebstahl vielleicht. Aber ich suchte schließlich etwas, was schlimmer ist. Klauen ist böse, Kinder! Aber es gibt Sachen, die sind böserer. 

Irgendwie entwickelte sich die Geschichte beim Schreiben wie von selbst. Plötzlich hat das eine Gang-Mitglied eine Idee. Eine Mutprobe für Dean, die seinen Schwarm Amy mit einbezieht. Die Jungs sind wirklich nicht ohne, das will ich mal betonen! Doch meine Vernunft sagt mir, dass es nicht okay ist, was sie Dean vorschlagen. Soll ich es trotzdem schreiben? Was werden meine Leser denken? Was wird man von mir denken?

Ich sag nur so viel, um nicht allzu sehr zu spoilern: KO-Tropfen sind Teil des Plans, den die Gang ausgeheckt haben. Es sei aber noch gesagt, dass ich von all den Dingen mit den Drogen, Bad Boys und so keine Ahnung habe. Aber ich schreibe Fiktion. Es ist erfunden.

Die Frage, die ich mir momentan stelle ist: soll ich die KO-Tropfen-Szene ändern? Ich suchte etwas, wofür Dean sich richtig schämen wird später, etwas, was er zutiefst bereut. Er sollte niemanden umbringen. Das wäre noch krasser. Aber es sollte etwas sein, was Cynthia zwingt, über ihn und ihre Beziehung nachzudenken.

Wie weit darf man beim Schreiben gehen? Wie geht man mit Sex-Szenen um?

So läuft das Camp NaNo für mich

Wegen der Abifeier konnte ich Freitag nicht beginnen und habe deshalb am Samstag gestartet – und direkt über 1000 Wörter geschrieben. Aktuell sind es 5279[1. Stand: 5. Juli, 21:10].

Dank meiner Cabin und dem Forum bin ich auch meistens motiviert und habe Ansprechpartner. Leider war ich beim Schreibtreffen gar nicht fleißig, weil ich den ganzen Tag schon Kopfschmerzen hatte und ich kurz vor dem Treffen eine Ibu nehmen musste. Laut der Statistik vom Camp liege ich aber richtig gut in der Zeit. Wenn ich so weiter mache, bin ich am 10. Juli bereits fertig.

Da ich aber mittlerweile mehrere Stunden in der Woche arbeite, ist meine Zeit etwas knapper bemessen. Ich versuche jedoch, vorher wenigstens etwas zu schreiben, falls ich später zu müde bin.

Wie läuft’s bei euch?

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